Die Deutschen Philharmoniker unter der Künstlerischen Leitung von Paulus Christmann führen Musikerinnen und Musiker führender deutscher Sinfonie-Orchester (sog. A-Plus-Orchester) und Musikprofessoren zu intensiven Proben- und Konzertphasen zusammen. Der künstlerische Schwerpunkt liegt in der Interpretation romantischer Orchesterwerke vor dem Hintergrund der Vielfalt an National- und Regionalstilen im 19. Jahrhundert. In der wenig vernetzten Musikwelt des 19. Jahrhunderts spielten diese nationalen Stile und regionalen Gepflogenheiten und Traditionen nicht nur eine entscheidende Rolle, sie unterschieden sich auch ganz erheblich. Ein Komponist der romantischen Epoche in Leipzig rechnete also mit einem anderen Orchesterklang und anderen Spieltraditionen als ein Komponist beispielsweise in Wien oder gar in Paris, London, Neapel oder Venedig. Die Konzeption der Deutschen Philharmoniker basiert darauf, diese spezifischen nationalen Klangcharakteristika und gewachsenen regionalen Spieltraditionen in das Zentrum der Orchesterarbeit zu rücken und sie für das Publikum erlebbar zu machen. Von besonderer Bedeutung sind hierbei die Differenzierung der historischen Orchester-Sitzordnungen sowie die sich stark unterscheidenden Intonationsmodelle. Als international besetztes Ensemble zeigen die Deutschen Philharmoniker ferner auf, dass der internationale Austausch eine wertvolle künstlerische Befruchtung darstellt und gerade nicht zu einem Einheitsklang in der Orchesterlandschaft führen muss.
Die Deutschen Philharmoniker verlegen in diesem Jahr ihren Sitz von Berlin nach Bad Homburg v. d. Höhe und werden das kulturelle Leben in der Rhein-Main-Region bereichern, u. a. durch ihr interaktives Education-Programm sowie ihre Orchester-Akademie.