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Vorreiter für andere Kliniken

25.09.201711:56 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Vorreiter für andere Kliniken

(openPR) Freiheitsentziehende Maßnahmen wurden erneut reduziert – Krankenhaus Rummelsberg beschreitet erfolgreich den „Werdenfelser Weg“

Rummelsberg. Das Krankenhaus Rummelsberg war die erste Klinik deutschlandweit, die das Konzept des „Werdenfelser Weg“ aufgegriffen hat, um freiheitsentziehende Maßnahmen wie Bettseiten und Gurte in der Patientenversorgung zu vermeiden. Zum zweiten Mal wurde nun die Anzahl an Fixierungen im Haus überprüft. Das Ergebnis: Im Vergleich zu 2016 konnten die freiheitsentziehenden Maßnahmen erneut reduziert werden. Bei 279 Patienten, die beobachtet wurden, musste lediglich zwölf Mal auf eine Fixierung zurückgegriffen werden.



Ein Resultat des demografischen Wandels ist es, dass die Anzahl der über 80-Jährigen in Deutschland stetig ansteigt. Im Falle von an Demenz erkrankten Patienten fordern Angehörige nicht selten, durch sogenannte freiheitsentziehende Maßnahmen, den Schutz für Patienten zu erhöhen. „Ein Trugschluss“, geht es nach Sabine Brase, Pflegedirektorin am Krankenhaus Rummelsberg. „Die Anwendung von Bettseiten oder Gurten zwingt Patienten in die Bettlägerigkeit. Die Folge: Die fehlende Mobilität beschleunigt den kognitiven Abbau und steigert die Gefahr von Wundheilungsstörungen oder Lungenentzündungen“, erklärt sie. Ihre Annahme belegen internationale Studien, die zu dem Ergebnis kommen, dass nach freiheitsentziehenden Maßnahmen Patienten in einem schlechteren Gesundheitszustand sind als zuvor. „Aus diesem Grund haben wir uns Ende 2016 dafür entschieden, das Konzept des Werdenfelser Weges in unserer Klinik umzusetzen“, so Brase.

Freiheitsentziehende Maßnahmen von 22 auf 12 reduziert

Dass das Konzept, was vorher nur ausschließlich in Pflegeheimen Anwendung fand, zum deutlichen Rückgang der Fixierungen auch im Krankenhaus führen kann, belegen die neuesten Zahlen aus Rummelsberg. „2016 haben wir bei 205 Patienten 22 freiheitsentziehende Maßnahmen beobachtet. In diesem Jahr konnten wir bei 279 Patienten lediglich zwölf Fixierungen feststellen“, erklärt Brase, die sich mit dem Pflegewissenschaftler Christian Köbke über den nachweislichen Erfolg freut, damit aber noch lange nicht am Ende des (Werdenfelser) Weges ist. Wie so ein Szenario in der Praxis aussehen kann, erklärt die Pflegedirektorin: „Eine demenziell erkrankte Patientin läuft fort, stürzt und verletzt sich. Um sie zu schützen, wenden sich Angehörige ans Pflegeteam mit der Forderung, die Frau ans Bett zu fixieren. An dieser Stelle greift nun unser Konzept, wo geschulte Verfahrenshelfer die Aufgabe haben, im Gespräch mit den Angehörigen eine alternative Lösung zu finden“. Im beschriebenen Szenario könne dies beispielsweise ein niedrigeres Bett anstatt eines Bauchgurtes sein sowie ein Multifunktionsrollstuhl, in dem die Patientin unangegurtet sitzen kann, ohne herauszufallen. Auch das umgesetzte Kinästhetik-Konzept hilft, die Mobilisierung der Patienten zu fördern.

Bemühungen werden intensiviert

„Wir sind uns sicher, dass der eingeschlagene Weg echte Handlungsalternativen in einer schwierigen Situation bieten kann. Genau aus diesem Grund intensiveren wir auch unsere Bemühungen“, so die Pflegewirtin, die das Konzept nach Rummelsberg geholt hat. Als weitere Maßnahme werden in Rummelsberg zusätzliche Verfahrenspfleger geschult, ein Deeskalationstraining angeboten und auch Fortbildungen zum Haftungsrecht, um Pflegepersonal weitere Sicherheit im Berufsalltag zu vermitteln. „Unser Ziel ist es, auch bei herausfordernden Verhalten von Patienten souverän und professionell zu reagieren. Jeder Mitarbeitende muss in dieser Sache für sich selbst ein sicheres Gefühl haben“, betont Brase, die selbst als Gesundheits- und Krankenpflegerin Jahre lang in der Pflege tätig war. Die pflegewissenschaftlichen Erkenntnisse aus Rummelsberg werden in Kürze publiziert, damit das Thema auch Fachpublikum zugänglich gemacht wird.

Bildunterschrift:
Freuen sich, dass die freiheitsentziehenden Maßnahmen wie Gurte und Bandagen weiter reduziert werden konnten: Pflegedirektorin Sabine Brase und Pflegewissenschaftler Christian Köbke.

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