Anne Kammermeier beschäftigt sich in ihrer Malerei mit seelischen Zuständen und versucht sie malerisch fürs Auge sichtbar zu machen. Ihre einfühlsamen Porträts sind geprägt von dem Wechselspiel aus zufälliger, intuitiv-expressiver und naturalistisch-abbildender Darstellungsweise. So wird das Modell zur Projektionsfläche und spiegelt nicht nur seine eigenen Gefühle, sondern auch die der Malerin und des Betrachters wider.
Marilyn de Polignacs Fotografien dagegen kreieren und erzählen Geschichten bekannter Charaktere. Von besonderem Interesse ist dabei die Rolle der Frau in der Gesellschaft, gestern und heute, sowie die Frage: „Was wäre wenn?“ Ihre Bilder erinnern – ohne erhobenen Zeigefinder – an die, in der aufgeklärten Gesellschaft fast in Vergessenheit geratene Unterrepräsentation der Frau innerhalb der Geschichtsschreibung.