Über den Berliner Polo Club e.V.
Der Berliner Polo Club wurde 1906 als einer der ersten deutschen Clubs gegründet. In den 20er Jahren Anziehungspunkt für die Bohéme, den Adel und Geldadel waren die Turniere in Karlshorst und später auf dem eigenen Platz in Frohnau gesellschaftliche Höhepunkte der Berliner Sommer.
Mit weit verzweigtem internationalen Netzwerk und vielen jüdischen Mitgliedern, wie die Verlegerfamilie Ullstein, war der Club den Nationalsozialisten ein Dorn im Auge und löste sich aufgrund des politischen Drucks bereits 1933 auf - drei Jahre bevor auf dem Berliner Maifeld zum letzten Mal ein olympisches Polo-Turnier gespielt wurde.
Die Maifeldturniere wurden nach Neugründung des Clubs in den 60er Jahren zusammen mit den Freunden der Britischen Armee wieder aufgelegt. Höhepunkte waren die erste Polo-Europameisterschaft 1987 sowie die erste Polo-Weltmeisterschaft auf deutschem Boden 1989, beide durch den Berliner Polo Club organisiert.
Seit 2007 hat der Club eine neue Heimstätte, direkt hinter den Toren Berlins, im wunderschönen Schönwalde auf dem Schlussgut, das auch rund 20 clubeigene Polo-Ponys ihr Zuhause nennen. Präsidentin des Berliner Polo Clubs ist seit 2002 Dr. med. Ingeborg Schwenger-Holst, Autorin des ersten modernen Polo-Lehrbuchs in deutscher Sprache „Let’s Polo“, 2010 beim Verlag Müller-Rüschlikon erschienen.
Vor allem mit der Jugendförderung macht sich der Berliner Polo Club einen Namen und veranstaltet jährlich seit 2003 das Polo-Jugendcamp für 30 polobegeisterte Kinder und Jugendliche aus aller Welt ab zehn Jahren. Unterstützt wird der Berliner Polo Club dabei von namhaften Trainern und Spielern aus Großbritannien, Argentinien, Brasilien und den USA - offizielle Camp-Sprache ist neben Deutsch auch Englisch.