Zum Marcolinihaus
Um 1770 entstand unter Kurfürst Friedrich August III. unweit des Moritzburger Schlosses am Bärnsdorfer
Großteich das Fasanenschlösschen mit Mole, Leuchtturm, Hafen und Dardanellen als verspätetes Rokoko-Idyll. Das benachbarte Marcolinihaus wurde in den Jahren 1771/72 durch Graf Camillo Marcolini als eigenes Wohnhaus aus einem vorhandenen Fasanenwärterhaus um- und ausgebaut. Marcolini ließ ein Tafelzimmer im Obergeschoss mit vorzüglichen Wandbildern ausmalen, vergleichbar denen im Fasanenschlösschen. Nach dem Tod Marcolinis 1814 wurde das Haus zum Forsthaus umgebaut.
Nach Jahren der Vernachlässigung begann 2008 der Gastronom Sylvio Stelzer als neuer Eigentümer
schrittweise die Sanierung. Auch das Tafelzimmer wurde wiederhergestellt, die Wandmalereien
restauriert und in eine rekonstruierte Raumfassung eingebunden. Der so entstandene Saal kann nunmehr für festliche Veranstaltungen genutzt werden, wie denen der kleinen Konzert-Reihe LA SERATA CAMILLO – EIN ABEND VOLLER GENUSS im Hause des Grafen Marcolini.