2012 gründete Kai Müller 37aus Stockholm sein Unternehmen Medical Tour Support. Das heißt: Er bietet medizinische Reisebegleitung für Geschäfts- und Privatpersonen. Je nach Auftrag reist Kai Müller entweder selber mit oder er vermittelt seinen Kunden qualifizierte, auslandserfahrene Ärzte-, Pflege- und Rettungskräfte: „In meinem Netzwerk sind Reisebegleiter für Krisenregionen genauso wie Instruktoren für Wildwasserfahrten mit dem Schlauchboot oder für das Tiefseetauchen. Ihnen gemeinsam ist, dass sie bereit sind, über mehrere Monate von zu Hause weg zu sein, die Risiken von Fernreisen auf sich zu nehmen. Die Begleitpersonen die ich mitschicke, kenne ich persönlich: Ich wähle sie sorgfältig nach Qualifikation, Auslands- und Einsatzerfahrung sowie nach ihren Sprachkenntnissen aus - und natürlich muss die Chemie zwischen Reisebegleiter und Kunde stimmen. Schließlich steht man dem Kunden während der gesamten Reise rund um die Uhr zur Verfügung, um ihn ggf. medizinisch zu betreuen.“
Kai Müller arbeitete 16 Jahre für internationale Rettungsdienste. Auf seine Idee zu Medical Tour Support kam er, weil er etwas Eigenes machen wollte und weil es einen Markt gibt: “Interkontinentale Geschäftsreisen zu Reisezielen abseits großer Städte nehmen stetig zu, ebenso Privatreisen in ferne Länder.“ Die Studie eines Reiseversicherers gemeinsam mit der Leuphana-Universität Lüneburg belegte 2008, dass Krankheit und Unfall zu den wahrscheinlichsten Reiserisiken gehören: „Aber eine effektive medizinische Versorgung ist in fernen Ländern leider nicht immer gewährleistet“, weiß Kai Müller. Auch Sprachbarrieren erschwerten oft die notwendige Behandlung und für einen Heimtransport fehlten den Reisenden meist wichtige Informationen. Zwar sei die Dienstleistung Medical Tour Support Gesundheitsprävention, aber bezahlt würde sie ausschließlich privat. „Egal ob Fernreisender in Krisengebiete oder ob Extremsportler, das ist den Leuten normalerweise selbstverständlich – sie möchten gesund nach Hause kommen und vertrauen dazu auf meine Erfahrung. Ferner fehlt ihnen schlicht die viele Zeit, die es braucht, eine Fernreise vorzubereiten.“
Der Gründer ist ein wahres Organisationstalent und weiß, woran man denken muss, bevor man den Rucksack packt: „Angenommen ein Kunde möchte sechs Wochen nach Nepal, um dort bergzusteigen. Dann berate ich ihn noch vor Reiseantritt umfassend. Dazu gehört, dass ich sowohl über die Gefahren als auch über die medizinischen Möglichkeiten des Ziellandes aufkläre. Darüber hinaus informiere ich, was dort unbedenklich zu essen ist und welche Hygienemaßnahmen man ergreifen sollte. Ferner stelle ich medizinisches Equipment für die Bergtour zusammen und organisiere auf Wunsch einen Ambulanz Rückholdienst im Standby plus Rettungspersonal. Außerdem kooperiere ich mit einer Outdoor-Schule: Dort lernen die Personen bereits vor ihrer Reise, wie sie sich verhalten, im Falle dass zum Beispiel Jemand am Seil abstürzt. Shit happen‘s, also ermittle ich ebenfalls im Vorfeld, welche Rettungsdienste es im Reiseland gibt, die Adressen von Krankenhäusern u.v.m.“
2014 wird Medical Tour Support große Expeditionen begleiten so sind wir bereits im März in Ägypten um dort eine Gruppe von 75 Personen bei der „Prince Kamal El Din’s Expedition to Gulf of Kebir“ zu begleiten. Über mehrere Wochen werden Sie in die medizinische Versorgung der Expeditionsteilnehmer sicherstellen und im Notfall sofort für eine adquate Versorgung sorgen.
Weitere Infos über die Expedition in Ägypten: www.kamalexpedition.com/story.html, www.dabuka.de/de/news.html,
Im Anschluss gilt es noch größere Herausforderungen zu meistern. In 70 Tagen von Deutschland nach Indien - 17.000km Abenteuer. Entlang der legendären Seidenstraße verläuft unsere Expedition auf abenteuerlichen Pisten bis nach Mumbai! Auch hier wird die medizinische Versorgung von Medical Tour Support übernommen.
Näheres über die Expedition an die Seidenstraße: www.special-adventure.de/expedition_seidenstrass ..