(openPR) Am 24. November 2017 hat das Weihnachtsmärchen „Rübezahl und die armen Weber“ Premiere an der Dittchenbühne / ein Gespräch mit Dittchenbühnen-Chef Raimar Neufeldt
(Elmshorn / 16.11.2017) „Rübezahl und die armen Weber“ heißt das diesjährige Weihnachtsmärchen der Dittchenbühne, das am 24. November 2017 Premiere feiert. Über die mächtige Titelfigur sprachen wir mit Dittchenbühnen-Chef Raimar Neufeldt, der dieses Stück auch geschrieben hat.
Herr Neufeldt, das Wissen um alte Sagen ist heute nicht mehr so groß wie früher – außer sie kehren als Videospiel zurück. Deshalb zunächst einmal die Frage: Wer ist denn eigentlich dieser Rübezahl?
Raimar Neufeldt: Rübezahl ist ein Spottname für den Berggeist, der über das Riesengebirge herrschen soll. Früher waren die Menschen davon überzeugt, dass es besser sei, man nennt ihn nicht so, wenn man in seinem Reich ist und über ihn spricht. „Herr der Berge“ gilt als die angemessene Bezeichnung und Anrede.
Und wie sieht dieser Herr der Berge aus?
Der Berggeist – so hieß es – kann sich in verschiedensten Gestalten zeigen. Etwa als Mönch in einer grauen Kutte, aber auch als Bergmann, als Kutscher oder als Handwerker. Rübezahl kann als Tier erscheinen oder sich sogar in einem Baumstumpf manifestieren, in einem Stein oder in einer Wolke. Apropos Wolke: Rübezahl ist der Sage nach auch der Herr des Wetters im Riesengebirge – kann also überraschend Blitz und Donner schicken, Regen, Schnee und Nebelschwaden.
Ist Rübezahl nicht so etwas wie ein guter Geist?
In einer Reihe von Spielfilmen hat man das gern so dargestellt. Aber ganz so eindeutig ist das gar nicht! Die verschiedenen Sagen im Riesengebirge beschreiben Rübezahl eher als einen launischen Riesen – ein Riese, der in einem Moment hilfsbereit und freundlich ist, aber dann schnell auch wieder verstimmt und böse. Sein erster „Biograf“, Johann Karl August Musäus aus dem 18. Jahrhundert, zeichnet ihn uns so: „launisch, ungestüm, sonderbar, bengelhaft, roh, unbescheiden, stolz, eitel, wankelmütig, heute der wärmste Freund, morgen fremd und kalt; schalkhaft und bieder, störrisch und beugsam.“
Aber heißt es nicht: Rübezahl hilft den Armen, den Notleidenden?
Ja, das stimmt schon. In den Sagen ist er guten Menschen gegenüber im Allgemeinen freundlich, hilft Menschen in Not, gern beschenkt er Arme. Oft sind das Geschenke, die zunächst wertlos, nichtig erscheinen – die aber, wenn sie trotzdem angenommen und geachtet werden, zu purem Gold werden. Umgekehrt kann sich sein Geldgeschenk für einen schlechten, geizigen Menschen zu dessen Entsetzen in dürres Laub verwandeln.
Und welche Rolle spielt Rübezahl im diesjährigen Weihnachtsmärchen der Dittchenbühne?
Der Herr der Berge zeigt sich bei uns von seiner allerbesten Seite: Er nimmt Partei für die armen Weber und gegen den raffgierigen Kaufmann – hilft also den Notleidenden und bestraft die Bösen. Und so soll es ja auch sein in einem schönen Weihnachtsmärchen.
Herr Neufeldt, ich bedanke mich für dieses Gespräch!
Das Weihnachtsmärchen 2017 der Dittchenbühne:
„Rübezahl und die armen Weber“
Nähere Informationen, Anmeldung und Tickets beim „Forum Baltikum – Dittchenbühne“, Hermann-Sudermann-Allee 50, 25335 Elmshorn. Ruf: 04121/89710; E-Mail:
Alle Termine in der Übersicht:
November
Fr., 24. November, 16.30 Uhr - Premiere
Sa., 25. November, 14.00 Uhr
Sa., 25. November,16.30 Uhr
Mo., 27. November, 16.30 Uhr
Di., 28. November, 16.30 Uhr
Mi., 29. November,16.30 Uhr
Do., 30. November, 16.30 Uhr
Dezember
Fr., 1. Dezember, 16.30 Uhr
Mo., 4. Dezember, 16.30 Uhr
Di., 5. Dezember, 16.30 Uhr
Do., 7. Dezember, 16.30 Uhr
Fr., 8. Dezember, 16.30 Uhr
So., 10. Dezember, 14.00 Uhr
So., 10. Dezember, 16.30 Uhr
Mo., 11. Dezember, 16.30 Uhr
Di., 12. Dezember, 16.30 Uhr
Do., 14. Dezember,16.30 Uhr
Fr., 15. Dezember,16.30 Uhr
Sa.,16. Dezember, 14.00 Uhr
Sa.,16. Dezember, 16.30 Uhr
So.,17. Dezember, 14.00 Uhr
So.,17. Dezember, 16.30 Uhr
Mo.,18. Dezember, 16.30 Uhr
Di., 19. Dezember, 16.30 Uhr
Mi., 20. Dezember,16.30 Uhr
Do., 21. Dezember,16.30 Uhr










