(openPR) Die Projektpartner des Interreg Europe-Projekts NMP-REG trafen sich am 24. Januar 2018 in Leuven, Belgien zu einem interregionalen Austausch über die Bedeutung und Herausforderungen des Technologietransfers von Nanotechnologien und neuen Materialien von der Wissenschaft in die Industrie. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem ERRIN-Netzwerk (European Regions Research and Innovation Network, https://www.errin.eu) organisiert und bot die Möglichkeit, mit einem interessierten internationalen Fachpublikum, darunter auch Vertreter der Europäischen Kommission, den Status quo und die Zielsetzungen der Regionalen Innovationsstrategien zur intelligenten Spezialisierung (RIS3) mit Fokus auf die Schlüsseltechnologien zu diskutieren.
RIS3 sind ein integraler Bestandteil der Kohäsionspolitik und Wachstumsstrategie der EU im Zeitraum 2014 – 2020 (http://s3platform.jrc.ec.europa.eu/home). Die EU hat im Rahmen ihrer Strategie Europa 2020 die Ziele eines intelligenten, nachhaltigen und integrativen Wachstums vorgegeben. Die regionalen Innovationsstrategien spielen dabei eine maßgebliche Rolle: Sie dienen dazu, Mittel aus den EU-Strukturprogrammen gezielter und auf Basis eines Spezialisierungsprofils der jeweiligen Region einzusetzen. Sie stellen somit eine geeignete Maßnahme dar, um die regionale Innovationsförderung strukturiert weiter zu entwickeln und die vorhandenen Kompetenzen einzelner Regionen besser zu bündeln. Darüber hinaus ist es ein Ziel der intelligenten Spezialisierung, durch interregionale Kooperationen Synergien zu nutzen, Wertschöpfungsketten zu stärken, grenzüberschreitende und branchenübergreifende Projekte sowie Investitionen anzustoßen, die einen Mehrwert für die industrielle Erneuerung liefern.
Vor dem Hintergrund des aktuellen RIS3 Mid-Term Review bekräftigten die Teilnehmer das große Potenzial der Schlüsseltechnologien, insbesondere auch der neuen Materialien für die industrielle Fertigung in ihren Regionen. Neue Werkstoffe tragen nachhaltig zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der produzierenden Unternehmen in Europa bei und müssen deshalb auch in Zukunft ein prioritäres Handlungsfeld regionaler Innovationsstrategien bleiben. Des Weiteren diskutierten die Teilnehmer mögliche Formen der interregionalen Kooperation und erarbeiteten Vorschläge für Verbundprojekte mit Fokus auf dem Einsatz von Nanotechnologien, neuen Werkstoffen und innovativer Produktionstechnik wie z.B. der additiven Fertigung in unterschiedlichen perspektivischen Anwendungsbereichen.
Das Interreg Europe-Projekt NMP-REG (Delivering Nanotechnologies, Advanced Materials and Production to Regional Manufacturing) startete am 1. April 2016 und hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Ziel von NMP-REG ist die Weiterentwicklung regionaler Förderinstrumente zur Unterstützung von Innovationsprozessen in wichtigen Feldern der Schlüsseltechnologien. Das Projektkonsortium umfasst sieben Partner aus den fünf europäischen Regionen Toskana/Italien, Flandern/Belgien, Norte/Portugal, Bukarest/Rumänien und Nordrhein-Westfalen. NRW ist im Konsortium durch den Cluster NMWP.NRW vertreten. NMP-REG wird mit Fördermitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt (www.interregeurope.de/nmp-reg/).













