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Geschosskünstler "Ziegel"

12.10.201717:23 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
Bild: Geschosskünstler "Ziegel"
Fünf mehrgeschossige Gebäude gehören zum Wohnpark
Fünf mehrgeschossige Gebäude gehören zum Wohnpark "Karlschwaige" im Landshuter Siebenbrückenweg. (Foto: Leipfinger-Bader)

(openPR) Landshut: Hochwertiger Mehrgeschossbau mit innovativem Mauerziegel umgesetzt
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Moderner, verdichteter Wohnungsbau unweit der Innenstadt: Dieser Herausforderung stellten sich die Oberhauser GmbH und die WJK Wohn- und Gewerbebau GmbH im Landshuter Stadtteil St. Nikola. Beim Bau des Wohnparks "Karlschwaige" mit seinen fünf mehrgeschossigen Hochhäusern setzten die Bauträger auf den Mauerziegel "Unipor WS10 Coriso". Speziell für den mehrgeschossigen Wohnungsbau entwickelt, ermöglicht er schon bei einer Außenwandstärke von 36,5 Zentimetern ausreichend hohe Tragkraft und einen guten baulichen Wärmeschutz. Das ausgeklügelte Lochbild des Coriso-Ziegels sowie die rein mineralische Dämmstoff-Füllung sorgen dabei für die hohe bauphysikalische Qualität des Mauerwerks. Dank der Wärmeleitfähigkeit von nur 0,10 W/mK trägt der Wandbaustoff wesentlich zu den wirtschaftlich erzielten Energieeffizienzhausstandards KfW 55 und KfW 70 bei.



Mit dem Bau des Wohnparks am Siebenbrückenweg verwandelte sich eine brachliegende Grünfläche im Herzen von Landshut in ein attraktives Wohnquartier. Die neue Siedlung "Karlschwaige" ist nach einem ehemaligen Gehöft benannt, das vor rund 200 Jahren auf dem Grundstück erbaut wurde und unter Denkmalschutz steht.

Das begehrte Grundstück erwarb mit der Oberhauser GmbH ein regional tätiger Bauträger. Er übernahm als Generalunternehmer auch die Errichtung der Häuser mit den Hausnummern 1 bis 3. Die Finanzierung und der Bau zweier weiterer Wohnhochhäuser (Hausnummer 4 und 5) auf dem Grundstück erfolgten durch die WJK Wohn- und Gewerbebau GmbH aus Gangkofen.

Fünf Gebäudeblöcke um Baudenkmal

Mit dem Entwurf der neuen Wohnsiedlung wurde der Landshuter Architekt Stefan Feigel (BDA) von der Architektengemeinschaft Feigel-Dumps Architekten beauftragt. Ein bestehender Bebauungsplan aus dem Jahre 1972 erlaubte eine hochverdichtete Wohnbebauung. Feigel sah fünf kompakte Gebäudeblöcke mit relativ geringer Grundfläche (Außenmaße 17,49 x 21,99 Meter) und Höhen von fünf bis maximal acht Geschossen vor. Laut Architekt sollten sie sich "mit kleinem Fußabdruck" punktförmig um das zu erhaltende Hofgebäude gruppieren. Die optimale Ausnutzung von Flächen und Höhen bietet nicht nur möglichst viel Wohnraum, sondern auch Platz für Baudenkmal und Parkanlagen.

Die vorrangig als Zwei- und Dreizimmer-Eigentumswohnungen konzipierten Wohneinheiten sind in den einzelnen Häusern sehr individuell zugeschnitten und variieren in ihren Größen zwischen 55 und 125 Quadratmetern. Jeweils vier Wohneinheiten orientieren sich dabei pro Geschoss um das mittig im Baukörper angeordnete Treppenhaus. Das oberste Geschoss ist teilweise im Penthouse-Stil gestaltet. Die Flachdächer erhalten eine üppige Begrünung.

Verbindung von innen und außen

Rhythmisch hervortretende Balkone und Loggias tragen zu einer ästhetisch wirkenden Auflockerung der geplanten Lochfassaden bei. "Die Balkonanlagen sind als Teil der Gesamtfassade zu verstehen und deshalb in gleicher Oberfläche und Textur gehalten", so Feigel. "Wegen ihrer Bedeutung für das Gesamterscheinungsbild wurde auch besonderer Wert auf die Gestaltung der Brüstungselemente mit bedrucktem Glas gelegt."

Analog zu den Balkonen wurden im Erdgeschoss flächengleiche Terrassen angelegt. Einheitlich bepflanzte Hochbeete in Stahleinfassung sorgen für eine räumliche Trennung zur parkähnlichen Umgebung. Zugunsten dieser wurde auf Vorgärten oder Freibereiche bewusst verzichtet. Eine durchgehende Tiefgarage ersetzt zudem oberirdische Stellplätze. Der Zugang erfolgt hier über eine Rampenanlage, wobei die Fluchttreppen mit Lüftungsöffnungen und Umwehrungen versehen sind. Gestaltet sind diese im Duktus der Hochbeete mit flächigen, perforierten Metalloberflächen.

Solide massive Bauweise gewünscht

Die Bauherren wünschten eine zur Wertbeständigkeit und Nachhaltigkeit der Immobilie beitragende massive Bauweise. Der Wandbaustoff sollte zudem hohe Wohnqualität sicherstellen und zu einem möglichst wirtschaftlichen Rohbau führen. Angesichts dieser Prioritäten erwies sich der gewählte "Unipor WS10 Coriso"-Mauerziegel von Leipfinger-Bader (http://www.leipfinger-bader.de) als ideale Lösung. Entwickelt wurde er speziell für den Mehrgeschossbau.

Die relativ hohe Druckfestigkeitsklasse 12 und eine zulässige Druckspannung von 1,9 MN/m² erreicht der Mauerziegel durch die spezielle, aussteifende Anordnung der Stege. Ein weiterer Grund für die hohe Belastbarkeit des Außenmauerwerks ist die Verlegung des werkseitig planeben geschliffenen Mauerziegels in Dünnbettmörtel mit gedeckelter Lagerfuge. Außerdem gewährleistet die Verzahnung der Steinstirnseiten eine Knirschverlegung im Stoßbereich. Der Verzicht auf eine Stoßfugenvermörtelung trägt so zusätzlich zu einem besonders druck- und zugfesten Mauerwerk bei. Die erreichten Belastbarkeitswerte sprechen für sich: Der "Unipor WS10 Coriso" bewältigt mit maximal 0,694 MN/m oder 69,4 Tonnen eine beeindruckende Belastung für einen Wärmedämmziegel.

Wärme-, Schall- und Brandschutz optimal verknüpft

Hohe Tragkraft war die zentrale Voraussetzung für den Einsatz des Mauerziegels, wobei für einzelne Fassadenbereiche aus statischen Gründen Stahlbetonwände verwendet wurden. "Die für unser Bauvorhaben idealen Eigenschaften des Coriso-Ziegels basieren auf der Verknüpfung von hohem Wärme- und Schallschutz mit ziegeltypischen Vorteilen wie hohem Brandschutz und einer die Wohnbehaglichkeit fördernden Diffusionsoffenheit", betont Geschäftsführer Jürgen Werrenrath von der Werra-Bau GmbH & Co.KG. Mit seiner mineralischen Dämmstoff-Füllung erzielt der "Unipor WS10 Coriso" eine Wärmeleitfähigkeit von nur 0,10 W/mK. Aufgrund dieses Wertes leistet er einen wesentlichen Beitrag, den Energiebedarf nach KfW-Energieeffizienzhaus-Standard 55 zu erreichen. Gefordert wurde dieser für die Häuser IV und V.

Die Füllung wirkt sich auch positiv auf die Schalldämmung der Außenwände aus. Speziell im Geschosswohnungsbau ist hoher Schallschutz immer von großer Bedeutung. Mit einem Schalldämmmaß Rw,Bau,ref von 52,2 Dezibel und einer geringen vertikalen und horizontalen Schalllängsleitung konnte für die zukünftigen Bewohner der Hochhäuser ein ruhiges Wohnen gewährleistet werden (R'w >55 Dezibel nach Beiblatt 2 DIN 4109). Zusätzlich tragen dazu hochwertige Alu-Kunststofffenster mit Dreifach-Isolierverglasung bei.

Zu guter Letzt müssen die Fassaden auch hohen Anforderungen an den Brandschutz genügen. Hier spielt der Ziegel als nicht brennbarer Wandbaustoff (A1) mit einer erzielten Feuerwiderstandsklasse F90-A nach DIN 4102-2 einen klassischen Pluspunkt aus.

Zügige Mauerwerkserstellung dank Systemzubehör

Bei der zügigen Mauerwerkserstellung überzeugten die von den Ziegelwerken Leipfinger-Bader hergestellten und gelieferten Coriso-Mauerziegel durch hohe Maßgenauigkeit und Verarbeitungsfreundlichkeit. Das Lieferprogramm des Herstellers umfasste auch die Bereitstellung des auf die Verarbeitung von Coriso-Ziegel abgestimmten Dünnbettmörtels Maxit 900 D. Die Mauerziegel wurden entsprechend der Zulassungsbestimmungen (Z 17.1-1021) und der DIN 1053 in einer deckelnden Mörtelschicht von circa drei Millimetern verlegt.

Zur zügigen Rohbauerstellung trugen angesichts der individuellen Geschosshöhen Unipor-Höhenausgleichsziegel bei. Außerdem kamen vorgefertigte Ziegelstürze und Ziegelrollladenkästen zum Einsatz. So entstand eine besonders homogene Wandoberfläche, die sich leicht verputzen ließ. Dank der Nähe des Ziegelwerkes in Vatersdorf zur Baustelle (rund 20 Kilometer) ließen sich Ziegel und Zubehör schnell und mit geringen Transportkosten anliefern.

Hoher Wohn- und Freizeitwert

Bezugsfertig sind die Häuser etappenweise seit Sommer 2017 (Häuser I bis III) bis Jahresende (Häuser IV und V). Schon in der Planungsphase stießen sie auf das Interesse zahlreicher potentieller Wohnungskäufer. Dafür sorgten unter anderem ein gehobener Wohnkomfort mit lichten Raumhöhen von bis zu 2,5 Metern sowie Fußbodenheizung und hochwertige Sanitäreinrichtung. Bodentiefe Fenster und Parkett ergänzen das positive Ambiente. Die energetische Versorgung erfolgt zudem über ein eigenes Blockheizkraftwerk. Zur hohen Nachfrage trug auch die gute Wohnlage bei. So bietet der Standort den Bewohnern durch die Einbettung in parkähnliche Grünflächen mit Rad- und Fußwegen sowie angelegten Sitzinseln einen hohen Wohn- und Freizeitwert. Hinzu kommt die direkte Anbindung an die gewachsene Infrastruktur der Innenstadt. Weitere "Natur-Highlights" sind der in unmittelbarer Nachbarschaft liegende Albin Lang Park, die Mühleninsel und die in der Nähe befindlichen Isarauen.

Autor: Dipl.-Ing. Hans-Gerd Heye

Bautafel

Objektadresse: Siebenbrückenweg 1 bis 5, 84034 Landshut
Bauherren: Oberhauser GmbH, Altstadt 388, 84028 Landshut;
WJK Wohn- und Gewerbebau GmbH, Malling 1, 84140 Gangkofen
Entwurf: Architektengemeinschaft Feigel-Dumps Architekten, Architekt (BDA) Stefan Feigel, Klötzlmüllerstrasse 42, 84034 Landshut
Bauausführung: Oberhauser GmbH, Altstadt 3888, 84028 Landshut; Werra-Bau GmbH & Co.KG, Malling 1, 84140 Gangkofen
Anzahl Wohnungen: insgesamt 99 Wohneinheiten
Wohnfläche (alle fünf Häuser): 7.826 m²
Ermittelter Jahresenergiebedarf: Häuser I-III KfW- Energieeffizienzhaus-Standard 70, Häuser IV und V KfW- Energieeffizienzhaus-Standard 55 (27,68 kWh/m²a)
Außenwandbaustoff: "Unipor WS10 Coriso"-Mauerziegel
Ziegelhersteller: Leipfinger-Bader Ziegelwerke, Ziegeleistrasse 15, 84172 Vatersdorf
Bauzeit (Gesamtanlage): Anfang 2015 bis Ende 2017




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