Der Marsch des Lebens ist eine Initiative von Jobst und Charlotte Bittner und den evangelisch-freikirchlichen TOS Diensten aus Tübingen in Deutschland. Gemeinsam mit Nachkommen deutscher Wehrmachts-, Polizei- und SS-Angehöriger veranstalten sie Gedenk- und Versöhnungsmärsche an Orten des Holocaust. Seit dem Beginn der Bewegung im Jahr 2007 haben bisher Märsche in 14 Nationen und über 300 Städten und Ortschaften stattgefunden in Zusammenarbeit mit Christen der unterschiedlichsten Kirchen und Denominationen, sowie vieler jüdischer Gemeinschaften. In den Jahren 2011 und 2015 wurde der Marsch des Lebens von der israelischen Knesset für sein besonderes Engagement für Holocaustüberlebende ausgezeichnet.
Der Marsch des Lebens steht mit seiner Botschaft für:
Erinnern – Aufarbeitung der Vergangenheit, Holocaustüberlebenden eine Stimme geben.
Versöhnen – Heilung und Wiederherstellung zwischen den Nachkommen der Täter- und Opfergeneration.
Ein Zeichen setzen – für Israel und gegen den modernen Antisemitismus.
Bundestagspräsident Norbert Lammert schrieb in einem Grußwort über die Bewegung: „Die Initiative Marsch des Lebens ist wertvoll und wichtig. Aus einer bescheidenen Gebetsaktion ist längst eine internationale Bewegung geworden, die Zeitzeugen und Nachgeborene einschließt. Ich hoffe, dass sich viele Menschen von dieser Idee bewegen lassen und in den kommenden Jahren mit den Füßen wie in den Köpfen noch zahlreiche Märsche des Lebens stattfinden.“