openPR Recherche & Suche
Pressearchiv

GiSA Gilde Soziale Arbeit

GiSA Gilde Soziale Arbeit

Jahrestagung der Gilde Soziale Arbeit e.V.Die Umwertung des Sozialen oder die Entpflichtung der GesellschaftDie aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen werden in der öffentlichen und politischen Diskussion als scheinbar alternativlose Folgen der Modernisierung und Globalisierung industrieller Ge-sellschaften begründet. Diese Prozesse führen zu einer Verarmung des Staates und zunehmender Handlungsunfähigkeit staatlicher Systeme.Das hat zur Folge, dass die unterschiedlichen staatlichen Bereiche, ihre Aufgaben bei der Bildung, Sozialen Absicherung und Sicherstellung einer lebensbestimmenden Infrastruktur immer weniger erfüllen können.Die gegenwärtigen Argumentationslinien fast aller politischen Parteien aber auch des überwiegenden Teils der Presse suggerieren, dass in unserer Gesellschaft die bisher Wert geschätzten und rechtlich abgesicherten Formen sozialer Solidarität und so-zialstaatlicher Absicherungen nicht mehr zeitgemäß und damit nicht mehr aufrecht zu erhalten sind. Die Loslösung vom bisherigen Verständnis sozialstaatlicher Pflichten führt zu einer Entpflich-tung staatlicher Organe und Sozialversicherungssysteme und der Gesellschaft insgesamt. Gleichzeitig findet offen eine Umwertung des Sozialen statt.Soziale Arbeit und insbesondere die Jugendhilfe erleben auf allen Ebenen die unmittelbaren Folgen der Verschlechterung der Lebensbedingungen eines immer größer werdenden Teils der Bevölkerung. Besonders betroffen sind Kinder, Jugendliche und Familien.Das Heranwachsen wird erschwert durch den Abbau von sozialer Infrastruktur, Einrichtungen, Diensten und die Infragestellung von Rechtsansprüchen. Mit der Auflösung oder Beschneidung bisheriger Hilfesysteme als Folge der Entpflichtung der Gesellschaft werden der Jugendhilfe zu-nehmend die Grundlagen für zukunftsorientierte sozialpädagogische Unterstützungsarbeit entzo-gen.Politische und ökonomische Entwicklungen folgen keinen Naturgesetzen, sondern sind gestaltbar. Soziale Arbeit ist daher aufgefordert, sich aktiv und mitgestaltend an der Diskussion um die Bedeutung des Sozialen zu beteiligen und daraus die eigene fachliche Weiterentwicklung zu betreiben.Während der Tagung sollen - auch mit Persönlichkeiten außerhalb der Sozialen Arbeit - Konsequenzen des Sozialabbaus diskutiert, Strategien und Projekte gegen die Entsolidarisierung vorgestellt und geprüft sowie Folgerungen und Forderungen formuliert werden.

Über das Unternehmen

u.a. mitChristian von Wolffersdorff, Prof. Dr.; Prof. für Sozialpädagogik an der Universität LeipzigChristoph Butterwege, Prof. Dr.; Institut für Politikwissenschaften an der Universität KölnIla Brix-Leusmann, Fachbereichsleiterin Soziales bei der Stadt WeselMichael Gauselmann, Unternehmensgruppe Gauselmann in EspelkampUllrich Gintzel, Professor für Sozialpädagogik an der Ev. Hochschule für Soziale Arbeit Dresden (FH)Dr. Kathrin Macke; Sprecherin Gilde Soziale Arbeit e.V.Aus der Praxis: MitarbeiterInnen des Beginnen - Projektes, MitarbeiterInnen der Herzogsägmühle, MitarbeiterInnen der Baugenossenschaft „Freie Scholle“ u.w.Weitere Informationen und Einladung:www.gilde-soziale-arbeit.de

Aktuelle Pressemitteilungen von GiSA Gilde Soziale Arbeit
1
Sie lesen gerade: GiSA Gilde Soziale Arbeit Presse – Pressemitteilung