openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Abgasskandal erfasst VW Touareg – KBA ordnet Rückruf an

18.12.201710:30 UhrTourismus, Auto & Verkehr
Bild: Abgasskandal erfasst VW Touareg – KBA ordnet Rückruf an

(openPR) Der Abgasskandal hat VW weiter fest im Griff. Auch beim VW Touareg 3-Liter-Diesel wurde eine illegale Abschalteinrichtung entdeckt. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat den Rückruf der betroffenen Modelle angeordnet.



Wie das KBA auf seiner Homepage mitteilt, wurden bei der Überprüfung des VW Touareg 3-Liter-Diesel mit der Schadstoffklasse Euro 6 gleich zwei illegale Abschalteinrichtungen nachgewiesen. Demnach springt auf dem Prüfstand eine schadstoffmindernde Aufwärmstrategie an, die aber im normalen Straßenverkehr überwiegend nicht eingeschaltet wird. Darüber hinaus sei bei Fahrzeugen mit SCR-Katalysator eine Strategie eingesetzt worden, die die Nutzung von AdBlue unter bestimmten Bedingungen unzulässig einschränkt. AdBlue wird dazu eingesetzt, den Ausstoß des gesundheitsschädlichen Stickoxids zu mindern.





Aufgrund der unzulässigen Abschalteinrichtungen hat das KBA nun den Rückruf angeordnet. Nach VW-Angaben handelt es sich dabei um die Touareg-Modelle der Baujahre 2014 bis 2017. Insgesamt werden nun 57.600 VW Touareg 3-Liter-Diesel in die Werkstätten zurückgerufen, davon 25.800 Fahrzeuge in Deutschland.



Überraschend kommt der Rückruf nicht. Schon im Sommer wurde der Porsche Cayenne wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen zurückgerufen. Der Dieselmotor im Touareg hat baugleiche Teile wie der Cayenne. Nun ist es amtlich, dass auch beim VW-Geländewagen die Abgaswerte manipuliert wurden, um die zulässigen Emissionswerte einhalten zu können. „Selbst nachdem die Abgasmanipulationen vor gut zwei Jahren aufgeflogen sind, hat VW also weiterhin unzulässige Abschalteinrichtungen verwendet. Das Image der Diesel-Fahrzeuge wird nachhaltig ramponiert und auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind kaum noch akzeptable Preise für Diesel-Fahrzeuge zu erzielen. Für das Fehlverhalten der Autobauer sollen die Kunden in Form von Wertverlust und drohenden Fahrverboten bezahlen“, sagt Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller aus Wiesbaden.



Allerdings können sich die Kunden gegen dieses Verhalten von VW wehren. Aktuelle Urteile zeigen, dass geschädigte VW-Kunden durchaus Schadensersatzansprüche oder Ansprüche auf Rückabwicklung des Kaufvertrags geltend machen können. „Der Kunde wurde über die Abgaswerte getäuscht. Durch die hohen Emissionswerte weist das Fahrzeug einen erheblichen Mangel auf, der auch nicht einfach behoben werden kann, so dass Ansprüche geltend gemacht werden können“, so Rechtsanwalt Cäsar-Preller.



Darüber hinaus kann sich auch der Widerruf der Autofinanzierung anbieten. Der Widerruf ist möglich, wenn die Bank eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung oder fehlerhafte Verbraucherinformation verwendet hat. Dann wurde die Widerrufsfrist nie in Lauf gesetzt, so dass der Widerruf auch Jahre später noch möglich ist. Da es sich bei Autofinanzierungen häufig um sog. verbundene Geschäfte handelt, wird durch den erfolgreichen Widerruf des Kreditvertrags auch der Kaufvertrag rückabgewickelt. Der Verbraucher gibt dann den Wagen an die Bank und erhält sein Geld zurück. Auch wenn die Bank für die gefahrenen Kilometer einen Wertersatz verlangen kann, dürfte sich der Widerruf in den meisten Fällen lohnen. Bei Autofinanzierungen, die seit dem 13. Juni 2014 geschlossen wurden, ist es zudem umstritten, ob die Bank überhaupt einen Wertersatz verlangen kann. Die Landgerichte Arnsberg und Berlin haben bereits entschieden, dass die Kreditverträge der VW Bank fehlerhaft sind, so dass sie widerrufen werden können.



Die Kanzlei Cäsar-Preller vertritt bundesweit vom Abgasskandal geschädigte Autokäufer.



Mehr Informationen: http://www.vwklage.com/

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 985851
 598

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Abgasskandal erfasst VW Touareg – KBA ordnet Rückruf an“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Cäsar-Preller

LG Hamburg: Forderung des Insolvenzverwalters auf Rückzahlung der Ausschüttungen unberechtigt
LG Hamburg: Forderung des Insolvenzverwalters auf Rückzahlung der Ausschüttungen unberechtigt
Für etliche Schiffsfonds-Anleger ist es ein Dilemma: Sie haben mit ihrer Beteiligung nicht nur eine finanzielle Bruchlandung erlebt, sondern sollen auch noch erhaltene Ausschüttungen an den Insolvenzverwalter zurückzahlen. „Allerdings sind die Forderungen des Insolvenzverwalters oftmals gar nicht berechtigt und Anleger können sich gegen die Rückforderung wehren“, sagt Rechtsanwalt Simon Kanz von der Kanzlei Cäsar-Preller in Wiesbaden. In den vergangenen Jahren gingen zahlreiche Schiffsfonds in die Insolvenz. Anleger haben dabei nicht nur vie…
Bundesverfassungsgericht kippt Grundsteuer – Auswirkungen für Immobilienbesitzer
Bundesverfassungsgericht kippt Grundsteuer – Auswirkungen für Immobilienbesitzer
Das Bundesverfassungsgericht hat die Einheitsbewertung bei der Grundsteuer mit Urteil vom 10. April 2018 gekippt. Sie führe zu massiven Ungleichbehandlungen der Immobilienbesitzer. Die Bundesregierung muss die Grundsteuer dementsprechend reformieren. Unterm Strich soll dabei keine Steuererhöhung rauskommen, heißt es aus Berlin. Egal, ob man diesen Versprechungen glauben mag: „Bei der Grundsteuerreform wird es Gewinner und Verlierer geben“, sagt Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller aus Wiesbaden. Die Bemessungsgrundlage für die Grundsteuer war …

Das könnte Sie auch interessieren:

Rückruf für Modelle der Mercedes S-Klasse im Abgasskandal
Rückruf für Modelle der Mercedes S-Klasse im Abgasskandal
Kraftfahrt-Bundesamt ordnet verpflichtenden Rückruf an – Schadenersatzansprüche gegen Daimler München, 30.09.2020. Daimler muss im Abgasskandal auch Mercedes-Modelle der S-Klasse in die Werkstatt beordern. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hatte bei den Deselfahrzeuge der Oberklasse eine unzulässige Abschalteinrichtung bzw. unzulässige Reduzierung des Emissionskontrollsystems …
Abgasskandal: Audi und Händler müssen 3-Liter Diesel (Euro 6) zurücknehmen
Abgasskandal: Audi und Händler müssen 3-Liter Diesel (Euro 6) zurücknehmen
Frankfurt am Main, den 17.12.2020. Die Audi AG und ihr Vertragshändler müssen den Kauf eines vom Abgasskandal betroffenen Audi SQ 5 3,0 TDI Euro 6 rückabwickeln. Dies hat das Oberlandesgericht Hamm mit Urteil vom 23.11.2020 (Az. 8 U 43/20) entschieden. Der Käufer hatte das Fahrzeug im November 2018 erworben, ohne dass er über eine im Fahrzeug verbaute …
Abgasskandal: Rückruf für weitere 170.000 Mercedes-Diesel
Abgasskandal: Rückruf für weitere 170.000 Mercedes-Diesel
Mercedes-Modelle von A-Klasse bis S-Klasse vom Rückruf betroffen – Schadensersatzansprüche gegen Daimler München, 15.06.2020. Im Abgasskandal muss Daimler auf Anordnung des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) weltweit rund 170.000 Diesel-Fahrzeuge wegen einer illegalen Abschalteichrichtung zurückrufen. Es handelt sich um Mercedes Modelle der A-, B-, C-, E- und …
Rückruf für Fahrzeuge der Mercedes A-Klasse und B-Klasse droht
Rückruf für Fahrzeuge der Mercedes A-Klasse und B-Klasse droht
Im Abgasskandal könnte Daimler ein neuer Rückruf bevorstehen. Betroffen wären Dieselmodelle der A-Klasse und B-Klasse. Wie „Spiegel online“ am 29. November 2019 berichtete, hat Daimler dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zwei weitere möglicherweise unzulässige Abschalteinrichtungen in der Abgasreinigung gemeldet. Die Behörde prüft nun, ob die auffälligen …
Bild: Opel muss Diesel-Fahrzeuge zurückrufen – Verwaltungsgericht weist Eilantrag abBild: Opel muss Diesel-Fahrzeuge zurückrufen – Verwaltungsgericht weist Eilantrag ab
Opel muss Diesel-Fahrzeuge zurückrufen – Verwaltungsgericht weist Eilantrag ab
… Abschalteinrichtung verwendet hat. Dann weisen die Fahrzeuge einen Mangel auf, der die Grundlage für Schadensersatzansprüche bildet. Die Erfahrungen aus dem VW-Abgasskandal zeigen, dass gute Aussichten bestehen, solche Ansprüche durchzusetzen“, sagt Rechtsanwalt Dr. Henning Leitz, CLLB Rechtsanwälte. Mehr Informationen: https://www.diesel-abgasskandal.de/
KBA ordnet Rückruf für 60.000 Mercedes GLK 220 an
KBA ordnet Rückruf für 60.000 Mercedes GLK 220 an
… Euro 5 betroffen wären. Auch wenn Daimler immer wieder betont, keine unzulässigen Abschalteinrichtungen verwendet zu haben, steckt Mercedes inzwischen tief im Abgasskandal. „Betroffene Mercedes-Kunden können ähnlich wie im VW-Abgasskandal Schadensersatzansprüche geltend machen“, so Rechtsanwalt Braun. Der BGH hat Anfang des Jahres klargestellt, dass …
Abschalteinrichtung – Opel muss Rückruf sofort umsetzen
Abschalteinrichtung – Opel muss Rückruf sofort umsetzen
Jetzt ist der Abgasskandal auch bei Opel endgültig angekommen. Das Schleswig-Holsteinische Oberverwaltungsgericht hat mit Beschluss vom 6.11.2019 bestätigt, dass Opel verschiedene Diesel-Modelle wegen der Verwendung einer Abschalteinrichtung bei der Abgasreinigung zurückrufen muss (Az.: 5 MB 3/19). Betroffen von dem Rückruf sind die Opel-Modelle Zafira …
Abgasskandal: Weitere Rückrufe bei Audi erwartet
Abgasskandal: Weitere Rückrufe bei Audi erwartet
Der Abgasskandal hat Audi weiter fest im Griff. Die VW-Tochter erwartet bei ihren Diesel-Modellen weitere Rückrufe. Wie verschiedene Medien berichten, stünden bei etwa 200.000 Fahrzeugen die Prüfungen oder Bescheide des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) noch aus. Dabei gehe es allerdings um Fahrzeuge, die zu der bereits angekündigten Überprüfung von 850.000 …
Abgasskandal: BGH stärkt Rechte geschädigter Mercedes-Kunden
Abgasskandal: BGH stärkt Rechte geschädigter Mercedes-Kunden
… Vorhandensein einer unzulässigen Abschalteinrichtung - Anspruch auf rechtliches Gehör München, 11.03.2020. Der Bundesgerichtshof hat die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen für Geschädigte im Mercedes-Abgasskandal deutlich erleichtert. Der BGH stellte mit Beschluss vom 28. Januar 2020 fest, dass es ausreiche, wenn der Kläger ausreichende Anhaltspunkte …
KBA ordnet Rückruf für Mercedes-Diesel mit Abgasnorm Euro 5 und Motor OM 651 an
KBA ordnet Rückruf für Mercedes-Diesel mit Abgasnorm Euro 5 und Motor OM 651 an
… Da die Prüfungen des KBA noch nicht abgeschlossen sind, könnte noch weiteren Modellen mit dem Motor OM 651 und der Abgasnorm Euro 5 der Rückruf drohen. Der Abgasskandal spitzt sich damit bei Daimler immer mehr zu. Nachdem im vergangenen Jahr rund 670.000 Diesel mit der Abgasnorm Euro 6b wegen einer unzulässigen Abschalteinrichtung zurückgerufen werden …
Sie lesen gerade: Abgasskandal erfasst VW Touareg – KBA ordnet Rückruf an