1872 gründete Anton Hochstein den Gasthof, der schon damals mit einem Kolonialwarenladen verbunden war. Aus dieser Zeit besteht schon eine Zusammenarbeit mit der Brauerei Veltins – da kostete ein 100 Liter Fass noch 18 Reichsmark. Sein ältester Sohn, Anton Hochstein erbte den Betrieb und eröffnete 1893 zusätzlich eine Bäckerei, nachdem er seine Meisterprüfung als Bäcker bestanden hatte. Später kam noch ein Café hinzu, das seit 1971 das einzige Café mit eigener Konditorei im Luftkurort Wenholthausen ist. Nach vielen An- und Umbauten entstand das heutige 3 Sterne-Hotel mit 17 komfortablen und geschmackvoll ausgestatteten Gästezimmern sowie Saunabereich, Frühstücks- und Tagungsraum. Herzstücke des Hauses sind noch immer die gemütliche und durch RTL noch berühmter gewordene „Kleine Kneipe“ mit der legendären Theke und dem urigen Stübchen sowie das mediterran anmutende Restaurant, in dem Thomas Hochstein seine Gäste im kulinarischen Spannungsfeld zwischen Hummer und Hausmannskost verwöhnt. Er sammelte Erfahrungen in erstklassigen Häusern wie Landhotel Schütte in Oberkirchen, Jörg Müller auf Sylt, Romantikhotel Obere Linde im Schwarzwald, Restaurant Goldene Kugel in Kronberg Taunus und bei Dieter Müller, der damals im Schloss Lehrbach 3 Michelin-Sterne erkochte. Mit seiner daraus entwickelten Küchenleistung ist Thomas Hochstein ein echter Geheimtipp im Sauerland. Im Service steht ihm dabei Bruder Jörg zur Seite, der ebenfalls im Landhotel Schütte seine Ausbildung zum Restaurant-Fachmann absolvierte und im Sterne-Restaurant von Jörg Müller anspruchsvolle Gäste bediente, bevor er in den elterlichen Betrieb zurückkehrte. Ehefrau Brigitte kümmert sich um den Hotelbetrieb und die heutzutage unerlässliche Vermarktung des Hauses. Vater Hubert ist noch immer eine Institution hinter der Theke, kennt die meisten Gäste seit vielen Jahren und freut sich, sie persönlich zu begrüßen. Mutter Gabi ist bis heute eine wichtige Stütze in der Küche und selbst Oma Sefa schaut mit ihren 96 Jahren noch immer nach dem Rechten und unterhält die Gäste mit deutschen und holländischen Gedichten, die sie immer noch fließend aufsagen kann. Sicher ist es auch die fröhliche Gastlichkeit im Hause, die wie ein Magnet auf die vielen Stammgäste wirkt. Gemütlichkeit ist garantiert im Hotel Hochstein.
Im Jahre 1872 empfing das Haus Hochstein seine ersten Gäste. Damit ist es älter als Mercedes und wurde noch vor der Erfindung des Grammophons eröffnet.