(openPR) Wie können Mitarbeiter lernen, die notwendige Handlungsfähigkeit für eine digitale Welt zu erlangen? Welche Weiterbildungen benötigen Unternehmen, damit ihre Mitarbeiter die notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erlangen, zu erweitern und zu erfahren?
Kompetenz
Kompetenz bezeichnet eine Eigenschaft eines Menschen, welche ihn in die Lage versetzt, in
gegebenen Situationen ein Handlungsziel aufgrund von Erfahrungen, Können und Wissen
zu erreichen. Kompetent sein heißt, Situationen angemessen zu meistern.
(Jörg Hutter, ).
Nach John Erpenbeck sind Kompetenzen „Dispositionen fur selbstorganisiertes Handeln“
Digitale Kompetenz ist eine der acht Schlüsselkompetenzen der EU
1. Muttersprachliche Kompetenz
2. Fremdsprachliche Kompetenz
3. Mathematische Kompetenz und grundlegende naturwissenschaftlich-technische Kompetenz
4. Computerkompetenz
5. Lernkompetenz
6. Soziale Kompetenz und Bürgerkompetenz
7. Eigeninitiative und unternehmerische Kompetenz
8. Kulturbewusstsein und kulturelle Ausdrucksfähigkeit
für das lebenslange Lernen. Diese Kompetenz besteht im sicheren und kritischen Umgang mit den gesamten digitalen Technologien, die für Information, Kommunikation und die Problemlösungsstrategien in allen Lebensbereichen genutzt werden.
In einer repräsentativen Umfrage unter 500 Unternehmen hat Bitkom herausgefunden, dass für die große Mehrheit der Befragten Weiterbildung rund um Digitalthemen wichtig ist.
Neun von zehn Unternehmen gehen davon aus, dass die Digitalkompetenz genauso wichtig wird, wie fachliche und soziale Kompetenz. Allerdings investieren laut dieser Umfrage nur wenig in Weiterbildung.
Wenn man sich mit Aus- und Weiterbildung beschäftigt, fällt es auf, dass es kaum Kompetenzkriterien für Digitale Kompetenzen in Unternehmen gibt.
Vielleicht fehlt Unternehmen Klarheit, welche Kompetenzen sie wirklich benötigen?
Oder agieren Unternehmen, welche die Notwendigkeit erkannt haben, weniger klassisch?
Müssen Unternehmen sich eher agilen Praktiken öffnen und digitale Kompetenzen bei Mitarbeitern unbewusst „on the job“ ausbilden?
Also was bedeutet das für die Berufsausbildung und Weiterbildung nun genau; was sollen Mitarbeiter für die Zukunft lernen?
1. Information und Wissen: Bewertung
Die Fähigkeit, eine sinnvolle Auswahl von Informationen zu treffen und die tiefere Bedeutung oder die Stichhaltigkeit von Informationen zu erfassen.
2. Soziale Intelligenz und Verständigung
Die Fähigkeit, sich mit anderen auf direkte und vertiefte Weise zu verständigen, Stimmungen und Reaktionen zu erfassen und zu fördern sowie Bedürfnisse zu erkennen.
3. Kritisches und flexibles Denken
Die Fähigkeit, durch selbstständige Denkleistung Lösungen und Antworten zu finden, die über das hinausgehen, was herkömmlich oder regelbestimmt ist.
4. Umgang mit kultureller und sozialer Heterogenität
Die Fähigkeit, sich in unterschiedlichen sozialen und kulturellen Situationen zu bewegen und die Sichtweisen und Denkmuster anderer zu akzeptieren.
5. Abstraktion und Modellbildung
Die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte und große Datenmengen in abstrakte Konzepte zu übersetzen sowie Modelle zu bilden und auszuwerten.
6. Nutzung digitaler Werkzeuge
Die Fähigkeit, digitale Werkzeuge und mediale Formen sowohl zu nutzen und sie für eine überzeugende Kommunikation einzusetzen als auch ihre Anwendung kritisch zu hinterfragen.
7. Rollenbilder privat, beruflich und öffentlich
Die Fähigkeit, seine eigene Person mit digitalen Medien angemessen darzustellen und die Darstellung anderer Personen kritisch zu hinterfragen.
8. Kreatives, produktives Denken
Die Fähigkeit, Ungewöhnliches zu denken und den eigenen Einfällen eine Chance zu geben.
9. Informelles und selbstbestimmtes Lernen
Die Fähigkeit, in schulischen und außerschulischen Kontexten eigenverantwortlich zu lernen.
10. Virtuelle Zusammenarbeit
Die Fähigkeit, ortsunabhängig in einem Team zusammenzuarbeiten.
Egal ob es darum geht etwas zu bewahren oder etwas zu verändern, digitale Kompetenz ist eine wichtige Voraussetzung dafür.
Zunehmend wird es wichtiger im Arbeitsprozess zu lernen, dazu müssen in Unternehmen entsprechende Infrastruktur und Fehlerkultur sowie geplante, geschäftsprozessorientierte Lernmöglichkeiten geschaffen werden. Sollen Mitarbeiter mit ihren eigenen Smartphones agieren oder legen Unternehmer fest, welche Plattformen zum Lernen in ihrem Unternehmen genutzt werden. Es ist deutlich, dass Aus- und Weiterbildung ein wichtiger Faktor auf dem Weg zum zukunftsfähigen Unternehmen ist. Hier haben Klein - und mittelständische Unternehmen echte Chancen, sich im Wettbewerb als wertvoller Arbeitgeber zu positionieren.
Das Förderfeld „Führung. Berufliche Entwicklung & Karriere bieten Ansatzpunkte um das Förderprogramm unternehmenswert: Mensch plus in Anspruch zu nehmen. KMUs haben die Möglichkeit digitale Innovationsprojekte durch eine autorisierte Prozessberaterin begleiten zu lassen. 80% der Beraterkosten werden vom BMAS erstattet.













