Die 48 Stunden Neukölln sind eine Plattform für die Präsentation von künstlerischen Projekten aller Kunstsparten. Sie fördern und fordern Kunst, die etwas zu sagen hat und ihr Statement zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen abgibt. Die 48 Stunden binden möglichst alle Bevölkerungsgruppen ein – unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft und sozialer Stellung. In den 48 Stunden Neukölln stellt Kunst ihr Potenzial als Katalysator und Kommunikator unter Beweis. Diskursive, partizipative und interdisziplinäre Ansätze stehen dabei deutlich im Fokus unseres Festivals, die relevante und erhellende Reflexionen und Betrachtungen unserer Gesellschaft liefern. Mit dieser breiten Basis an künstlerischen Ausdrucksformen öffnet sich das Festival für das Zeitgenössische und Politische in der Kunst.
Neukölln ist ein weltoffener Kulturschauplatz, der sich während der 48 Stunden zu unserem künstlerischen Labor verwandelt. In und für Neukölln entstehen Kunstprojekte, die ihre Inspiration unter anderem aus den Lebensrealitäten in Berlin-Neukölln, der vorhandenen Diversität und besonderen Demographie beziehen. Experimentelle Entwicklungsprozesse und kreative Diskurse sollen dabei ohne Vorbehalte verwirklicht werden, da sie den Innovationscharakter des Festivals stärken. Die hier entstehenden künstlerischen Arbeiten wirken jedoch als Impulse weit über Berlin-Neukölln hinaus und beziehen Stellung zu gesamtgesellschaftlichen Themen und stehen im Austausch mit der internationalen Kunstszene. In den 15 Jahren seines Bestehens hat sich das Festival mit seinem Modellcharakter als eine starke Marke etabliert. 48 Stunden Neukölln bildet mit seinen Akteuren eine breite heterogene freie Kunstszene ab.
Die Besonderheit der 48 Stunden Neukölln ist es, dezentral zu agieren und neben etablierten, professionellen Kunstorten immer wieder neue, ungewöhnliche und abseitige Orte, aber vor allem den öffentlichen Raum für künstlerische Arbeiten zu erobern, zu entdecken und zu bespielen. Die Projekte ermöglichen es den BesucherInnen, die unterschiedlichen sozialen und kulturellen Räume dieses aufregenden Bezirks immer wieder neu wahrzunehmen. Dies macht die besondere Anziehungskraft des Festivals aus, das jährlich von mehr als 70.000 BesucherInnen aus Berlin, ganz Deutschland und über 40 weiteren Ländern besucht wird.
Das Festival basiert auf der gemeinsamen Initiative und Teilhabe von KünstlerInnen, BesucherInnen und Anwohnerschaft. Das ehrenamtliche Engagement und die Bereitschaft zur spartenübergreifenden Kooperation sind die Basis für das Fortbestehen des Festivals. Daraus resultierende Netzwerke zwischen KünstlerInnen und den lokalen Institutionen sind eine wichtige Grundlage für den Erfolg der Gesamtveranstaltung. Daher werden die inhaltlichen und strukturellen Weichenstellungen der 48 Stunden Neukölln jedes Jahr in einem auf den Erfahrungen des Vorjahres aufbauenden, basisorientierten Entscheidungsprozess entwickelt.