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Medico hilft Seeleuten in Not

08.12.201710:26 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Medico hilft Seeleuten in Not
Früher mussten alle Fälle handschriftlich erfasst und ausgewertet werden, das geschieht heute mit einer individuell angepassten So
Früher mussten alle Fälle handschriftlich erfasst und ausgewertet werden, das geschieht heute mit einer individuell angepassten So

(openPR) Ein ärztlicher Notfall auf See kann lebensbedrohlich werden, wenn kein Arzt an Bord ist. Hier hilft der funkärztliche Notdienst Medico.
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Eine hohe Welle erfasst das Schiff vor der Küste des Oman und schleudert den Kapitän gegen die Stahlaufbauten seines Wellenbrechers. Er wird gegen eine Wand gedrückt und schwer verletzt. Da es keinen Arzt auf dem Schiff gibt, fordert der zweite Offizier, der selbst erst seit 14 Tagen an Bord ist, die funkärztliche Beratung Medico aus Cuxhaven an. Chefarzt Manuel G. Burkert hat Dienst und ist die nächsten zwölf Stunden als beratender Arzt zur Stelle. "Der Kapitän war mehrfach verletzt, hatte ein Polytrauma. Ich habe regelmäßig mit dem Schiff telefoniert und einen Notarzt besorgt", berichtet Burkert. Eine französische Fregatte stellt den Notarzt. Burkert spricht mit den Kollegen im Oman und informiert sie über den Stand der Dinge. Die Hilfe ist erfolgreich, denn dank der funkärztlichen Beratung wird das Leben des Kapitäns gerettet.



Zum Glück hat "Medico Cuxhaven" nur selten so schwere Fälle zu bearbeiten. "Wir leisten tatsächlich etwa einmal pro Quartal richtige verifizierte Hilfe, aber das kostet dann auch gleich einen Arbeitstag", sagt Burkert, der die funkärztliche Beratungsstelle Medico in den Helios-Kliniken leitet. Doch meistens sind es nicht so dramatische Fälle. "Die heutige Mentalität führt dazu, dass die Hemmschwelle deutlich niedriger ist und wir auch wegen Bagatellen kontaktiert werden. 2003 hatten wir ca. 250 Fälle, jetzt sind wir bei knapp 1000 Fällen pro Jahr", erklärt der 42-Jährige. Davon seien 80 Prozent hausärztliche Tätigkeiten, aber es gibt auch Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Unfälle. Diese 1000 Fälle ziehen rund 8000 Kontakte nach sich, sei es per E-Mail, Telefon oder durch andere Recherchen, die dann erledigt werden müssen. Grund für den Anstieg ist neben der veränderten Mentalität vor allem auch die bessere Erreichbarkeit dank der modernen Technik. Zudem sichern sich die Verantwortlichen gegenüber der Versicherung für den Fall ab, dass beispielsweise ein Frachter wegen eines medizinischen Notfalls vom Kurs abweichen muss.

Medizinischer Beratungsdienst im Auftrag der Bundesrepublik

Der medizinische Beratungsdienst Medico wird im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland - zuständig ist das Verkehrsministerium - angeboten und wurde bereits im Jahr 1931 am Klinikum Cuxhaven gegründet. Die offizielle Bezeichnung lautet "Telemedical Maritime Assistance Service", kurz TMAS - ein Service, der über Telefon, Fax, E-Mail und Seefunk erreicht werden kann. "Als Flaggenstaat ist Deutschland verpflichtet, diesen Service für seine Seeleute anzubieten", sagt Manuel G. Burkert. Medico sei der alte Funkrufname, der über Funk und Morse verwendet worden sei. Bis heute ist Medico die einzige funkärztliche Beratungsstelle in Deutschland. Dank E-Mail und Telefon ist es in der heutigen Zeit natürlich viel einfacher den Kontakt herzustellen, digitale Fotos zu verschicken und eine ärztliche Beratung durchzuführen. Der Beratungsdienst ist wichtig, weil auf den meisten Schiffen kein eigener Arzt tätig ist. "Auf den Schiffen ist das so organisiert, dass die nautischen Offiziere und die technischen Offiziere alle eine medizinische Grundausbildung haben, die etwa sechs Wochen dauert. Meistens hat der zweite Offizier auf dem Schiff die medizinische Rolle." Dazu gibt es auf jedem Schiff eine definierte medizinische Ausstattung.

Manuel G. Burkert ist Chefarzt in den Helios-Kliniken in Cuxhaven und investiert rund 25 Prozent seiner Arbeitszeit in Medico. Er ist zum Glück kein Einzelkämpfer, 15 Kollegen unterstützen ihn dabei, wenn es gilt, Seeleuten in Not zu helfen. "Jeder kann bei uns anrufen und wir versuchen, jedem zu helfen", versichert Burkert. Obwohl sich die Fälle häufen, hat Burkert Verständnis für die Seeleute. "Wenn die sich nicht sicher sind und nicht mehr weiterwissen, dann sollen sie uns anrufen. Lieber so, als wenn sie einen Fehler machen." Allerdings gibt es zwei Ausnahmen: Es gibt keine Beratung an Land oder an der Pier. "Das kommt immer mal wieder vor und ist ein netter Versuch, sich den Arzt zu sparen."

Individuell konfigurierte Software erleichtert die schnelle Hilfe

Um den Überblick zu behalten, ist es natürlich wichtig, alle Fälle zu dokumentieren, denn letztlich muss Medico auch einen Tätigkeitsbericht an das Bundesverkehrsministerium abliefern. "Wir protokollieren alle Telefongespräche mit Voice und alle E-Mails mit der Software McBüro", erklärt Burkert. Die Software erleichtert vor allem die abschließende Auswertung der Fälle. "Früher haben wir das alles handschriftlich gemacht. Die Software war ein großer Schritt für uns." Es gibt ein Reederei- und ein Schiffsverzeichnis, das über die Jahre entstanden und in McBüro übertragen worden ist. "Es ist manchmal schwierig, weil die Schiffe immer mal wieder den Eigner und damit den Namen wechseln, aber sie sind dann über die sogenannte IMO-Nummer erkennbar, denn die bleibt immer gleich. Diese Nummern sind bei uns hinterlegt und in der Software gespeichert." Dadurch weiß Medico, welche medizinische Ausstattung an Bord ist und kann im Notfall darauf zurückgreifen.

Interessant ist für Burkert auch die Nachverfolgung der Patienten, die aus der Beratung raus sind. "Wir sind im Moment noch bei der Datensammlung, bei bislang 800 Fällen brauche ich noch keine große Auswertung, aber das ist letztlich das Ziel. Wir hinterlegen die Daten und die Fotos in McBüro." Für den Chefarzt ist es wichtig, dass das Programm nun auch auf Windows-Rechnern installiert ist, da es im Klinikum für den einzigen Apple-Rechner keinen Support mehr gibt. "Wir haben alles umgestellt und sind froh, dass der Softwarehersteller sinobit mitgezogen hat, weil es nun für uns einfacher ist. Jetzt können wir von jedem Rechner im Krankenhaus auf McBüro zugreifen." Die Software sei eine große Erleichterung für die Arbeit, da sie nach den Wünschen von Medico individuell konfiguriert worden sei. "Das wurde super umgesetzt."

Vom Marinesoldaten zum Chefarzt und Leiter von Medico

Die Affinität zur Seefahrt kommt bei dem gebürtigen Freiburger nicht von ungefähr, denn er war von 1994 bis 2010 Marinesoldat, hat bei der Bundeswehr studiert und ist selbst zur See gefahren. Seit 2012 ist Manuel G. Burkert in Cuxhaven und war gleich daran interessiert, bei Medico mitzumachen, denn durch die Bundeswehr kannte er die funkärztliche Beratung und war davon fasziniert. Federführend leitet er Medico seit zwei Jahren und nimmt hin und wieder einen schwierigen Fall auch "mit nach Hause", um von dort aus weiter zu helfen. "Ich habe jederzeit und überall auf der Welt Zugriff auf die Daten." Sehr gut und vertrauensvoll sei die Zusammenarbeit mit der Aufsichtsbehörde, der BG Verkehr, sowie mit den Reedereien. Einen Wunsch hat der Medico-Chef, der aber wohl nicht erfüllt werden wird: "Ich hätte wahnsinnig gerne einen 24/7 dauerhaften Arzt, der nur Medico macht."




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