(openPR) 14. September 2017 – Das Kaffeebündnis fordert von der künftigen Bundesregierung die Reform der Kaffeesteuer und die Einführung eines Kaffeecent. Das käme den Kaffeebäuerinnen und Kaffeebauern zugute und den Verbrauchern und Verbraucherinnen in Deutschland. Das Kaffeebündnis ruft die Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten von CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Grüne, Die Linke und FDP dazu auf, die Reform der Kaffeesteuer und die Einführung des Kaffeecent in ihre Koalitionsvereinbarungen und das neue Regierungsprogramm mit aufzunehmen.
Die Reform der Kaffeesteuer und die Einführung des Kaffeecent ist ein konkreter Beitrag der Bundesregierung zur Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung und zur Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie.
Deutschland ist eines der wenigen europäischen Länder, in denen noch eine Kaffeesteuer erhoben wird. Diese beträgt derzeit 2,19 Euro für ein Kilo gerösteten Kaffee und 4,78 Euro pro Kilo löslichem oder Instantkaffee. Auch für Produkte, die Kaffee enthalten, beispielsweise Kaffeelikör oder Süßwaren, in denen Kaffee verarbeitet ist, muss anteilmäßig Kaffeesteuer bezahlt werden.
Die Kaffeesteuer wird zusätzlich zur Mehrwertsteuer erhoben. Sie bringt dem Staat jährlich rund eine Milliarde Euro ein.
Das Kaffeebündnis will mit seiner Initiative erreichen, dass sich der Anteil von fairem Kaffee und Kaffee mit Nachhaltigkeitssiegeln in Deutschland in möglichst kurzer Zeit verdoppelt. Von heute acht auf 16 Prozent. In Deutschland wird so viel Kaffee getrunken wie in kaum einem anderen Land. Daher ist das Kaffeebündnis der Ansicht, dass Deutschland eine besondere Verantwortung zukommt bei der Verbesserung der Anbau-, Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Kaffeeursprungsländern.
Zentrale Forderung ist die Einrichtung eines Fonds, der aus dem Kaffeecent finanziert wird. Das Geld soll für die Verbreitung des ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltigen Kaffeeanbaus eingesetzt werden. Im Klartext heißt das Beachtung der Menschenrechte, Abschaffung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit im Kaffeeanbau, Bezahlung existenzsichernder Löhne, besserer Schutz der Umwelt und Abschaffung des Missbrauchs giftiger Pestizide.
Eine weitere Forderung ist mehr Transparenz im Dschungel der vielen Nachhaltigkeitssiegel, die es im Kaffeebereich gibt. Die Verbraucherinnen und Verbraucher sollen besser darüber informiert werden, was sich hinter den einzelnen Siegeln versteckt. Damit können die leichter enttarnt werden, die unter ihrem grünen oder sozialen Mäntelchen Greenwashing betreiben.
Mit diesen Forderungen unterscheidet sich das Kaffeebündnis von der Petition von TransFair e.V. (Fairtrade Deutschland) zur Reform der Kaffeesteuer in Deutschland. TransFair fordert die Abschaffung der Kaffeesteuer für fairen Kaffee.
Das www.Kaffeebuendnis.com ist eine Kampagne von www.WirsindKaffee.com. Wir sind Kaffee.com ist ein Social-Business-Unternehmen nach dem Modell des Friedensnobelpreisträgers Muhammad Yunus.







