Der Mehring Verlag veröffentlicht politische Sachbücher zu aktuellen Zeitfragen, Bücher aus den Bereichen Geschichte, Kunst und Kultur sowie Biografien.
Einen Schwerpunkt bildet die Literatur zur Geschichte der Arbeiterbewegung, im Besonderen die der Opposition gegen den Stalinismus. Seit seiner Gründung 1978 wurden viele deutsche Erstausgaben verlegt.
1978 wurde der zuerst unter Arbeiterpresse firmierende Verlag gegründet, der in den achtziger Jahren die ersten Bücher zu Geschichte und Politik herausgab. Als 1990 das Ende der DDR die Möglichkeit bot, Bücher zur Opposition gegen den Stalinismus auch in Ostdeutschland zu verbreiten, erschien Leo Trotzkis Analyse der Entstehung des Stalinismus aus dem Jahr 1936, die »Verratene Revolution«, die jetzt bereits in der dritten Auflage vorliegt. Das war der Startschuss, die Trotzki-Bibliothek ins Leben zu rufen, in der in den neunziger Jahren viele lange vergriffene Ausgaben wie »Literatur und Revolution« neu aufgelegt wurden.
Große mediale Aufmerksamkeit wurde 1996 der deutschen Erstveröffentlichung von Leo Trotzkis »Die Balkankriege 1912–13« zuteil, der bereits zwei Jahre später eine weitere deutsche Erstveröffentlichung folgte: »Europa im Krieg«, Trotzkis gesammelte Schriften aus dem Ersten Weltkrieg.
Ebenfalls 1996 begann die Veröffentlichung des siebenbändigen Werks des russischen Soziologen und Historikers Wadim S. Rogowin »Gab es eine Alternative?« über die Geschichte der Opposition gegen den Stalinismus von 1923 bis 1940, die im nächsten Jahr mit dem ersten Band »Trotzkismus« fortgesetzt wird.
Mit den literaturkritischen Essays Alexander K. Woronskis unter dem Titel »Die Kunst, die Welt zu sehen« schlug der Verlag 2003 ein neues Kapitel in der Verlagsgeschichte auf. Die Ausweitung des Programms führte 2009 zum Entschluss, in Mehring Verlag umzufirmieren.