(openPR) Wenn Tablette, dann auf Nummer sicher gehen - Apotheken beraten zur richtigen Behandlung von Kopfschmerzen
(dgk) Kopfschmerzen sind nicht gleich Kopfschmerzen. Selbst Fachleuten fällt eine exakte Unterscheidung nicht immer leicht. Die Symptome sind manchmal zum Verwechseln ähnlich. Außerdem kommt es vor, dass sich aus einem Sapnnungskopfschmerz langsam eine Migräne entwickelt oder Mischformen auftreten. Das macht die Selbstbehandlung schwierig. Denn: Nicht jedes Schmerzmittel wirkt bei jeder Kopfschmerzart.
Während der 3. bundesweiten Kopfschmerz-Beratungswoche vom 4. bis 9. September 2006 informieren Apotheker unter dem Motto „Kopf-Schmerz-Frei“ über die richtige und effektive Behandlung. Die Aktionswoche wird vom Deutschen Grünen Kreuz e. V. (DGK) in Marburg veranstaltet und von der MigräneLiga Deutschland e. V., der Stiftung Kopfschmerz und der Zeitschrift „Ratgeber aus Ihrer Apotheke“ unterstützt.
Kopfschmerzen besser kombiniert behandeln
„Wer seine Kopfschmerzen selbst behandelt, sollte etwas nehmen, dass sowohl bei Spannungskopfschmerzen wie auch Migräne hilft“, sagt Dr. Dietmar Krause, Leiter der Schmerzsektion im DGK. Der Grund: Migränemittel aus der Gruppe der Triptane wirken nur bei Migräne. „Die Einnahme von Triptanen setzt eine genaue Diagnose voraus und sollte nur auf ärztlichen Rat hin erfolgen. Das ist nichts für die Selbstmedikation“, erläutert Krause. Außerdem sollte nach Angaben der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) vorher geklärt sein, ob eine Behandlung mit einem Triptan sinnvoll ist oder ob Kontraindikationen vorliegen. Bei Patienten mit Gefäß-, Herz- und Kreislauferkrankungen können diese Mittel gefährliche unerwünschte Nebenwirkungen verursachen.
Im Zweifel sollten die Betroffenen deshalb auf Nummer sicher gehen und ein Medikament mit einem breiten Wirkspektrum wählen. Eine neue amerikanische Studie zeigt, dass zum Beispiel die Kombination aus Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol und dem natürlichen Wirkbeschleuniger Koffein bei Migräne wirksamer ist als Sumatriptan, die Leitsubstanz für Triptane. Zusätzlich konnte eine große deutsche Untersuchung belegen, dass die Dreierkombination auch das wirksamste Mittel gegen Spannungskopfschmerzen ist. „Die sehr guten wissenschaftlichen Ergebnisse zeigen, dass die Kombination aus ASS, Paracetamol und Koffein in der Selbstmedikation eindeutige Vorteile hat und deshalb in der Apotheke das Mittel der ersten Wahl sein sollte“, rät Dr. Jan-Peter Jansen, medizinischer Leiter der Stiftung Kopfschmerz, Berlin.
Auslöser erkennen und vorbeugen
Kopfschmerzen haben viele Ursachen. „Stress und Muskelverspannungen sind meist für Spannungskopfschmerzen verantwortlich. Auslöser für Migräne sind beispielsweise Erbfaktoren oder Hormonveränderungen“, sagt Otto Uhl, Geschäftsführer der MigräneLiga e.V. in Ginsheim. Beim Erkennen der Auslöser kann ein Kopfschmerztagebuch helfen, das in den teilnehmenden Apotheken kostenlos erhältlich ist.
Doch nicht immer ist der Griff zur Tablette notwendig. „Stressbedingte Kopfschmerzen lassen sich in vielen Fällen durch Ruhe, Entspannungsübungen oder einen Spaziergang an der frischen Luft beseitigen“, rät Uhl. Gegen die Schmerzen helfen auch kühle Kompressen aus der Apotheke auf Nacken oder Stirn.
Wer nimmt teil?
Welche Apotheke an der Beratungswoche teilnimmt und Informationen bereit hält, erfahren Interessierte unter Tel. 0 64 21 / 293 – 125 oder unter www.forum-schmerz.de im Internet.
Beratungs-Hotline
Am 6. September 2006 erreichen Patienten von 16 bis 18 Uhr die kostenlose Kopfschmerz-Hotline unter 0 800 / 0 112 115.
Service
Eine Liste mit Adressen von Selbsthilfegruppen erhalten Sie beim Forum Schmerz, Schuhmarkt 4, 35037 Marburg, Tel. 0 64 21 / 293 – 125.




