(openPR) „Leitkultur im Unternehmen“: Club der Industrie Ulm/Neu-Ulm, beCeo – The Global Shift KG und Wirtschaftsjunioren Ulm/Neu-Ulm im Dialog mit Dr. Florian Langenscheidt
Tugenden wie Menschlichkeit, soziale Verantwortung oder Umweltbewusstsein gehören in den mittelständischen Unternehmen der Region offenbar zu den obersten Prinzipien. Das bewies ein Abend unter dem Motto „Leitkultur im Unternehmen“, den der Club der Industrie Ulm/Neu-Ulm gemeinsam mit beCeo The Global Shift KG sowie den Wirtschaftsjunioren Ulm/Neu-Ulm nun veranstaltete.
Im voll besetzten Businessclub der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena wurde schnell deutlich, wie mittelständische Unternehmen, auch aus der Region, ihre eigenen Werte definieren und aktiv umsetzen. Anschaulich berichtete davon Gastreferent Dr. Florian Langenscheidt, Verleger, Autor, Redner und seit Jahrzehnten in verschiedensten Bereichen sozial engagiert. Er rief nicht nur das segensreiche Wirken traditionsreicher deutscher Familienunternehmen wie Hipp, Deichmann oder Otto in Erinnerung, sondern berichtete auch aus der eigenen Historie: unter anderem von seinen Erfahrungen mit erfolgreichem Fundraising für Regenwälder in den 80er Jahren. Oder von der Gründung seines Kinderhilfswerks „Children for a better world“, das mittlerweile mehr als 35 Millionen Euro an Spendengeldern für Kinder umgesetzt hat. „Wir tun am meisten für unser Glück, wenn wir auch das Glück der anderen im Blick haben“, diesen Schluss hat Langenscheidt aus seinem Engagement gezogen – und meinte damit auch das Unternehmertum.
Mittelstand setzt auf aktive Umsetzung von Werten
Wie Betriebe aus der Region ihre Werte definieren und in der Unternehmenskultur umsetzen, machte die Podiumsdiskussion deutlich, die neben Langenscheidt vier weitere Teilnehmer bestritten: Unternehmer Gerd Stiefel, gleichzeitig Vorsitzender des Clubs der Industrie, Matthias Tries, Geschäftsleiter des gleichnamigen Hydraulik-Anbieters aus Ehingen sowie Mitglied der Wirtschaftsjunioren, Birgit Bilger als Initiatorin und geschäftsführende Gesellschafterin von beCeo – The Global Shift KG sowie Moderator David Rohde. Die Unternehmer waren sich einig, dass gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen Werte wie Menschlichkeit großschreiben, und sahen darin sogar eine besondere Qualität des deutschen Mittelstands.
Zur Verankerung ihrer Werte hat die Neu-Ulmer Stiefel GmbH ihre Prinzipien gemeinsam mit der Belegschaft in eine firmeneigene Leitkultur gegossen. Auch der Chef, betonte Gerd Stiefel, müsse sich an die abgemachten Regeln halten. Insgesamt sei diese Leitkultur für alle „ein großer Gewinn“, so Stiefel. Auch für den Ehinger Matthias Tries gehört ein „respektvoller Umgang miteinander und mit der Umwelt“ zu den Grundsätzen in seinem Unternehmen. Diese Haltung trage zu einem hervorragenden Betriebsklima im Hause bei. Er betonte: „Menschlichkeit macht Unternehmen erfolgreich.“
Auch für Birgit Bilger, die junge Talente im Bereich werteorientierte Persönlichkeitsentwicklung und Führungskultur ausbildet, gehören Sinnstiftung und ein wertschätzendes Miteinander auf Augenhöhe zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren jedes Unternehmens. „Nur dann sind Menschen auch dauerhaft leistungsbereit“, erklärte sie. Mit diesem Ziel macht sie junge Unternehmenstalente und Studierende, aber auch engagierte Studienabbrecher – so genannte Spurwechsler – fit für eine „Wirtschaft mit Verantwortung“. Insbesondere mittelständische Unternehmen profitieren in hohem Maße von einer werteorientierten Unternehmensführung, die sie für ambitionierte Fachkräfte attraktiv macht. „In diesem Sinne kann Werteorientierung zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden“, fasst Bilger zusammen.











