(openPR) Meetings sind ja gut und schön, jedoch passieren überall die gleichen nervtötenden Dinge, die nur unnötig Zeit fressen.
1. Zuspätkommer
Es sind ja doch immer dieselben, die zu spät kommen. Manche kommen deshalb zu spät, damit sie Aufmerksamkeit bekommen, andere kommen ins Meeting zu spät, um zu zeigen, dass sie „wichtig“ sind. Das Meeting hat schon längst begonnen und ein Platz ist wie immer leer. „Dann warten wir noch einen Moment“, sagt der Teamleiter. Ich frage mich, weshalb alle bestraft werden zu warten, nur weil einer zu spät kommt? Derjenige, der zu spät kommt, wird dann auch mit „ins Boot geholt“, dass bedeutet, das Meeting beginnt von vorne. Ist es nicht besser, pünktlich mit dem Meeting anzufangen? Zuspätkommer können sich im Nachhinein informieren, was sie verpasst haben.
2. Vorstellungsrunde
Zwei neue Mitarbeiter sind zum ersten Mal mit dabei, da ist es natürlich üblich, erst mal mit einer Vorstellungsrunde anzufangen. Mal ehrlich: Wenn Sie fünfzehn Namen und Funktion gehört haben, bleibt das alles hängen? Können Sie sich nach dreißig Minuten noch an jeden einzelnen Namen und Gesicht erinnern?
Nichtsdestotrotz sollen sich erst mal alle vorstellen. Der eine fängt bei seiner Geburtsstadt an, der nächste hält ein Kurzreferat über seine Ausbildung und der nächste erzählt ausgiebig von seinen Kindern und Haustieren.
Wer sich diese Situationen einspart, hat ca. dreißig Minuten mehr Zeit, das Meeting mit wirklich sinnvollen Themen zu füllen. Denn in der Pause hat jeder ja auch die Möglichkeit zum Reden und kann sich dabei kurz vorstellen.
4. Immer vernetzt sein
„Ich muss mein Smartphone aufladen“, sagt ein Mitarbeiter. Sofort melden sich noch acht andere, deren Akku auch gleich leer ist. Alle Steckdosen sind besetzt. Nicht auszudenken: Wenn der Akku leer wird, dann könnte ja die Welt untergehen! Schauen die Menschen denn nicht vor dem Meeting auf ihr Gerät? Dann sieht man doch, wie voll der Akku ist.
5. Nur mal kurz telefonieren
Das Meeting hat begonnen, da brummt schon das erste Smartphone eines Mitarbeiters. Der Besitzer springt erschrocken auf und rennt wild gestikulierend raus. Irgendjemand sagte mal, dass es cool sei, seine Telefonate in Meetings zu legen. Jedenfalls fällt man auf, es wirkt „wichtig“. Blöd ist nur, dass es den ganzen Ablauf stört. Wenn der Telefonierer wieder zurückkommt, wird er meistens wieder ins Boot geholt. Ich finde: Eine unnötige Zeitverschwendung! Noch schlimmer ist es, gerade in kleinen Runden, wenn der Telefonierer auch noch Rechenschaft darüber ablegt, worum es im Telefonat ging.
6. Die üblichen To-Dos
Ich kenne niemanden, der sagt, dass ein Meeting anregend und interessant ist. Für viele ist eine solche Veranstaltung eher eine Einladung ein kleines Nickerchen zu machen. Wenn der Teamleiter sagt: „Abschließend …“, wachen die Mitarbeiter wieder auf. Sie packen schnell ihre Sachen zusammen und sind schon fast durch die Tür, da ertönt es energisch: „Eine Sache habe ich noch …“ Oh nein! Jetzt heißt es wieder: Sich hinsetzen und der monotonen Stimme weiter zuhören, wenn auch unter leisem Gestöhne. Das ist schon fast ein Gefühl, festgehalten zu werden.
Ein Meeting sollte immer pünktlich beendet werden. Wenn der Teamleiter zum Schluss kommt, sollte es auch der letzte Satz sein. Das ermutigt, motiviert und kommt viel besser bei den Mitarbeitern an.













