Kapitalmarktforscher Stehle sieht das anders. Gerade weil die Börse in der Vergangenheit schon Kriege, Hyperinflation und Währungsreformen erlebte - und Aktien langfristig dennoch besser abschnitten als Anleihen -, könne man daraus auch auf die Zukunft schließen, meint der Wissenschaftler.
Was man allerdings nicht vergessen darf: Die Rendite des Gesamtvermögens von Kleinaktionären entwickelt sich in der Regel doch schlechter als der Index. Termingelder, Rentenpapiere und Immobilien, die jeder Anleger braucht, um das Risiko zu streuen, lassen den Wertzuwachs schrumpfen.
Wunder darf man auch von Aktien nicht erwarten. "Schnellen Reichtum", sagt Gottfried Heller, Chef der Fiduka-Vermögensverwaltung und Weggefährte des verstorbenen Börsengurus André Kostolany, "gibt es nur im Märchen." Es hat eben Gründe, warum wir nicht alle Millionäre sind.
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