Das Netzwerk Stimmenhören gibt es seit 1997. Es entstand aus der Arbeit einer Selbsthilfe- und Trialoggruppe im Sekis und bei der Pinel-Gesellschaft in Berlin. In Anlehnung an die Stimmenhörernetzwerke in den Niederlanden (Stiftung Weerklank) und in England (Hearing Voices Network) sollte ein Netzwerk für stimmenhörende Menschen in Deutschland gegründet werden. So wurde es auf dem ersten Stimmenhörerkongress 1997 in Berlin im Rathaus Neukölln beschlossen. 1998 wurde das Netzwerk Stimmenhören als gemeinnütziger Verein gegründet und ist Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband.
Das Netzwerk Stimmenhören (NeSt) ist trialogisch organisiert. Das heißt, dass sich hier Stimmenhörende, Angehörige und in der Psychiatrie Tätige (oder andere, die sich beruflich mit dem Thema auseinandersetzen) gemeinsam gleichberechtigt an der Arbeit beteiligen. Aufgaben des Netzwerkes sind es, die Gründung von Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland zu unterstützten und Betroffene, Angehörige und Psychiatriemitarbeiter zu beraten und zu informieren. Hierzu wurden bereits drei Beratungsstellen eingerichtet.