Ann Schomburg wurde 1984 in Northeim geboren. Sie lebt und arbeitet in Berlin, Kassel und Hattorf am Harz. Seit 2005 studierte sie Bildende Kunst in den Klassen von Joel Baumann (Neue Medien), Urs Lüthi (Sein und Fiktion) und Bjørn Melhus (virtuelle Realitäten) an der Kunsthochschule Kassel, wo sie im April 2012 Ihr Studium mit Auszeichnung beendete. Im selben Jahr wurde sie zur Meisterschülerin von Urs Lüthi berufen.
Schomburgs Ursprünge liegen in der Politik, allerdings entschied sie sich, ihre gesellschaftlichen Beobachtungen und ironisch-pragmatischen Kommentare in einer künstlerischen Ausdrucksweise zu formulieren, dabei benutzt sie ihre eigene Person als Beispiel einer Lebenswirklichkeit. Ihre Recherche und Arbeitsweise ist vor allem auch durch internationale Workshops und Residencies geprägt; 2007-2009 hatte sie einen freien Forschungsaufenthalt in New York, 2008 einen Arbeitsaufenthalt in Taiwan, 2010 in Berlin, 2011 in China und in Tours, Frankreich. Der beständige Abgleich von den verschiedenen Reaktionen auf sie und ihre Kunst bilden hier einen relevanten Schwerpunkt.
Während ihres Studiums wurde Ann Schomburg 2011 für ihre Photoarbeit Northeim,sculptures. mit dem Kunstpreis des Unternehmensparks Kassel in der Kategorie beste studentische Arbeit, ausgezeichnet. 2012 wurde sie von der Leitung der Preview Berlin Artfair als Nachwuchstalent gefördert und für die Kunsthochschule Kassel als emerging Artist ausgestellt. Im gleichen Jahr reiste Schomburg mit einer Delegation von fünf deutschen KünstlerInnen auf Einladung der Tennessee State University nach Nashville, US. Dort präsentierte sie mit den anderenen deutschen VertreterInnen an den verschiedenen Kunsthochschulen ihr künstlerisches Werk. 2013 bekam Schomburg den Kassler Kunstpreis der Wofgang Zippel stiftung verliehen.