Die Forschungsbrauerei in München-Perlach wurde 1930 von Gottfried Jakob gegründet, nachdem er über 25 Jahre lang in der brautechnischen Betriebskontrolle tätig gewesen war. Sein Ziel war es, neue Biersorten und Brauverfahren zu erforschen – mit großem Erfolg: Über 50 Patente gehen auf seine Arbeit zurück.
Doch Jakob war überzeugt, dass Bier nicht allein von Fachleuten beurteilt werden sollte. Deshalb schuf er 1936 mit dem Bräustüberl eine „Prüfstelle“, in der das Urteil der Gäste entscheidend war. In seinen Worten vom 27. Mai 1938:
„Das fertige Produkt muss vom Konsumenten, d.h. vom Biertrinker beurteilt werden; sein Urteil ist ganz allein maßgebend. Wir brauen nur, um allen Mitmenschen im Bier ein Labsal zur körperlichen und seelischen Kräftigung zu schaffen.“
Mit viel Hingabe ließ Jakob das Bräustüberl ausstatten – unter anderem durch Holzfresken des Kunstmalers W. Erlacher, die Märchenmotive wie „Das Schlaraffenland“ und „Tischlein deck dich“ darstellen. Viele dieser Originalarbeiten sind bis heute erhalten, ebenso wie das ursprüngliche Logo der Forschungsbrauerei, dessen Eule noch immer das Eingangsschild ziert.

