Johannes P Osterhoff ist nicht Medien-, sondern Interface-Künstler. Seit die abgerundeten Windows-Buttons wieder eckigen weichen mussten, hat er ein waches Auge auf die Mensch-Maschine-Schnittstellen aktueller Betriebsysteme, Smartphones und Gadgets. Er hat den virtuellen Submit-Button von Windows nachgebaut und in den realen Raum übertragen (2003), seine Bilderserie "Aqua" setzte sich nur aus Icons und Scrollbars des Apple Betriebsystems zusammen (seit 2005), deren Gegenstück brachte die iconische Überbevölkerung von Windows auf den Punkt, seine Arbeit "Defence" dessen visuelle Darstellung von Sicherheit. Aktuelle Arbeiten wie das Berliner iPad-Ad-Busting "Freedom from Porn" oder das iPhone-Spiel "Tell 2.0" sind künstlerische Statements zum Interface geschlossener Platformen.
Osterhoffs Projekte wurden auf internationalen Festivals, Messen und Galerien gezeigt. Er lebt in Berlin, arbeitet an einem Informatikinstitut und unterrichtet an Kunstakademien.
Seit dem 1. Januar 2011, veröffentlicht Osterhoff seine Suchanfragen mit Google in einer einjährigen Online-Performance.