Das Bremer Barockorchester
Das 2015 gegründete „Bremer Barockorchester“ gab im März diesen Jahres sein gefeiertes Debüt und bespielt nun vier Mal im Jahr den Raum der Bremer Alte Musik Szene mit Orchestermusik des Barock und der Klassik. Das Besondere: Die Musiker sind jung und dennoch bereits erfahrene Spezialisten der sogenannten historischen Aufführungspraxis, ausgebildet an den renommiertesten Instituten Europas, wie der Akademie für Alte Musik Bremen, der Schola Cantorum Basiliensis oder dem Royal Conservatory Den Haag.
Gespielt wird ausschließlich auf Kopien historischer Instrumente, denn nur so kann die barocke Orchestermusik in ihrer originalen Schönheit erklingen, ihre einzigartige Wirkung entfalten. Obwohl die sog. „Alte Musik“ seit Jahrzehnten an Popularität gewinnt, ist das Spiel auf historischen Instrumenten noch lange nicht Standard. Hierzu gehören darüber hinaus fundierte Kenntnisse des Repertoires und der Spielart. Wie wunderbar frisch und aktuell die Musik der Barockzeit ist, möchte das „Bremer Barockorchester“ dem Publikum nun zeigen, indem es genau diese Anforderungen der Musik erfüllt. Zusätzlich vereinen die jungen Künstler das alles mit ihrer immensen Spielfreude und lassen so einen vitalen und wendigen Orchesterklang entstehen.
In der Programmauswahl bezieht der künstlerische Leiter und Cellist Néstor Fabián Cortés Garzón sowohl bekannte Meisterwerke von Komponisten wie Bach und Händel mit ein, geht aber auch auf die hierzulande unbekannteren und sehr selten aufgeführten Werke, beispielsweise des französischen Barock, ein. Solche Konzerte fanden früher ausschließlich auf Festivals in Brüssel, Köln, Paris, etc. statt, doch die Bremer Alte Musik Szene ist ganz besonders; Im norddeutschen Raum in dieser Ausprägung einzigartig, besitzt sie zudem ein außergewöhnlich neugieriges Publikum.
Daher geht das Bremer Barockorchester nun den Schritt, hier eine eigens für die Hansestadt konzipierte Konzertreihe zu etablieren. Zur Ergänzung der Regelbesetzung des Orchesters werden für die einzelnen Programme hochklassige Solisten von Weltrang eingeladen, die selten oder sogar noch nie in Bremen solistisch zu hören waren. Darunter waren in dieser Saison bereits die Violinisten Veronika Skuplik und Ryo Terakado, Stéphanie Paulet und Midori Seiler folgen noch in den kommenden Konzerten.