(openPR) (Dortmund/Duisburg, Oktober 2017). Die Brabender Technologie GmbH & Co. KG aus Duisburg geht zukünftig neue – vor allem kürzere – Wege. Der Maschinenbauer ließ im Jahr seines 60-jährigen Bestehens neben dem bisherigen Firmensitz einen komplett neuen Gebäudekomplex für Verwaltung, Technikum, Logistik und Produktion errichten. Im vergangenen August schloss das Unternehmen den Umzug erfolgreich ab. Basis für die Umsetzung der neuen Strukturen in der Logistik und Montage war eine Potenzialberatung, die das Logistikberatungsunternehmen MALORG Consulting für die Duisburger durchgeführt hat.
Das Besondere: Mit der Potenzialberatung nutzte Brabender Technologie ein Förderangebot des Landes Nordrhein-Westfalen, in dessen Rahmen Unternehmen und ihre Beschäftigten dabei unterstützt werden, erfolgreich zu arbeiten und konkurrenzfähig zu bleiben. Ein zentraler Bereich des Programms umfasst den demografischen Wandel, unter dem besonders das Thema erhöhte Ergonomie am Arbeitsplatz Beachtung findet.
Das Familienunternehmen entwickelt und baut am Standort Duisburg Geräte und Systeme für das Dosieren, Wägen und Austragen sowie die Durchflussmessung von Schüttgütern. Gewachsene Gebäudestrukturen und komplexe logistische Abläufe ließen ein effizientes Arbeiten nur bedingt zu. Brüche im Materialfluss, ein aufwändiges Mehrfachhandling, Warenengpässe und unnötige Liegezeiten der Artikel prägten die Arbeitsabläufe. Durch die Anordnung der Bereiche Wareneingang, Lager und Produktion über mehrere Gebäude ergaben sich sehr weite Wege, die teilweise quer über das Firmengelände führten.
Ziel der Potenzialberatung war es, unnötige Arbeitsschritte, Wegstrecken und Prozesse aufzudecken, um sie zukünftig zu vermeiden. „Die Qualitätssteigerung und die Sicherung unserer Zukunftsfähigkeit sind zentrale Themen für uns. Wir haben begonnen, bestehende Strukturen aufzubrechen und neue Prozesse einzuführen, die im neuen Gebäude zur vollen Entfaltung kommen“, erklärt Geschäftsführer Bruno Dautzenberg.
Detaillierte Konzeptplanung
Neben der Erstellung eines Handlungsplans, der kurzfristige Veränderungen im bestehenden Gebäude ebenso einschloss wie die Planungen für den Neubau, lag die Aufgabe der Dortmunder Logistikberater in der Konzeptplanung der Produktions- und Logistikflächen mit dem Fokus auf effizienten Materialflüssen, ausreichend dimensionierten Entkopplungspuffern und verschwendungsfreien Prozessen. So unterstützten die Berater das Projektteam von Brabender Technologie vor allem bei der Anordnung der einzelnen Funktionsbereiche Wareneingang, Lager, Reparatur, mechanische und mechatronische Fertigung, Schaltschrankbau, Prüffeld und Versand im Neubau.
Von großer Bedeutung war überdies die ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze in der Montage. So arbeitet das Personal zukünftig an höhenverstellbaren und mobilen Fertigungstischen, um so den individuellen Anforderungen und Arbeitsabläufen gerecht zu werden. Durch die Umsetzung eines dynamischen Bereitstellungssystems lagern die benötigten Teile nah am Arbeitsplatz und können von den Mitarbeitern über kurze Wege genutzt werden. „Das Ergebnis unserer Empfehlungen und Maßnahmen ist eine starke Verschlankung der Prozessabläufe. Die nun intensiv miteinander verbundenen Prozesse führen dazu, dass nur noch ein sehr geringer Prozentsatz der ehemals genutzten Fläche benötigt wird“, erklärt Willi Weiden, Projektleiter der MALORG Consulting. Durch das effizientere Arbeiten senkt die Brabender Technologie zukünftig ihre Durchlaufzeiten und erreicht gleichzeitig eine höhere Leistungsfähigkeit des gesamten Teams. In der neuen Halle kann das Unternehmen außerdem weiter wachsen und neue Produktreihen einführen.
Die Potenzialberatung können kleine und mittelständische Unternehmen in Anspruch nehmen, die zwischen zehn und 250 Mitarbeiter beschäftigen. Mit Hilfe des Förderangebots werden Schwächen und Stärken ermittelt und davon ausgehend individuelle Lösungen erarbeitet. Die erforderlichen Dokumente erstellte die MALORG Consulting, darunter die Liste der durchgeführten Beratungstage und die Tagesprotokolle der Beratungen. Das Land NRW genehmigte der Brabender Technologie schließlich einen Zuschuss in Höhe von 10.000 Euro.













