Die Kammersymphonie Berlin wurde 1990 von Mitgliedern des Berliner Sinfonie-Orchesters (heute: Konzerthausorchester), der Staatskapelle Berlin und Musikern der Orchester der Komischen und der Deutschen Oper gegründet und gab im Januar 1991 ihr erstes Konzert. Unter seinem Künstlerischen Leiter Jürgen Bruns machte sich das Ensemble neben dem klassischen Repertoire hochrangige, aber wenig gespielte Orchestermusik zum Anliegen. Im Mittelpunkt stehen Werke der Klassischen Moderne und die verfemte Musik des frühen 20. Jahrhunderts.
Die Kammersymphonie Berlin hat mit namhaften Komponisten wie Alfred Schnittke und Jean Françaix zusammengearbeitet und brachte u.a. Werke von Schreker, Glasunow und Milhaud zur deutschen Erstaufführung. Uraufführungen zeitgenössischer Musik (u.a. von Detlef Glanert) gehören ebenso zum Programm wie die musikalische Gestaltung von Theaterproduktionen (u.a. von Peter Zadek) und Konzertabende mit Tanz (mit Gregor Seyffert) und Literatur.
Die Kammersymphonie Berlin ist regelmäßiger Gast im Konzerthaus Berlin und in der Berliner Philharmonie sowie bei europäischen Musikfestspielen wie Ravello (Italien), Dresden, dem Kurt-Weill-Fest Dessau mit Musical- und Opernproduk-tionen und dem Festival International de Musique de Sion-Valais (Schweiz).
Mit Ersteinspielungen von Franz Schreker und Ernst Toch legte die Kammer-symphonie Berlin 1998 ihr CD-Debüt vor. 2002 folgten Kurt Weill und Ersteinspie-lungen von Berthold Goldschmidt und Roberto Gerhard. 2003 erschien ein Dokumentation von Komponistinnen der Beethovenzeit, 2004 eine CD mit dem Bariton Rein Alexander (Sony Norway, in Norwegen mit Platin geehrt) und ein Mitschnitt vom Berliner Festival „Polen im Herzen“ (2004). 2006 veröffentlichte die Kammersymphonie Berlin Werke von Gerhard Frommel (Deutsche Grammophon), 2007 Märchenmusiken mit Corinna Harfouch als Sprecherin (Capriccio) und 2008 Werke von Kurt Hessenberg und Lars-Erik Larsson (Deutsche Grammophon). Im letzten Jahr erschien ein Mitschnitt einer Auf-führung, die 1996 im Konzerthaus das Publikum begeisterte: Richard Strauss’
Der Bürger als Edelmann, vorgetragen im Wechsel mit Molières Drama von den Schauspielern Eberhard Esche und Dieter Mann.
Die Kammersymphonie Berlin erhielt mehrfach Förderpreise der Ernst von Siemens Musikstiftung und 2002 gemeinsam mit dem Künstlerischen Leiter Jürgens Bruns den Förderpreis Musik der Musikakademie Rheinsberg und des Landes Brandenburg.