(openPR) Freiburg. 100 Schülerinnen und Schüler demonstrierten gestern in der Messe Freiburg, wie einfach Wiederbelebung erlernt werden kann. Im Rahmen des Medizinkongresses "Resuscitation 2017" führten sie die wesentlichen Schritte einer Herz-Lungen-Wiederbelebung vor: Prüfen - Rufen - Drücken. "Wir prüfen, ob die Person reagiert, wir rufen die Notrufnummer 112 an, und beginnen sofort mit der Herzdruckmassage," so fasste eine Teilnehmerin zusammen.
"Wiederbelebung ist kinderleicht," kommentiert Prof. U. Kreimeier, einer der Veranstalter dieser Aktion. Hintergrund ist das erklärte Ziel, in Deutschland die Laienhelferquote zu steigern. "Deutschland ist in Sachen Wiederbelebung im internationalen Vergleich ein Entwicklungsland," so Prof. B. Böttiger, Vorsitzender des Deutschen Rats für Wiederbelebung (GRC). Er fordert, dass Wiederbelebung in deutschen Schulen fester Bestandteils des Lehrplans werden müsse.
Der Workshop mit den Schülern in Freiburg fand im Rahmen eines dreitägigen Medizinerkongresses zum Thema Reanimation statt. Über 1.000 internationale Experten diskutierten wissenschaftliche Erkenntnisse - und Möglichkeiten zur Umsetzung. "Es gibt immer noch eine große Hemmschwelle für den Laien, wenn er auf eine leblose Person trifft," betont Kreimeier. Die Steigerung der Laienhelferquote ist erklärtes Anliegen des Vereins miniSANITÄTER e.V., der diesen Workshop zusammen mit dem Deutschen Rat für Wiederbelebung und dem Europäischen Rat für Wiederbelebung durchführte.
Die Moderation des Reanimationsworkshops hatte Jovin S. Bürchner übernommen. Er ist Lehrbeauftragter des Deutschen Roten Kreuzes und hat mit der Aktion "Löwen retten Leben" in Baden-Württemberg bereits einen Großteil der Lehrer in Wiederbelebungsmaßnahmen geschult. Die wiederum lassen das Thema in ihren Schulunterricht einfließen. Zusammen mit einem kleinen Übungsphantom, das in den Ausmaßen aber dem Oberkörper eines Erwachsenen entspricht, kann das Thema dann theoretisch und praktisch behandelt werden.












