Auf Initiative der Evangelischen Kirchengemeinde St.Petri-St.Marien soll am Urort Berlins, dort, wo die Geschichte der einstigen Doppelstadt Cölln/ Berlin im 13. Jh. begann, auf den wiederentdeckten Fundamenten der Petrikirchen unweit des Schlossplatzes ein neuer Sakralbau in einer zeitgenössischen Architektursprache entstehen: Ein einzigartiger und zukunftsweisender Sakralbau der Religionen Christentum, Judentum und Islam unter Einbeziehung der Stadtgesellschaft.
Vertreter der drei Religionsgemeinschaften wollen um auf dem Petriplatz ein in dieser Form völlig neuartiges Sakralgebäude konzipieren, bauen und gemeinschaftlich mit Leben füllen. In diesem „Bet- und Lehrhaus“ wollen die drei Religionsgemeinschaften unter einem Dach in ihren Traditionen beten und Gottesdienste feiern, zugleich soll der Dialog der Religionen, der von zunehmender gesellschaftlicher Bedeutung ist, transparent und öffentlich ins Zentrum der säkularen Stadt Berlin gestellt und in das Gespräch der politischen und kulturellen Akteure der Stadt eingebunden werden.
Es geht dabei sowohl um ein gegenseitiges ‚redliches Kennenlernen’, das Differenzen nicht überspielt, und um das Finden und Einüben neuer Formen der Gemeinschaft in vielen möglichen Facetten, als auch um ein Forum des Erinnerns an den Umgang der Religionen miteinander in der Geschichte dieser Stadt und des Landes.
Als Träger des Projekts gründeten im vergangenen Herbst die Jüdische Gemeinde Berlin, das Forum für Interkulturellen Dialog, die Evangelische Kirchengemeinde St. Petri – St. Marien und das Land Berlin den Verein „Bet- und Lehrhaus Petriplatz e.V.“.