Ray Charles, Lionel Hampton, Miles Davis, Branford Marsalis, Al Jarreau ... Wer in den letzten knapp 30 Jahren im Jazz etwas bedeutete, war auch Gast bei den Ingolstädter Jazztagen.
Bereits 1984 wurde das Festival ins Leben gerufen. Die Philosophie des Oberbayerischen Kultur-Spektakels in der Donau-Stadt blieb über die Jahre hinweg die gleiche – man wollte seinen Gästen ein weltoffenes, experimentierfreudiges sowie qualitativ hochwertiges Programm bieten. Ähnlich wie bei den Festivals in Montreux oder Den Haag nehmen es die Veranstalter mit dem Begriff „Jazz’“ nicht dogmatisch genau. Der Spaß am Sound und Groove ist bei den Ingolstädter Jazztagen jedenfalls in jedem Jahr wichtiger, als hochkultureller Anspruch. Von dieser Denkweise profitieren auch die verschiedenen Club-Konzerte. Hier sind Genre-Weltstars im intimen Rahmen hautnah zu erleben. Wie gut diese unmittelbare Nähe zum Publikum auch bei den Musikern ankommt, machte Herbie Hancock nach seiner Show in 2008 deutlich: „Das hat enorm Spaß gemacht, hierher komme ich immer wieder.“
Neben den Konzerten in Clubs, Hotels und im Stadttheater hat sich das Kulturamt der Stadt Ingolstadt als Veranstalter auch die Nachwuchsförderung auf seine Fahnen geschrieben. Mit Reihen wie „Jazz für Schulen“, „Jazz for Kids“ oder dem jährlich verliehenen Jazzförderpreis leistet es aktive Talentförderung.
Die Ingolstädter Jazztage finden alljährlich im Oktober und November statt.