(openPR) DFF normiert Automotive-Messverfahren
Spezifische DFF-Prüfverfahren für internationale Normen anerkannt
Pforzheim, 01. Februar 2018. Das Deutsche Flachdisplay-Forum e. V. (DFF) hat mit seinen Mitgliedern Display Measurement Specifications und OEM Measurement Specifications ausgearbeitet und eingesetzt. Sie werden nun zusammen mit der „Society for Information Display (SID)“ und dem „International Committee for Display Metrology (ICDM)“ als internationale Quasi-Standards für eine weitergehende Implementierung diskutiert. Speziell im Automotive-Sektor, derzeit noch einer der wenigen Wachstumsbereiche für Displays, bestanden bislang zu viele unterschiedliche und unterschiedlich aussagekräftige Prüfverfahren, um die einheitliche Qualifikation der eigentlichen Anzeigen sowie deren weiterveredelten Baugruppen mit zusätzlichen Funktionen und Eigenschaften zu gewährleisten.
Von Navi im Armaturenbrett über Multimedia in der Nackenstütze bis Kamera im Rückspiegel: Displays für Automotive-Anwendungen finden vielfältige Einsatzgebiete. Das DFF hat daher kontinuierlich Prüfverfahren vorangetrieben, die Auto-Produzenten und deren Zulieferern entlang des gesamten Herstellungsprozesses einheitliche Qualifikationen der eingesetzten Displays gewährleisten. Nachdem Mitglieder aber auch Nichtmitglieder des DFF die Messverfahren infolge ihrer Aussagekraft bereits seit Längerem angewendet haben, werden diese Quasi-Standards nun auch von SID und ICDM aufgenommen und weiter integriert. Mittlerweile werden sogar ganze Messgeräteserien und Auswerte- beziehungsweise Analyse-Software-Pakete für diese Display Measurement Specifications - ebenfalls von DFF-Mitgliedern - produziert und international vertrieben.
Denn: Die Eignung der Displays lassen sich zwar durch diverse Messverfahren prüfen. Diese Messprozeduren waren respektive sind jedoch nicht standardisiert. Hersteller und Zulieferer arbeiten noch immer nach eigenen Vorstellungen. Das DFF hat daher als Moderator und gemeinsame Anlaufstelle derer, die Interesse an gemeinsamen Standards haben, Spezifikationen für Messprozeduren ausgearbeitet. Dazu kooperiert das Forum auch mit mehreren Tier-1-Automobilisten.
„Ziel ist es, die Prozeduren vergleichbar zu machen, da Autohersteller für ihre Zukaufteile gesonderte Displayspezifikation benötigen. Wird jedoch nicht eindeutig festgelegt, mit welcher Prozedur welcher Wert gemessen wurde, sind Angaben über die Eignung nicht verbindlich oder aussagekräftig. Damit können zahlreiche Probleme verbunden sein. Es kostet beispielsweise Zeit, um Displays gegebenenfalls anzupassen. Damit entstehen dann wiederum Kosten. Das Interesse ist entsprechend nicht nur unter unseren Mitgliedern groß, möglichst viele dieser Prozeduren entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu standardisieren“, sagt Prof. Karlheinz Blankenbach, Vorsitzender des DFF.











