(openPR) Dattel nicht gleich Dattel
Bei einem Gespräch mit dem Inhaber des traditionellen Delikatessenladens 1001Frucht wird deutlich, dass sich Qualität und Geschmack der Dattelklassen erheblich unterscheiden. Woran das liegt wollten wir von Ramin Morady wissen, der den Familienbetrieb in der vierten Generation führt und auch den Internet-Shop 1001frucht.de betreibt.
Bei einer Betriebsbesichtigung auf dem Firmengelände von 1001Frucht kam ich in den Genuss, unter vielen anderen Köstlichkeiten, zwei verschiedene Dattelsorten probieren zu dürfen. Um es gleich vorwegzunehmen: Es war wie ein Erweckungserlebnis für mich. Kannte ich doch bisher nur die getrockneten Datteln (https://www.1001frucht.de/trockenfruechte/frische-datteln-naturbelassen-premium-qualitaet.html) aus dem Supermarkt und bestenfalls die etwas weicheren vom Markt, die zwar auch saftig waren, aber bei weitem nicht diese zarte Konsistenz und diesen einzigartigen Geschmack vorweisen konnten.
Worin denn diese Unterschiede begründet liegen, wollte ich vom Inhaber des Familienunternehmens wissen, der vor kurzem ein neue Halle, mitsamt Logistikzentrum, Gewürz- und Teemanufaktur, Verkaufsraum, Lager und Büroräumen in Regensburg errichtet hat. „Meine Familie führt den Betrieb inzwischen in der vierten Generation und wir sind seit 1990 auf dem deutschen Markt vertreten“, beginnt Morady zu erzählen. Das Unternehmen vertreibt Trockenfrüchte (https://www.1001frucht.de/trockenfruechte/), Nüsse, Gewürze, orientalische Spezialitäten und Tee´s auf seiner Website 1001frucht.de und im Ladengeschäft direkt am Firmensitz. „Über die Generationen hinweg haben wir natürlich ein wenig über Datteln lernen dürfen. Es gibt weltweit über 1500 verschiedene Sorten und in unseren Breitengraden kannte und kennt man Datteln bisher fast nur getrocknet und zur Weihnachtszeit, wenn auch mittlerweile mehr frische Datteln auf dem europäischen Markt angeboten werden.“
Die Frage, warum er dann bei so vielen verschiedenen Sorten nur zwei unterschiedliche anbietet, konnte er schnell damit beantworten, dass er genau diese beiden Sorten als die für ihn besten empfindet. „Meine Familie kommt ursprünglich aus Persien. Aufgrund unserer Herkunft bringen wir natürlich von Haus aus eine gewisse Vorbelastung in Bezug auf die Dattelfrüchte mit.“ scherzt Morady und lacht dabei. Eine Sorte bezieht die Familie seit jeher aus der persischen Wertkulturerbestadt Bam, die für ihre üppigen Oasen rund um die Stadt bekannt ist. Berühmtheit erlangte die Stadt unter anderem für seine Datteln in erstklassiger Güte und dem über 4000 Jahre altem Frischwasser-Bewässerungssystem, das die prächtigen Dattelpalmen und Zitrusfrüchte mit dem kühlen Nass versorgt.
„Die frischen Datteln, die wir aus der Stadt Bam beziehen, zeichnen sich durch eine zarte, weiche Konsistenz und einer besonders saftigen Süße aus. Dabei sind sie jedoch nicht so süß, wie man es vielleicht von der getrockneten Variante gewohnt ist.“ so der Experte. Und, weiter: „Das Trocknen hatte in der Vergangenheit wegen der Haltbarmachung, durchaus seine Berechtigung aber das Aroma unserer frischen Datteln werden sie mit einem getrockneten Produkt nie erreichen können.“
Eine Aussage, der ich unumwunden zustimmen muss.
Die zweite Dattel-Spezialität die ich verköstigen durfte ist auch etwas ganz Besonderes. Eine sogenannte Medjoul, die Morady direkt von einem befreundeten Landwirt seines Großvaters, dessen Felder etwa vier Stunden südwestlich von Teheran liegen, bezieht. „Die freundschaftliche Beziehung zu ihm besteht somit bereits seit drei Generation.“ so der Geschäftsführer von 1001Frucht. Wohl aufgrund dieser guten Kooperation und der Tatsache, dass die Datteln wirklich umwerfend sind, verrät er nicht aus welchem Ort genau die Datteln stammen. Die Medjoul- oder auch Medjool-Dattel hat schließlich auch weltweit einen exzellenten Ruf, ist sie doch berühmt für ihre Größe, ihre weiche Textur und ihr einzigartiges Aroma.
Nachdem sie mühsam von Hand geerntet wurden und behutsam nach Regensburg transportiert wurden, werden die Medjool-Datteln, trotz des guten Vertrauensverhältnisses zu dem Produzenten, auf ihre Qualität überprüft. „Wir haben bei den Medjoul bisher noch keine Beanstandung gehabt, trotzdem durchlaufen auch sie, wie alle unsere Produkte, unser strenges Prüfverfahren“, erklärt der Inhaber, „sie werden anschließend, natürlich auch händisch, geöffnet, der Kern entfernt und dann mit edlen Walnüssen gefüllt.“
Das Ergebnis ist eine wahre Köstlichkeit, wenn auch eine seltene, denn ich durfte zusehen und mich auch selbst darin versuchen und muss sagen, es ist nicht gerade einfach und erfordert höchste Konzentration, weil die Medjoul-Dattel so empfindlich ist und sehr großer Wert auf eine hervorragende Ware gelegt wird. Doch die Mühe ist es allemal wert, denn das Ergebnis ist einfach traumhaft.
Sie merken schon, ich schreibe mich regelrecht in Ekstase vor lauter Verzückung über die leckeren Früchte, dennoch kann ich nicht abschließend sagen, welche der beiden Datteln mir nun besser geschmeckt hat. Sie haben beide ein wunderbares Aroma und doch einen ganz eigenen Charakter. Wie schon eingangs geschrieben, hätte ich mir nie denken können, dass es solche geschmacklichen Unterschiede geben kann. Eines weiß ich jedoch nun mit Sicherheit, nämlich dass ich künftig einen großen Bogen um die getrockneten Datteln aus dem Supermarkt machen werde.










