(openPR) Winsen (Luhe), den 07.09.2017: Nun wurde in den letzten beiden Beiträgen über das Unfall & Lackier Zentrum Neubauer und die dortige Arbeit bzw den Service geschrieben, da wird es heute einmal Zeit für Kurioses rund ums Auto. Wir wäre es mit dem entferntesten Parkplatz der Welt? Denn der liegt doch tatsächlich auf dem Mond, und zwar nicht nur für ein, sondern gleich für drei Fahrzeuge.
Sprach Neil Armstrong bei seiner historischen Mondlandung im Jahr 1969 noch von einem kleinen Schritt für den Menschen, dürften spätere bemannte zum Mond führende Missionen für ihre kleinen Autotouren bekannt geworden sein. Waren Armstrong und sein Astronautenkollege Buzz Aldrin 1969 noch ausschließlich als Fußgänger unterwegs, hatten 3 der 5 späteren bemannten Mondlandungen ab 1971 tatsächlich speziell für den Mond konstruierte Fahrzeuge, die Lunar Roving Vehicle, an Bord. Aus heutiger Sicht im übrigen geradezu sensationell fortschrittliche und visionäre, wurden die Fahrzeuge doch durch die 4 mit Elektromotoren versehenen Reifen angetrieben.
Das Chassis aus faltbarem Aluminium, ebenfalls faltbare Sitze aus Nylon und Räder aus gewebtem Aluminium, versehen mit einer Titanleiste - so sah das spacige Mondmobil aus. Das Falten machte den Transport zum Mond an der Seite der Landefähre überhaupt erst möglich, dort wurde es nämlich angehängt. 210 kg wog das Mondmobil und diente den Astronauten als wertvolles Gefährt mit dem Zweck, Mondgestein einzusammeln, das zu Forschungszwecken mit auf die Erde gebracht werden sollte. 490 kg dieses geologischen Golds konnten maximal zugeladen werden. Aufgrund der vielfach verringerten Anziehungskraft auf dem Mond wäre ein Spazierengehen und Einsammeln des Gesteins schlichtweg kaum möglich gewesen.
Über die Fahreigenschaften sind nicht gerade rühmliche Geschichten zu hören; so setzte den Batterien z.B. der extrem feine Mondstaub zu und führte zu Überhitzungen oder die Vorderachse brach im extrem unwegsamen Gelände. Trotzdem konnten die Astronauten insgesamt 4 Zentner Mondgestein transportieren und zur Erde bringen - nur leider die Autos nicht! Die stehen jetzt als Relikte einer für den Menschen aufregenden Zeit auf der Mondoberfläche.
In Zeiten, in denen die Umlaufbahn des Mondes sich der Erde sehr annähert, kann man die Fahrzeuge mit einem geeigneten Teleskop, den entsprechenden Koordinaten und etwas Glück sogar sehen. Dafür müssen einige Komponenten zusammenkommen, aber ca. alle 14 Monate ist die Situation von gleichzeitigem Vollmond und großer Erdnähe gegeben. 46 Jahre ohne Strafzettel geparkt - auch eine reife Leistung!













