openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Universität Oldenburg mit historischem Projekt "Prize Papers" in Akademienprogramm aufgenommen

13.11.201715:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Universität Oldenburg mit historischem Projekt "Prize Papers" in Akademienprogramm aufgenommen
Gebündelt, aber unsortiert: Dokumente und Briefe aus der Zeit der Seekriege.  (UkNatArchives)
Gebündelt, aber unsortiert: Dokumente und Briefe aus der Zeit der Seekriege. (UkNatArchives)

(openPR) Die Universität Oldenburg übernimmt ab 2018 die wissenschaftliche Durchführung für ein Projekt im größten geisteswissenschaftlichen Forschungsprogramm Deutschlands: Das Projekt „Prize Papers“ ist in das von Bund und Ländern finanzierte Akademienprogramm aufgenommen worden. Unter Leitung der Oldenburger Historikerin Prof. Dr. Dagmar Freist wird das Forschungsvorhaben im Januar 2018 in der Trägerschaft der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen starten. Ziel ist das Erfassen, Digitalisieren und Veröffentlichen der sogenannten Prize Papers – in Vergessenheit geratene Dokumente aus der Frühen Neuzeit. Das Fördervolumen liegt bei 9,7 Millionen Euro, die Laufzeit beträgt 20 Jahre.



---
„Die Aufnahme in das Akademienprogramm kommt einem Ritterschlag gleich. Ich freue mich sehr, dass die intensive Vorarbeit unserer Historikerinnen und Historiker diese außerordentliche Würdigung erfährt und das Projekt nun langfristig gesichert ist“, sagt Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper. Projektleiterin Freist ergänzt: „Die Prize Papers sind ein einmaliger historischer Bestand: Sie sind nahezu unberührt und können uns viel über das tatsächliche Leben der Menschen in der Frühen Neuzeit verraten. Als Historikerin empfinde ich es als besondere Ehre, diesen Schatz gemeinsam mit meinem Team heben zu dürfen.“

Die Prize Papers (deutsch: Prisenpapiere) lagern in den Britischen Nationalarchiven in London. Die Papiere – darunter ungeöffnete Briefe, Tagebücher, Journale, Logbücher, Verwaltungsakten, Frachtlisten und weitere Dokumente – stammen aus der Zeit der Seekriege zwischen 1600 bis 1817. Bei Schiffskaperungen sicherten die Besatzer damals das gesamte Schriftgut an Bord, um vor Gericht beweisen zu können, dass das gekaperte Schiff und seine Waren tatsächlich feindlich waren. Nach den abgeschlossenen Prozessen vor dem Londoner High Court of Admiralty wurden die Papiere gemeinsam mit den Gerichtsakten im Tower gelagert – und schließlich vergessen. Zu Beginn des 20. Jahrhundert entdeckten Archivare den völlig unsortierten Bestand, ohne jedoch sein Potenzial zu erkennen. Ein systematisches Sichten und Sortieren begann erst im Jahr 2012, als Freist und ihr Team im Rahmen eines europäisch vernetzten Forschungsprojekts auf die Prize Papers stießen.

Die Aufnahme ins Akademienprogramm eröffnet dem Projekt nun neue Möglichkeiten: Ein festes, dreiköpfiges Wissenschaftler-Team sowie neun temporär beteiligte Nachwuchswissenschaftler, Projektfotografen und Studierende werden in den kommenden 20 Jahren die Prize Papers sortieren, digitalisieren und in einer Datenbank der Forschung und Öffentlichkeit zugänglich machen. Der Bestand umfasst mehr als drei Millionen Dokumente aus 28.000 Kaperungen von niederländischen, portugiesischen, italienischen, französischen und deutschen Schiffen. Er gilt als einzigartig in Vielfalt und Umfang. Das Projekt hat mehrere Kooperationspartner: die National Archives London, das Deutsche Historische Institut London, das Deutsche Schiffahrtsmuseum Bremerhaven, das Dänische Nationalmuseum Kopenhagen und die Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes.

Über das Akademienprogramm:

Das Akademienprogramm ist das größte geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungsprogramm Deutschlands. Aufgabe ist die Erschließung, Sicherung und Bewahrung unseres kulturellen Erbes. Es wird von der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften koordiniert, der Dachorganisation der acht deutschen Wissenschaftsakademien. Das Programm umfasst bei einem Finanzvolumen von knapp 65 Millionen Euro insgesamt etwa 150 Vorhaben mit rund 900 Mitarbeitern.

Weitere Informationen:
- http://prizepapers.de/index.html
- https://www.uni-oldenburg.de/geschichte

Quelle: idw

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 979709
 519

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Universität Oldenburg mit historischem Projekt "Prize Papers" in Akademienprogramm aufgenommen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

Bild: Erneut Förderung für Oldenburger Sonderforschungsbereich zu MeeresbakterienBild: Erneut Förderung für Oldenburger Sonderforschungsbereich zu Meeresbakterien
Erneut Förderung für Oldenburger Sonderforschungsbereich zu Meeresbakterien
Erfolg für Oldenburger Meeresforscher: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat dem Sonderforschungsbereich (SFB) „Roseobacter“ an der Universität Oldenburg erneut Mittel bewilligt: 9,7 Millionen Euro erhält das Vorhaben von 2018 bis 2021 für die abschließende Phase. Im Mittelpunkt des SFB „Ökologie, Physiologie und Molekularbiologie der Roseobacter-Gruppe: Aufbruch zu einem systembiologischen Verständnis einer global wichtigen Gruppe mariner Bakterien“ steht eine der wichtigsten Gruppen von Meeresbakterien. --- An dem Großprojekt sind …
Bild: Antarktisches Meereis: mehr Schutz als Vorratskammer für KrilllarvenBild: Antarktisches Meereis: mehr Schutz als Vorratskammer für Krilllarven
Antarktisches Meereis: mehr Schutz als Vorratskammer für Krilllarven
Der Kleinkrebs Euphausia superba (Antarktischer Krill) spielt eine Schlüsselrolle im Ökosystem der Antarktis. Bisher vermuteten Wissenschaftler, dass Krilllarven den antarktischen Winter überstehen, indem sie sich von an und im Packeis lebenden mikroskopisch kleinen Algen ernähren. Ein internationales Forscherteam um die Oldenburger Meeresbiologin Prof. Dr. Bettina Meyer hat nun herausgefunden, dass die Larven im winterlichen Packeis hauptsächlich Schutz, aber nur wenig Futter finden. Spezielle Strategien ermöglichten es den Larven dennoch, i…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: DFG-Projekt „Schwarzstart“– neue Strategien gegen BlackoutBild: DFG-Projekt „Schwarzstart“– neue Strategien gegen Blackout
DFG-Projekt „Schwarzstart“– neue Strategien gegen Blackout
In dem Bestsellerroman „Blackout“ fallen europaweit die Stromnetze aus. Ein Forschungsteam der Universität Passau und der Universität Oldenburg untersucht im Projekt „Schwarzstart“, wie sich das Netz von solchen Situationen erholen kann. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) drei Jahre gefördert. --- Der Roman Blackout beschreibt …
Bild: Digitales Erbe: Software aus 60 Jahren wird archiviert und ediertBild: Digitales Erbe: Software aus 60 Jahren wird archiviert und ediert
Digitales Erbe: Software aus 60 Jahren wird archiviert und ediert
… erforscht werden.Das Projekt gehört zu den vier neuen Forschungsvorhaben aus Nordrhein-Westfalen beziehungsweise mit nordrhein-westfälischer Beteiligung, die jetzt in das Akademienprogramm, dem gemeinsamen Forschungsprogramm der deutschen Wissenschaftsakademien aufgenommen wurden. Eine Chance auf Förderung haben nur exzellente Projekte von hoher wissenschaftlicher …
Bild: Christoph Markschies als Präsident der Akademienunion wiedergewähltBild: Christoph Markschies als Präsident der Akademienunion wiedergewählt
Christoph Markschies als Präsident der Akademienunion wiedergewählt
… die Zukunft zu gestalten – nach dieser Maxime handelt die Akademienunion. Die vielfältigen Forschungsaktivitäten ihrer Mitgliedsakademien – vor allem im Akademienprogramm – tragen maßgeblich zur Lösung großer gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Herausforderungen bei, weil historische Sensibilität und ein weiter disziplinärer Horizont gefordert …
RWI Essen richtet sich neu aus: Das Wirtschaftsforschungsinstitut erhält neues Vorstandsmitglied und
RWI Essen richtet sich neu aus: Das Wirtschaftsforschungsinstitut erhält neues Vorstandsmitglied und
… Professoren besetzt (vergleiche Liste unten). Das Expertengremium soll die wissenschaftliche Arbeit des RWI bewerten und fördern. Außerdem nahm der Verwaltungsrat des Instituts den Bochumer Universitätsprofessor Wim Kösters als drittes Mitglied in den Vorstand des RWI auf. Der 60-jährige Volkswirt gehörte von 1998 bis 2002 bereits dem Forschungsbeirat des …
Bild: Zusammen neue Wege gehen: Akademische Senate der Universitäten Bremen und Oldenburg tagen gemeinsam  Bild: Zusammen neue Wege gehen: Akademische Senate der Universitäten Bremen und Oldenburg tagen gemeinsam
Zusammen neue Wege gehen: Akademische Senate der Universitäten Bremen und Oldenburg tagen gemeinsam
… sprachen sich einstimmig dafür aus.„Diese gemeinsame Sitzung war ein gelungener Auftakt und hat ein neues Kapitel in der langen Geschichte der Zusammenarbeit zwischen unseren Universitäten aufgeschlagen“, sagte die Rektorin der Universität Bremen, Professorin Jutta Günther. „Wir machen uns auf den Weg, exzellente Forschung, Lehre und Transfer mit klaren …
Akademienprogramm 2018 gestartet
Akademienprogramm 2018 gestartet
Seit dem 1. Januar 2018 gehören drei neue innovative Forschungsprojekte zum Akademienprogramm. Sie widmen sich der arabischen Literaturgeschichte, der europäischen Seefahrtsgeschichte sowie den Werken des Rechtstheoretikers Hans Kelsen. --- Die arabische Literaturgeschichte völlig neu zu erschließen, die Geschichte der Seefahrt in Europas früher Neuzeit …
Bild: Biologie- und Physikunterricht auf einem Forschungsboot - das ermöglicht das Internat auf SpiekeroogBild: Biologie- und Physikunterricht auf einem Forschungsboot - das ermöglicht das Internat auf Spiekeroog
Biologie- und Physikunterricht auf einem Forschungsboot - das ermöglicht das Internat auf Spiekeroog
… sind die Oberstufenschüler*innen des Inselinternats auch mit dem Forschungsboot ins Wattenmeer gefahren. Begleitet wurden die Schüler und Schülerinnen von Wissenschaftlern der Universität Oldenburg. Konzipiert und angeleitet wurde die Akademie von Anja Wübben, Referentin für Wissenstransfer an Schulen, der IHJO. Die innovative Hochschule Jade-Oldenburg …
Neue Modelle im Wissens- und Technologietransfer
Neue Modelle im Wissens- und Technologietransfer
Die Innovationskraft der Region Weser-Ems stärken und zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen – das ist Ziel des Verbundprojekts „Technologiescouting innovativ NordWest“ der Universität Oldenburg, der Jade Hochschule und der Hochschule Emden/Leer. Gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Oldenburg, den Handwerkskammern Oldenburg und Ostfriesland, …
Bild: Förderung für 25 JahreBild: Förderung für 25 Jahre
Förderung für 25 Jahre
Historisch-kritische Edition der Werke Hans Kelsens wird ins Akademienprogramm aufgenommen --- Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat beschlossen, die „Hans Kelsen Werke“, ein Vorhaben der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, als eines von drei Projekten im Jahr 2018 neu in das Akademienprogramm aufzunehmen und in den kommenden …
Bild: Dr.-Ing. Oliver Suttmann receives WLT PrizeBild: Dr.-Ing. Oliver Suttmann receives WLT Prize
Dr.-Ing. Oliver Suttmann receives WLT Prize
… the basis for a wide-ranging and productive cooperation.” About Dr.-Ing. Oliver Suttmann Dr.-Ing. Suttmann studied mechanical engineering at the University of Rostock and at the Leibniz Universität Hannover and received his engineer diploma in 2007. In 2013, he received his PhD from the mechanical engineering department (production technology) at the …
Sie lesen gerade: Universität Oldenburg mit historischem Projekt "Prize Papers" in Akademienprogramm aufgenommen