Alexander Graf Lambsdorff, stellvertretender Vorsitzender der FDP im Europaparlament und Amerika-Experte der Liberalen, fordert ein stäkeres Engagement sowohl der EU als auch der USA zur Wiederbelebung des transatlantischen Verhältnisses. Anlässlich der heutigen Vorstellung des Berichts von Rat und Kommission zu diesem Thema sagte der FDP-Politiker: "Wir brauchen eine neue Atlantik-Brücke". Nur gemeinsam könnten die westlichen Demokratien den Herausforderungen der Globalisierung begegnen. "Sicherheit, Demokratisierung und Armutsbekämpfung sind zu wichtig, als dass wir uns kleinliche Eifersüchteleien erlauben könnten", erklärte Lambsdorff.
Die Chancen für die Zusammenarbeit seien zur Zeit so günstig wie selten. US-Präsident Bush müsse in seiner zweiten Amtszeit weniger Rücksicht auf neokonservative Kräfte bei den Republikanern nehmen, die neue EU-Kommission könne unbelastet ihre Beziehungen nach Washington aufbauen. Lambsdorff mahnte daher, diese Gelegenheit zu nutzen: "Wenn Europa und Amerika an einem Strang ziehen, können wir fast alles erreichen, wenn wir einander blockieren, werden wir nichts erreichen."
Die Erklärung von Rat und Kommission weise daher in die richtige Richtung. Nun komme es nach Einschätzung des Amerika-Experten darauf an, die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik tatsächlich mit Leben zu füllen. Lambsdorff abschließend: "Reden ist Silber - Handeln ist Gold".