Die Städte in den verschiedenen Ländern waren und sind für Gert Hof wie Textbücher von Shakespeare oder Schiller. Seine Aufgabe als Regisseur ist es die Worte in Vorgänge und Bilder zu übersetzen, Spannung zu definieren, Wirkungen zu kalkulieren – zu zaubern. Das Fundament für seine Inszenierungen am Himmel blieb die alte „Hamburgische Dramaturgie“ (1769) von Lessing.
Schon sehr früh im Theater waren seine Themen in der Kunst die Grenzbereiche, die Tabuzonen, die Kompromisslosigkeit. Von Anfang an verweigerte er sich dem begrenzten und mittelmäßigen Horizont und wählte für sich ein anderes Instrumentarium. Es ging und geht ihm nicht um neue Visionen, sondern um eine neue Realität im Zentrum des Himmels.
Der Millennium Event in Berlin war die Uraufführung und die Geburt einer neuen Ästhetik und Philosophie eines multimedialen megaoutdoor Events. Die Idee, Konzeption, Ästhetik und Philosophie ist das Resultat der zwanzigjährigen Erfahrung und Arbeit Gert Hofs als Regisseur. Erstmals wurde mit dem größten Lichtequipment der Welt von 250 Großraum-Scheinwerfern, die eine Reichweite bis 70 Kilometern haben, ein Megaevent inszeniert. Die Scheinwerfer wurden dafür in Italien von der Firma Space Cannon produziert. Die Megaevents verstehen sich als ein einmaliges Gesamtkunstwerk im doppelten Sinne. Zum einen verschmelzen zahlreiche Kunstgenres: verschiedene Musikkulturen, Feuerkunst, Pyroart, Theaterkunst, Lichtkunst, Ballonkunst, Neonkunst, Architektur und Laser zu einem einzigartigen choreographierten Großraumgemälde, zu einem Ganzen; zum anderen stehen dem gegenüber Tradition, Natur, Geschichte und Musik des jeweiligen Landes, wie Architektur des Ortes in welchem der Event stattfindet. Das Einmalige dieser multimedialen Events ist der Einsatz und die Kombination der verschiedenen Künste, die Highend –Technik, dass weltweit größte Lichtequipment und die Regiekunst. Hof integriert diese Komponenten zu einem monumentalen Gesamtkunstwerk. Jeder seiner Events definiert sich durch ein anderes Erscheinungsbild, eine andere Vision und eine andere Musik, entsprechend dem Land und der Kultur, wo der Event stattfindet, es sind Unikate.
Die Weltpremiere dieser Megaevents war der Millennium Event in Berlin an der Siegessäule und der Millennium Event in Athen auf der Akropolis. Hof wurde die große Ehre zu Teil der erste Künstler in der neugriechischen Geschichte zu sein, der auf der Akropolis einen Megaevent inszenieren darf. Es folgte der Millennium Event 1000 JAHRE Ungarn in Budapest und der China Millennium Event in Peking.
Die Millenniumsinszenierung in Peking war der Aufbruch in eine andere Welt. Als erster ausländischer Künstler hatte Hof das Privileg einen Staatsakt in China zu inszenieren – die Einweihung des „ China Millennium Monument “ mit einer Liveschaltung an 140 TV-Stationen, weltweit.
Hof war somit der erste Künstler der Welt, der vier Millennium Events in einem Jahr inszeniert hat.
Das Lichtschiff war auf große Fahrt gebracht.
Es folgten überragende Herausforderungen auf der ganzen Welt. Der Rote Platz in Moskau, der Event für Donald Trump in Atlantic City, der Megaevent in Malta und Berlin zur EU-Osterweiterung, den Live 1,7 Milliarden Menschen an den TV-Geräten in der ganzen Welt verfolgen konnten. Eines seiner letzten Events und mit das außergewöhnlichste, war das 35-jährige Thronjubiläum des Sultans von Oman.
Einer seiner letzten großen Events im April 2007 (Hamburg), anlässlich der Taufe des Kreuzfahrtschiffes Aidadiva, sorgte weltweit für Aufsehen und setzte nicht nur im Outdoor- Event- Bereich, sondern auch medial neue Maßstäbe.
Im Juli 2008 illuminierte Gert Hof vor 1.6 Millionen technobegeisterten Anhängern die Loveparade in Dortmund.
Gert Hof erfindet Geschichten aus Licht und Feuer, die man hoch am Himmel erzählen kann. Er schafft ein Theater im unerreichbaren Universum, eine Bühne für Hunderttausende von Menschen, fern jeglichen Mittelmaßes und jeglicher Mauern, eine Schule des Staunens.