(openPR) Der Verlag HANDMADE Kultur ändert seinen crossmedialen Kurs und setzt in Zukunft voll auf Online und Bewegtbild.
Mit der aktuellen Ausgabe 02/2017 wird das Handmade Kultur Magazin aus dem Hamburger Handmade Kultur Verlag eingestellt. Das Verlagsteam setzt zukünftig voll auf sein Online-Format, das Kreativ-Portal www.handmadekultur.de. „Das Portal, das früh auf usergenerierten Inhalt setzte, hat großes Potential und wir werden neue Angebote für unsere Community und unsere Werbepartner entwickeln“, so Geschäftsführerin Dörte Brilling.
Der Handmade Kultur Verlag startete 2011 mit seinem crossmedialen Konzept, dem regelmäßig erscheinenden Handmade Kultur Magazin und dem gleichnamigen Online-Portal der Do-it-yourself-Community zum Thema Selbermachen, Handarbeit und Handwerk, Basteln und Möbelbauen. Während das Magazin im gut sortierten Bahnhofsbuchhandel und Zeitschriftenkiosk und auch im Abonnement angeboten wurde, sind und waren alle Online-Angebote kostenlos.
Die Entscheidung in Zukunft auf Print zu verzichten, sei wirtschaftlich notwendig und strategisch wichtig, um den Erfolg im digitalen Markt zu sichern. Brilling gesteht: „Wir haben das Heftmachen geliebt und haben mit hundert Prozent selbstproduzierten Inhalten, hochwertigem Papier und professioneller Litho ein tolles Produkt abgeliefert. Doch Blattmacher, die so arbeiten, sind heute an einer Hand abzuzählen. So viel Qualität hat seinen Preis. Diesen in Zeiten eines im Kreativsegment hart umkämpften Marktes an die LeserInnen weiter zu geben, ist undenkbar“, so die Chefredakteurin. „Das ist sicher einer der Gründe, warum selbst große Verlagshäuser oft mit zusammen gekauften Inhalten, zweit- und drittverwertetem Bildmaterial und transferierten Stories aus Lizenzen Hefte zusammen basteln.“
Andererseits ist der Handmade Kultur Verlag der Entwicklung immer ein wenig voraus gewesen und hat den Zeitgeist mit innovativen Konzepten getroffen. Erst nach Handmade Kultur strömten Titel wie Molly makes, Brigitte kreativ, The Makerist oder auch das dawanda Magazin auf den Markt.
Ein Grund mehr, in Zukunft voll auf die digitale Zukunft zu setzen. Brilling, die schon anderen Online-Communities auf die Beine geholfen hat und erst kürzlich mit einer Literaturcommunity namens litnity.com auf der Frankfurter Buchmesse Furore machte, ist alles andere als frustriert. Der Schritt, alle freigesetzte Energie in unser Kreativ-Portal zu investieren, sei längst überfällig, so die Hamburger Verlegerin: „Der Ausbau unseres neuen Video-Studios wurde just in diesem Moment
abgeschlossen, die ersten DIY-Tutorials werden gerade gedreht, demnächst auch im Auftrag unserer Partner. Der nächste große Streich wird ein Market Place für Anleitungen und Schnittmuster sein, der sowohl von dem Content aus der Community als auch von Handmade Kultur lebt. Wir werden einen Angebots-Mix aus kostenlosen und Paid Content gestalten und auch den professionellen Kreativen Möglichkeiten bieten, über unser Portal Umsätze zu generieren. Wir wollen im nächsten Jahr unsere Reichweite verdoppeln, desgleichen unsere Umsätze. Um dabei schneller voran zu kommen, wird auch unser Team Zuwachs brauchen.
Ist Blattmachen denn jetzt völlig passé? „Nein, natürlich nicht“, so Brilling. „Wir alle lieben Magazine, die man in die Hand nehmen kann. Das Kreativteam, das bislang das Handmade Kultur Magazin produzierte, organisiert sich jetzt als Agentur neu und bietet Partnern bzw. anderen Verlagen seine Leistung an. Mit einem Hamburger Verlag sind wir bereits im Gespräch. Wir möchten auch monothematische Hefte und Specials als Auftragsproduktionen herausgeben. Dann natürlich wieder unter Einbeziehung unserer Community-Handmaids und ihren besonderen Ideen!“











