Die Palfinger AG zählt nach wie vor zu den soliden Basisinvestments des österreichischen Kapitalmarktes. Dass die Aktie aus dem ATX-Index gefallen ist, ist bedauerlich, die Auswirkungen hielten sich jedoch in Grenzen. Im Gegenteil, wir erwarten, dass die Aktie innerhalb eines überschaubaren Zeitraumes wieder in den ATX- Index aufgenommen wird. Das Unternehmen sollte von einem Konjunkturaufschwung überproportional profitieren. Besonders im größten Segment der Krantechnik besteht eine hohe Abhängigkeit vom deutschen Markt. Trotz der widrigen Umstände konnte sich Palfinger durch interne als auch externe Anpassungen am Markt behaupten bzw. seine Marktstellung sogar ausbauen. Auch wenn wir noch nicht mit einem nennenswerten Gewinnbeitrag aus der französischen Tochter Guima rechnen, sollten die Sanierungsmaßnahmen 2004 erste Früchte tragen. Für 2004 gehen wir von einem Umsatzwachstum von 5,6 Prozent aus. Der Gewinn soll aufgrund der eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen überproportional um 24,8 Prozent steigen. Für 2005 ist aufgrund der Steuerreform mit einer weiteren Gewinnsteigerung von 27,7 Prozent zu rechnen. Daher ergibt sich laut unseren Bewertungsmethoden nach wie vor eine Unterbewertung gegenüber der Peer-Group von über 20 Prozent. Auch gegenüber unserem DCF-Modell, das einen fairen Wert von 30 bis 34 Euro feststellt, errechnet sich eine Unterbewertung von rund 23 Prozent. Durch den über 100 %igen Anstieg seit den Tiefständen vom Februar 2003 wurde schon sehr viel der Kursphantasie vorweggenommen. Jedoch erhöhen wir aufgrund des positiven Umfeldes (Steuerreform, Staatliche Pensionsvorsorge, Konjunkturerholung) unser Kursziel von derzeit 28 Euro auf 32 Euro auf Sicht von 12 Monaten.