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Digitale Zukunft: Uni Hildesheim sucht künftige Informatiklehrerinnen und Informatiklehrer

08.01.201812:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Die Debatte um die Fortschritte bei der Digitalisierung in Deutschland betrifft im Kern auch die Schulen – hier wird die nächste Generation ausgebildet. Doch Informatiklehrerinnen und Informatiklehrer fehlen. Die Universität Hildesheim bildet Informatiklehrerinnen und Informatiklehrer aus. Neben Programmieren und Datenbanken gehören auch Algorithmen und Datenstrukturen, Medieninformatik und Systemadministration zum Studium in Hildesheim.



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Die Universität Hildesheim bildet Informatiklehrerinnen und Informatiklehrer aus. „Was wir in Deutschland brauchen ist eine große Anzahl von Lehrern, die ihren Schülern zeigen, was hinter Computern steckt und wie wir mit der Welt der Informationen umgehen“, sagt der Informatiker Professor Klaus-Jürgen Förster.

Gemäß Statistischem Bundesamt waren im Studienjahr 2016/17 insgesamt weniger als 1500 Studierende in Deutschland in einem Lehramtstudiengang mit Informatik als erstem Fach eingeschrieben. „Es ist also mehr als überfällig das Lehramt Informatik auszubauen und massiv um Studierende für dieses Schulfach zu werben. Dies darf sich nicht nur auf das Lehramt an Gymnasien beziehen und somit etwa die Hälfte unserer Jugendlichen vernachlässigen“, sagt Professor Förster. Ohne durchgehende informatische Ausbildung werde sich die berufliche und persönliche Zukunftsperspektive erheblich verschlechtern, dennoch sei in Deutschland der rechtzeitige Aufbruch bisher versäumt worden. In einigen europäischen Nachbarländern, etwa in Großbritannien und in skandinavischen Ländern, gehören Informatik-Inhalte längst durchgehend zur schulischen Ausbildung. Programmieren (Coding) ist dort meist schon in der ersten Klasse verpflichtend vorgesehen.

Die Niedersächsische Landesregierung hat 2015 beschlossen das Fach Informatik künftig auch an Haupt- und Realschulen einzuführen und ab dem Studienjahr 2016/17 die Universitäten Hildesheim und Oldenburg beauftragt, das Lehramt Informatik an Haupt- und Realschulschulen in Niedersachsen einzurichten. Die Universität Hildesheim bietet das Lehramtsfach Informatik nicht nur für Studienanfängerinnen und Studienanfänger an, sondern auch als vollwertiges Drittfach für ausgebildete Lehrpersonen. Um dem großen Bedarf gerecht zu werden ist eine Einschreibung auch für Erstsemester sowohl im Wintersemester wie auch im Sommersemester möglich. Bewerbungen für das Sommersemester 2018 können noch bis zum 15. Januar 2018, in begründeten Ausnahmefällen auch später, eingereicht werden.

Neben Programmieren und Datenbanken gehören auch Algorithmen und Datenstrukturen, Medieninformatik und Systemadministration zum Studium in Hildesheim. Die Studierenden wählen Schwerpunkte wie Maschinelles Lernen, Softwareentwicklung, Robotik oder Wirtschaftsinformatik. Sie kombinieren die Theorie mit der Praxis und sind schon im ersten Studienjahr an Partnerschulen. Weitere fachdidaktische Praxisphasen folgen im Verlauf des Studiums.

Nicole Döpke gehört als ausgebildete Realschullehrerin mit den Fächern Mathematik und Technik zur ersten Generation der künftigen Informatiklehrerinnen und Informatiklehrer an Haupt- und Realschulen. Sie studiert seit Oktober 2016 an der Universität Hildesheim das Drittfach Informatik und möchte in der Zukunft Schülerinnen und Schüler im Fach Informatik an Realschulen unterrichten. „Die Jugendlichen kennen gar keine Lebenswelt mehr ohne Smartphone, Laptop und Tablet – sie sollen die Geräte nicht nur passiv nutzen, sondern die Technik verstehen und eine kritische Haltung entwickeln“, sagt Döpke.

Die Studierenden befassen sich im Studium mit Grundlagen der Informatik: Wie werden Informationen als Daten repräsentiert und verarbeitet, wie steuern Algorithmen Prozesse? Welche Programmierbefehle braucht ein Roboter, um sich im Raum zu bewegen? Wie funktionieren Programmiersprachen? Wie geht man verantwortungsvoll mit Daten um? Welche Auswirkungen haben Informations- und Kommunikationssysteme auf den Alltag und die Gesellschaft?

KURZ ERKLÄRT:
Informatik an Schulen: Bewerbung um einen Studienplatz im Januar 2018 möglich

Die Hildesheimer Universität bildet seit Herbst 2016 Lehrerinnen und Lehrer für das Fach Informatik an Haupt- und Realschulen aus. Studieninteressierte können sich noch bis zum 15. Januar 2018 um einen Informatik-Studienplatz für das Lehramt an Hauptschulen oder Realschulen bewerben, das Studium an der Uni Hildesheim beginnt im April 2018.

Bisher haben in Niedersachsen nur die Universitäten in Göttingen, Oldenburg und Osnabrück Informatiklehrer für den Unterricht an Gymnasien ausgebildet. Eine Ausbildung zur Informatiklehrerin oder zum Informatiklehrer für Haupt- und Realschulen war in Niedersachsen im Gegensatz zu verschiedenen anderen Bundesländern wie Bayern oder Nordrhein-Westfalen bisher nicht möglich.

Die Hildesheimer Studierenden werden zur ersten Generation der Lehrerinnen und Lehrer gehören, die das Fach Informatik an Hauptschulen und Realschulen sowie Oberschulen und Gesamtschulen in Niedersachsen aufbauen. „Das ist eine große berufliche Chance und eine spannende, lebenslange Aufgabe“, sagt Förster.

Wer sich für das Lehramtsfach Informatik interessiert, kann sich ab sofort bei Prof. Dr. Klaus-Jürgen Förster melden (E-Mail foerster[at]cs.uni-hildesheim.de). Studierende wählen neben dem Fach Informatik ein zweites Fach. Bewerbungen sind zum Sommersemester 2018 möglich, die Bewerbungsfrist endet am 15. Januar 2018, in begründeten Ausnahmefällen können Bewerbungen auch später erfolgen. Studienbeginn ist im April 2018. Mehr Infos zur Bewerbung findet man online:

Medienkontakt: Pressestelle der Universität Hildesheim (Isa Lange, E-Mail, 05121 883 90100)

Weitere Informationen:
- https://www.uni-hildesheim.de/neuigkeiten/digitale-zukunft-uni-hildesheim-sucht-kuenftige-informatiklehrerinnen-und-informatiklehrer/ - ausführliche Presseinformation der Uni Hildesheim mit einem Kommentar des Informatikprofessor Klaus-Jürgen Förster und Statements von IT-Studierenden

Quelle: idw

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