Die Lyrik des frühen europäischen Mittelalters ist die Schatztruhe, aus der sich Brandan bedient: Althochdeutsche Zaubersprüche, altenglische Rätsel, galizische Liebeslieder liefern die Inspiration für eine Musik, die „modern und doch zeitlos anspruchsvoll wirkt und sich vollkommen abseits ausgetretener Mittelalterpfade bewegt", wie eine Rezensentin einmal bemerkte.
Die Band verwebt dabei gekonnt Folk und Pop mit Einflüssen aus Jazz und Klassik: Da klingt ein lateinischer Hymnus in einer Saxophonimprovisation aus. Der Germanengott Wotan trabt zu den Klängen einer Bluegrass-Fiddle durch die nordischen Wälder. Und das berühmte Falkenlied des Minnedichters Der Kürenberger wandelt sich zur traurig-schönen Popballade.
Mit diesem Konzept gelang es Brandan, sich für das Mitteldeutschlandfinale von Creole, dem „deutschen Grammy“ für Weltmusik zu qualifizieren. Beiträge auf Deutschlandradio Kultur und Bayern 4 Klassik machten die Band einem breiteren Hörerkreis bekannt.
„Mehr als nur ein Geheimtipp!“, schrieb der Giessener Anzeiger nach dem Auftritt von Brandan beim internationalen Grimmich-Folkfestival. Doch noch ist die Band aus Leipzig eigentlich genau das: Ein echter Geheimtipp für Liebhaber anspruchsvoller Weltmusik.