Die ISCC-Zertifizierung
ISCC (International Sustainability and Carbon Certification) ist ein internationales, staatlich geprüftes und praxiserprobtes Zertifizierungssystem für nachhaltige Biomasse und Bioenergie (Kraftstoff und Strom), das von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Januar 2010 und der Europäischen Kommission im Juli 2011 anerkannt wurde. Damit ist ISCC weltweit zum Nachweis der Nachhaltigkeit für Biokraftstoffe und Biostrom zugelassen. Außerdem kann ISCC für Nahrungs- und Futtermittel sowie für Anwendungen in der chemischen Industrie verwendet werden. ISCC hat ein transparentes und praxiserprobtes Verfahren entwickelt, um die nachhaltige Bewirtschaftung von Flächen und den Schutz des natürlichen Lebensraums, Mindesteinsparungen bei Treibhausgas-Emissionen und ökologische und soziale Standards bei der landwirtschaftlichen Produktion zu gewährleisten. Bislang nutzen weltweit rund 700 Unternehmen in 45 Ländern ISCC. Die Zertifizierung erfolgt durch unabhängige Auditoren von anerkannten Zertifizierungsstellen. ISCC wurde in einem offenen Prozess mit Verbänden, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Nichtregierungsorganisationen entwickelt. Zu den Mitgliedern des ISCC Vereins gehören Unternehmen wie ADM, Cargill, Bunge, BASF, Bayer, Petrobas und Danone, Verbände wie der Bundesverband Bioenergie, das Canola Council of Canda, Forschungsinstitutionen und Nichtregierungsorganisationen wie das Institut für Weltwirtschaft und der WWF.