(openPR) 2.000 Jahre altes Wunschtäfelchen auf Jersey entdeckt
Es sieht eigentlich gar nicht ungewöhnlich aus, eher wie ein weggeworfenes Gewicht von einem Fischernetz oder wie der Rest einer Hobbyarbeit. Aber das kleine quadratische Stück aus Blei, das vergraben in einem Acker in St. Brelade auf der Kanalinsel Jersey gefunden wurde, könnte tatsächlich aus der Römerzeit stammen.
Das kleine verblichen braune Päckchen, von beiden Seiten gefaltet, ist wahrscheinlich ein Wunschtäfelchen der Römer und enthält Glückwünsche oder Verwünschungen. Das ging ganz einfach, man schrieb den Namen des Angesprochenen darauf und was ihm geschehen sollte, faltete das Plättchen, vergrub es im Erdreich oder warf es in einen Brunnen. Oftmals enthielten sie Bitten an die Götter für Glück oder besseres Wetter – umgekehrt ganz kurios – sollte es einem Feind Unglück bringen.
Eine ganze Anzahl solcher Tafeln wurden bereits in Griechenland am Gerichtshof gefunden, mit den Wünschen, dass die Gegenpartei verlieren oder umkommen möge. Andere wurden von eifersüchtigen oder verlassenen Frauen verfasst, die ihrer Rivalin beispielsweise Haarausfall wünschten.
Dieser Fund auf Jersey wurde von Ken Rive mit Detektor auf einem Feld entdeckt, dass nun auch für andere Sucher freigegeben ist, da so ein Objekt erstmalig auf der Insel gefunden wurde. Rober Waterhouse, Archäologe bei der Société Jersiaise, bei dem sich der Fund derzeit befindet, datiert ihn zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert n. Chr.
Aber der Fluch – oder was auch immer der Inhalt ist – bleibt mysteriös. „So eine Wunschtafel zu öffnen, birgt immer ein großes Risiko und ist schwierig. Sie ist sehr empfindlich, und falls wir uns entscheiden sie zu öffnen, würde es Neil Mahrer, Konservator des Jersey Museums tun“ sagte Robert Waterhouse.













