openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Mit interaktiver MCC-Subventionskarte selbst „politischer Entscheider“ werden

15.09.201711:01 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Mit interaktiver MCC-Subventionskarte selbst „politischer Entscheider“ werden
Das GIF zeigt die Funktionsweise der interaktiven Karte (MCC)
Das GIF zeigt die Funktionsweise der interaktiven Karte (MCC)

(openPR) In fast 80 Ländern der Welt hat noch immer ein bedeutender Teil der Menschen keinen Zugang zu Wasser, Strom, Sanitäranlagen oder Telekommunikation. Doch in vielen dieser Staaten könnte die Regierung den nahezu vollständigen Zugang zu den entsprechenden Infrastrukturen gewährleisten. Dazu müssten sie die Subventionen in fossile Energien von weltweit etwa 550 Milliarden US-Dollar abschaffen und diese Mittel stattdessen in Infrastruktur investieren. Eine neue interaktive Online-Karte des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) illustriert nun für die einzelnen Länder, was der Subventionsabbau jeweils zur Finanzierung der Infrastrukturen beitragen kann.



---
Nutzer der MCC-Subventionskarte können mithilfe eines Reglers selbst bestimmen, welcher Anteil der aktuellen Subventionen für fossile Energieträger abgebaut werden soll. Anschließend können sie entscheiden, was mit dem freiwerdenden Geld gemacht werden soll, indem sie Zugangsraten zu Wasser, Elektrizität, Telekommunikationen und Sanitäranlagen festlegen. Die Karte zeigt dann in Rot-, Gelb- und Grünschattierungen, ob die gestrichenen Subventionen ausreichen, um das vom Benutzer festgesetzte Zugangsziel zu erreichen.

Relevant ist die Karte vor allem mit Blick auf die Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen. Zu diesen sogenannten SDGs gehören unter anderem der Zugang zu Energie sowie die Wasser- und Sanitärversorgung. Diese könnten durch den Abbau von Subventionen für fossile Energieträger entscheidend vorangebracht werden. Gleichzeitig würde ein Abbau dieser Subventionen Treibhausgas-Emissionen vermindern und einen Einstieg in ambitionierte Klimapolitik ermöglichen.

„Zugang zu elementarster Infrastruktur ist der Grundbaustein für die Bekämpfung von Armut, dem obersten UN-Entwicklungsziel“, sagt Michael Jakob, Koordinator der MCC-Taskforce für Öffentliche Finanzen. „Mithilfe der interaktiven Karte des MCC können die Nutzer in die Rolle der politischen Entscheider schlüpfen und selbst abwägen, welche Infrastruktur für sie Priorität hat. Denn obwohl in vielen Ländern mit dem Abbau der Subventionen viel erreicht werden kann, kann längst nicht in allen Ländern der Zugang zu sämtlichen Infrastrukturen gewährleisten werden.“

Ein relativer starker Effekt mit vergleichsweise geringen finanziellen Mitteln kann der Kartennutzer in den Staaten von Subsahara-Afrika und Südasien erzielen. Länder wie die Republik Kongo, Simbabwe und Nigeria, aber auch Indonesien oder Indien weisen besonders hohe Subventionen für fossile Energien bei gleichzeitig hohem Infrastrukturbedarf auf. So müsste beispielsweise Nigeria über 15 Jahre lediglich vier Prozent seiner Subventionen aufwenden, um die 40 Prozent seiner Bevölkerung mit Wasser zu versorgen, die derzeit keinen Zugang haben. In Indien etwa könnten die noch fehlenden 370 Millionen Menschen Zugang zu Elektrizität erhalten, wenn das Land dafür nur sechs Prozent seiner Subventionen abbauen würde.

„Bei der Vermeidung von CO2-Emissionen kommt den Entwicklungs- und Schwellenländern eine Schlüsselrolle zu. Zugleich sind in vielen dieser Staaten die öffentlichen Finanzen in einer derart schlechten Verfassung, dass dringend benötigte Investitionen in die Infrastruktur kaum getätigt werden können“, sagt MCC-Direktor Ottmar Edenhofer. „Eine Reform der Subventionen für fossile Energien erscheint sowohl umwelt- und sozialpolitisch als auch ökonomisch geboten. Es sollten neue Koalitionen geschmiedet werden, um die jeweiligen innenpolitischen Hürden zu überwinden.“

Grundlage für die interaktive Karte sind Berechnungen des MCC, die in dem Artikel „Development incentives for fossil fuel subsidy reform“ im Wissenschaftsmagazin Nature Climate Change veröffentlicht wurden. Geschrieben haben ihn die MCC-Wissenschaftler Michael Jakob, Claudine Chen, Sabine Fuss, Annika Marxen und Ottmar Edenhofer. Die Berechnungen stützen sich auf Daten der Internationalen Energiebehörde (IEA), der Weltbank, sowie zahlreiche Studien zu Infrastrukturkosten.

In der interaktiven MCC-Karte wird nur die direkte finanzielle Unterstützung für den Verbrauch fossiler Energieträger als Subvention betrachtet. Sie ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Weltmarktpreis und dem nationalen Verkaufspreis. Steuererleichterungen oder die sozialen Kosten der Nutzung fossiler Brennstoffe (z.B. Luftverschmutzung) sind in den verwendeten Daten nicht enthalten.

Weitere Informationen:
- https://www.mcc-berlin.net/subventionskarte
- http://www.mcc-berlin.net

Quelle: idw

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 968947
 151

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Mit interaktiver MCC-Subventionskarte selbst „politischer Entscheider“ werden“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH

Stiftung Mercator fördert Klimainstitut MCC mit weiteren zwölf Mio. Euro bis 2024
Stiftung Mercator fördert Klimainstitut MCC mit weiteren zwölf Mio. Euro bis 2024
Die Wissenschaftliche Exzellenz, die thematische Fokussierung auf die globalen Gemeinschaftsgüter sowie die Politikberatung durch Assessment-Prozesse haben sich ausgezahlt: Das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) wird bis einschließlich 2024 mit weiteren 12,15 Millionen Euro finanziert. Die Stiftung Mercator hat jüngst beschlossen, das Institut ab 2019 mit etwa zwei Millionen Euro pro Jahr weiter zu fördern. 2012 war das MCC gemeinsam durch die Stiftung Mercator und das Potsdam-Institut für Klimafolgenforsch…
Stiftung Mercator funds climate institute MCC with a further €12 million until 2024
Stiftung Mercator funds climate institute MCC with a further €12 million until 2024
Scientific excellence, the thematic focus on global commons and the policy advice through assessment processes have paid off: The Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) will be financed up to and including 2024 with a further €12.15 million. Stiftung Mercator (foundation) decided to continue to fund the institute from 2019, with around €2 million per year. The MCC was jointly founded in 2012 by Stiftung Mercator and the Potsdam Institute for Climate Impact Research (PIK). --- The decision is based on an evalua…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Die Leidenschaft für das Kochen und Genießen entdeckenBild: Die Leidenschaft für das Kochen und Genießen entdecken
Die Leidenschaft für das Kochen und Genießen entdecken
mcc-Shop: Wo sich gehobene Köche und wählerische Genießer zuhause fühlen Die einzigartige und gehobene Welt des Kochens sowie des modernen Feinschmeckens erleben. Und dies mit einem Service, der einfach nur begeistert. Im mcc-Shop (mcc = metropolis cooking center) finden nicht nur die Fans der Avantgarde- und Molekular-Küche alles, was sie für ihren ultimativen Genuss begehren. Sowohl Profi- und Nachwuchsköche als auch anspruchsvolle Gaumenfreunde können im mcc-Shop eine spannende Auswahl an Lebensmitteln, Zutaten und Zubehör entdecken, die …
MCC Deutschland investiert in Lage/Kreis Lippe (NRW)
MCC Deutschland investiert in Lage/Kreis Lippe (NRW)
Expansion wird fortgesetzt mit einem weiteren Projekt in Lage Kurz vor Weihnachten 2017 hat die MCC Deutschland GmbH in Lage ein Grundstück und die Projektentwicklung für ein modernes Alten- und Pflegeheim erworben. „Wir sind uns mit dem Projektentwickler, der Firma portarion von Thomas Henke, in relativ kurzer Zeit handelseinig geworden“, sagt Thomas Oertner, der Geschäftsführer der MCC Deutschland GmbH. „Portarion hat das Projekt von Null an entwickelt und im November 2017 den entsprechenden Bauantrag zusammen mit dem Grundstückseigentümer…
Stiftung Mercator funds climate institute MCC with a further €12 million until 2024
Stiftung Mercator funds climate institute MCC with a further €12 million until 2024
Scientific excellence, the thematic focus on global commons and the policy advice through assessment processes have paid off: The Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) will be financed up to and including 2024 with a further €12.15 million. Stiftung Mercator (foundation) decided to continue to fund the institute from 2019, with around €2 million per year. The MCC was jointly founded in 2012 by Stiftung Mercator and the Potsdam Institute for Climate Impact Research (PIK). --- The decision is based on an evalua…
Stiftung Mercator fördert Klimainstitut MCC mit weiteren zwölf Mio. Euro bis 2024
Stiftung Mercator fördert Klimainstitut MCC mit weiteren zwölf Mio. Euro bis 2024
Die Wissenschaftliche Exzellenz, die thematische Fokussierung auf die globalen Gemeinschaftsgüter sowie die Politikberatung durch Assessment-Prozesse haben sich ausgezahlt: Das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) wird bis einschließlich 2024 mit weiteren 12,15 Millionen Euro finanziert. Die Stiftung Mercator hat jüngst beschlossen, das Institut ab 2019 mit etwa zwei Millionen Euro pro Jahr weiter zu fördern. 2012 war das MCC gemeinsam durch die Stiftung Mercator und das Potsdam-Institut für Klimafolgenforsch…
MEDICA 2011: MEIERHOFER zeigt praxisorientierte IT-Lösungen für Ärzte und Pflege
MEDICA 2011: MEIERHOFER zeigt praxisorientierte IT-Lösungen für Ärzte und Pflege
Vom 16. bis 19. November zeigt MEIERHOFER auf der MEDICA in Düsseldorf, wie Kliniken mit dem skalierbaren Informationssystem MCC ihre Prozesse optimieren. MCC ist ein System, mit dem die verschiedenen Berufsgruppen eines Krankenhauses individuell arbeiten. Es fördert die interprofessionelle Kommunikation, weil es Daten zentral sammelt und situationsgemäß zur Verfügung stellt. Wie das in der Praxis funktioniert, erfahren Interessenten in Anwenderpräsentationen am MEIERHOFER Stand E 24 in Halle 15. KIS to go Mit MCC.MOBILE ermöglicht MEIERHOF…
Positive Signale von der MEDICA
Positive Signale von der MEDICA
… Jahr blicken“, fasst Matthias Meierhofer, Gründer und Vorstandsvorsitzender der MEIERHOFER AG, die derzeitige Stimmung zusammen. „Im Gegensatz zu den Vorjahren kamen Klinik-Entscheider bei dieser MEDICA häufig aktiv mit konkreten Anfragen auf uns zu. Diese konnte unser Messeteam durch Live-Produktpräsentationen passgenau beantworten“. Der unmittelbare …
Bild: Neue Leitung für die Senioreneinrichtung MCC Haus im Park UntermerzbachBild: Neue Leitung für die Senioreneinrichtung MCC Haus im Park Untermerzbach
Neue Leitung für die Senioreneinrichtung MCC Haus im Park Untermerzbach
Daniela Brehm übernimmt die Einrichtungsleitung von Regina Wagner Zum 03. Februar übernimmt Daniela Brehm die Gesamtverantwortung für die Senioreneinrichtung der MCC-Gruppe „MCC Haus im Park“ in Untermerzbach in Bayern. Als neue Einrichtungsleiterin übernimmt Daniela Brehm ein ihr schon bekanntes Amt. Seit Jahrzehnten ist Brehm in der Seniorenpflege tätig und hat den Beruf von Grund auf kennen und lieben gelernt. Zuletzt war Brehm in führenden Positionen bei großen Betreibern tätig und bringt jahrelange Erfahrung als Einrichtungsleitung mit.…
Bild: Internationale Studierende als MCC-ZugbegleiterBild: Internationale Studierende als MCC-Zugbegleiter
Internationale Studierende als MCC-Zugbegleiter
Internationale Studierende des Programms "Fremde werden Freunde" begleiten den Rosenmontagszug (Mainz im Februar 2012, rei) Zehn Studierende von "Fremde werden Freunde" aus aller Herren Länder begleiten beim großen Rosenmontagsumzug die Wagen des Mainzer Carneval Club 1899 e.V. (MCC). Wie auch im letzten Jahr suchte der MCC Zugbegleiter und wandte sich an das Studierendenwerks Mainz, das mit "Fremde werden Freunde" internationalen Studierenden ihr Gastland näherbringt. "Und was könnte sie unserer Stadt Mainz näherbringen, als das größte Brau…
Bild: Dell bietet mobile Healthcare-Lösung für KrankenhäuserBild: Dell bietet mobile Healthcare-Lösung für Krankenhäuser
Dell bietet mobile Healthcare-Lösung für Krankenhäuser
Frankfurt am Main, 18. November 2009 - Mit „Mobile Clinical Computing" (MCC) bietet Dell ab sofort eine Healthcare-Lösung, die darauf abzielt, die Effizienz der Arbeitsabläufe in Krankenhäusern zu steigern sowie das Management und den Zugang zu Informationen für Ärzte und das medizinische Fachpersonal zu vereinfachen. MCC von Dell verbessert die Sicherheit der medizinischen Informationen, die Produktivität des Personals und die Qualität der Pflege. Dell hat mit „Mobile Clinical Computing" (MCC) eine mobile Lösung für die Klinik-IT vorgestel…
Sie lesen gerade: Mit interaktiver MCC-Subventionskarte selbst „politischer Entscheider“ werden