(openPR) Wer ist ihm nicht schon einmal im heimischen Supermarktregal begegnet, dem Cabernet Sauvignon, dem Zinfandel oder dem Chardonnay von Ernesto & Julio Gallo aus Kalifornien? Die Weine der Gallos sind überall. Wundern muss einen das nicht: die kalifornische Weinkellerei ist mit einer Jahresproduktion von rund 600 Mio. Flaschen aus eigenem Anbau die größte der Welt. Ihre Weine aus der Kategorie "für den alltäglichen Gebrauch und preisgünstig" werden inzwischen auch in Deutschland erfolgreich vermarktet.
Sie vermitteln jedoch allenfalls einen Vorgeschmack des reichhaltigen Weinangebotes aus Kalifornien und lassen Vielfalt und Qualität der edlen Tropfen aus den sonnenverwöhnten Anbaugebieten, die mittlerweise international sowohl in der Presse, als auch in der Fachwelt große Beachtung finden, höchste Auszeichnungen und Preise erhalten, lediglich erahnen. Die Palette reicht von einfachen Tafelweinen bis hin zu ausgesprochenen Spitzenweinen zu Spitzenpreisen. In den USA zahlen finanzkräftige Sammler und Liebhaber für eine Flasche aus dem Sortiment der kalifornischen "Kultweine", meist aus dem Napa-Valley, bis zu drei- und vierstellige Dollarbeträge. Angebaut werden in den fruchtbaren Tälern im Hinterland der kalifornischen Küste bevorzugt die Rotweinsorten Cabernet Sauvignon, Zinfandel, Merlot, Pinot Noir, Rubired oder Syrah. Die Favoriten unter den Weißweinen sind die Rebsorten Chardonnay, French Colombard, Chenin Blanc oder Sauvignon Blanc.
Kalifornien: viertgrößter Weinproduzent der Welt
Kalifornien hat sich in den letzten Jahren - auch dank Großproduzenten mit "Millionenauflage" wie die Winery Gallo - zum viertgrößten Weinproduzenten hinter den traditionellen Weinländern Frankreich, Spanien und Italien gemausert. Kein Wunder, denn der Wein, der an den Rebhängen der kalifornischen Täler wächst, reift unter optimalen klimatischen Bedingungen: mit 200 Sonnentagen pro Jahr, genügend Feuchtigkeit - herübergeweht vom nahe gelegenen Pazifik - und einer höchst verlässlichen Vegetationsperiode bietet Kalifornien das ideale Klima für den Weinbau. Bedingungen, die für einen hervorragenden Säuregehalt, vielfältige Fruchtigkeit der Weine und konstant gute Jahrgänge sorgen.
Über 90% der in den USA produzierten Weine stammen aus dem Staat an der Westküste. Derzeit gibt es im "Golden State" mehr als 900 Weinbaubetriebe und über 4.400 Traubenproduzenten, die auf einer Fläche von 224.000 ha Weingärten bewirtschaften und 1998 18,55 Millionen Hektoliter Wein produzierten - mit steigender Tendenz. Aktuelle Statistiken und Informationen zu Weinkonsum und -verkauf, Weinbaubetrieben und Anbaugebieten, Rebsorten, Trends etc. findet man auf der Homepage des Kalifornischen Weininstitutes (http://www.wineinstitute.org/), einer privaten Handelsorganisation kalifornischer Weinbaubetriebe mit Hauptsitz in San Francisco.
Mit den spanischen Missionen kam der Wein
Auch wenn sein Ruf erstmals in den 70er Jahren über den Ozean bis nach Europa hallte, der Weinbau in Kalifornien hat Tradition. Sozusagen eine spirituelle. Vor über zweihundert Jahren waren es die spanischen Missionare, die nicht nur ihren Glauben, sondern auch den Wein in Kalifornien verbreiteten. Allen voran der Franziskaner Pater Junipero Serra, der im Jahre 1769 mit mexikanischen Siedlern in der Nähe von San Diego die Mission San Juan Capistrano errichtete und dort den ersten nachweislich erwähnten Weinberg anlegte.
Entlang der unter dem Namen El Camino Real (dem heutigen Highway 1 und Teil des Highway 101) bekannt gewordenen Route zog er nach Norden bis hinauf nach Sonoma und gründete unterwegs 21 weitere Missionen. In allen führte er die Kunst des Weinbaus ein. Angebaut wurde eine aus Mexiko importierte Rebsorte, die in Anlehnung an die geistlichen ersten Winzer Kaliforniens den Namen "Missionarstraube" erhielt. Eine Bezeichnung, die wörtlich zu nehmen ist, denn die ersten Weine Kaliforniens wurden ausnahmslos für kirchliche Zwecke und zum täglichen Bedarf in den Missionen gekeltert.
Der Grundstein für die Kommerzialisierung des kalifornischen Weines wurde gegen 1830 gelegt, als der aus Bordeaux stammende Franzose Jean Louis Vignes das reichhaltige Potential Kaliforniens für den Weinbau erkannte und zum ersten Mal europäische Rebsorten importierte und anpflanzte. (Seine Weinberge lagen übrigens an jenem Ort, wo sich heute das Zentrum von L.A. befindet.)
Mit dem im Jahre 1848 ausbrechenden Goldrausch im Norden des Staates wurde die unaufhaltsame Entwicklung der kalifornischen Weinwirtschaft angekurbelt. Unter den Goldsuchern befanden sich zahlreiche Europäer, die wussten, wie man Wein anbaut. Die, die kein Gold fanden, versuchten durch den Anbau von Reben an Geld zu kommen.
Die Gründung zahlreicher Weingüter zwischen 1860 und 1880 führte zu einem enormen Aufschwung, der in der Einrichtung des Weinforschungsinstituts der University of California in Berkeley und der damit verbundenen staatlichen Initiative zur Qualitätssteigerung kalifornischer Weine gipfelte.
Die Fertigstellung des transkontinentalen Eisenbahnnetzes im Jahre 1869 stellte schließlich die Weichen für den internationalen Siegeszug kalifornischer Weine. Erstmals wurden Weine in den Osten des Landes geliefert und anschließend per Schiff auch nach Europa. Zwar wurde die Erfolgsstory der edlen Tropfen durch Reblausplagen und vor allem durch das Einsetzen der Prohibition zu Beginn des 20. Jahrhunderts erst einmal unterbrochen. Doch mit der Gründung vieler neuer Weingüter Anfang der 60er Jahre in Sonoma und im Napa Valley, den heutigen Vorzeigeweingebieten der kalifornischen Weinkultur, setzte sie sich unaufhaltsam fort.
In den 70er Jahren begannen viele Amerikaner Geschmack für einen guten Tropfen zu entwickeln und die ersten kalifornischen Winzer erhielten internationale Preise für ihre sonnengereiften Rot- oder Weißweine. Experimentierfreudige Winzer wie Robert Mondavi, Sohn italienischer Einwanderer, der wie kein anderer die Weinwelt Kaliforniens bewegt hat, trieben seither die Qualitätsentwicklung weiter voran. Das Weinland Kalifornien schaffte in den letzten 30 Jahren den Aufstieg in die Weltspitze und gilt heute als eines der Topwein produzierenden Länder. Kalifornische Weine treffen weltweit den Geschmack von Weinliebhabern, -Kennern und -Nichtkennern.
Reisen auf den Spuren des Weins
Grund genug, die Weine einmal selbst zu erforschen - auf einer Reise durch Kalifornien. Und selbst dann fällt die Auswahl der Route nicht gerade leicht. Jedes der kleineren und größeren Weinanbaugebiete hat seinen eigenen Charme und für jeden Geschmack etwas zu bieten. Sei es das von der Schickeria bevölkerte Napa Valley, sei es das mit mexikanischem Flair ausgestattete Sonoma Valley oder das etwas untypische Weinbaugebiet in den Santa Cruz Mountains an der Central Coast.
Bester Ausgangspunkt für eine Reise durch das "Weinparadies Kalifornien" ist San Francisco (http://www.travelworldonline.de/san_francisco.html). Das hügelige Stadtbild, das ehemalige Flowerpower-Viertel Haight-Ashbury, Fisherman's Wharf mit seiner Robben-Kolonie, die kleinen Cafes und Restaurants oder das legendäre Alcatraz locken jährlich Millionen in die Metropole am Pazifik. Ein Zwischenstopp lohnt sich, und sei es "nur" für einen Abstecher in das "Museum of Modern Art", in dem ständig hochkarätige Sonderausstellungen stattfinden.
Von San Francisco aus sind es sowohl nach Süden als auch nach Norden nur wenige Autostunden in die wichtigsten Weinanbaugebiete der Northern, Southern oder Central Coast Kaliforniens.
Vier Weinrouten bieten sich an:
Nach Norden ins Sonoma und Napa Valley (http://www.travelworldonline.de/sonoma-napa-valley-weinroute.html)
Mendocino County und Sierra Nevada (http://www.travelworldonline.de/mendocino-county-sierra-nevada-weinroute.html)
Charmante kleine Weingebiete entlang der Central Coast (http://www.travelworldonline.de/central-coast-weinroute.html)
Die Weingebiete des Südens (http://www.travelworldonline.de/sued-kalifornien-weinroute.html)
Beim derzeitigen Run auf die edlen Gewächse sind der Entwicklung der Weinwirtschaft in Kalifornien vorerst keine Grenzen gesetzt. Wen unsere Auswahl an Touren durch die wichtigsten Weinanbaugebiete Kaliforniens nicht auf den Geschmack gebracht hat, dem bieten sich auf den Spuren des kalifornischen Weines zahlreiche Alternativen. Jenseits der ausgetretenen Pfade, in kleinen Seitentälern, gibt es garantiert Neues zu entdecken.
Planen Sie diese Routen in Ihre Autoreisen durch Kalifornien (http://www.travelworldonline.de/rundreisekalifornien.html) ein oder planen Sie Ihre Kalifornienreise selbst (http://www.travelworldonline.de/kalifornienreiseplaner.html). Auch Wohnmobilreisen nach Kalifornien (http://www.travelworldonline.de/wohnmobilkalifornien.html) sind möglich.
Pressekontakt und weitere Informationen unter:













