(openPR) Brennstoffzellen dringen in immer neue Einsatzfelder vor und entwickeln sich technisch ständig weiter. Das zeigt die Messe zum internationalen Brennstoffzellen-Kongress „f-cell“ am 25. und 26. September 2006 in Stuttgart. Das junge Unternehmen Linde Medical Devices präsentiert zum Beispiel einen brennstoffzellen-betriebenen Sauerstoffgenerator für Lungen¬kranke. Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG zeigt verschiedene Brennstoffzellenheizgeräte für die Hausenergieversorgung. Viele weitere bekannte Unternehmen und Verbände haben sich ebenfalls bereits mit einem Stand angemeldet.
Stuttgart (eos) – International treiben Entwickler und Ingenieure die Brennstoffzellen¬entwicklung unnachgiebig voran, so dass die umweltfreundliche Technik bereits in erste Nischenmärkte vorgedrungen ist. Am 25. und 26. September zeigt die Messe zum internationalen Brennstoffzellen-Kongress „f-cell“ in Stuttgart (www.f-cell.de) dies wieder eindrucksvoll. Besonders in der stationären Anwendung, das heißt bei der Hausenergieversorgung, und überall dort, wo sonst Batterien oder auch Generatoren zum Einsatz kommen, spielen die umweltfreundlichen Energiewandler ihre Trümpfe aus: Sind sind geräuscharm, arbeiten abgasfrei und sehr effektiv mit langer Laufzeit. Wo die Energiewandler den Anwendern einen echten Komfortgewinn bescheren, bremsen auch die derzeit noch sehr hohen Kosten die Markteinführung nicht. Die Veranstalter des „f-cell“-Symposiums, die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS), die Gerlinger Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse GmbH, sowie die Kooperationspartner EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe und das Umweltministerium Baden Württemberg, erwarten auch dieses Jahr wieder rund 40 Aussteller für die begleitende Messe, die das komplette Spektrum der Brennstoffzellen-Anwendungen abdecken und auch Zulieferer, Dienstleister sowie Verbände einschließen.
Messe-Neuheit: Sauerstoffgenerator mit BZ-Antrieb
Eine innovative Brennstoffzellen-Anwendung zeigt beispielsweise die Linde Medical Devices GmbH aus Aschau im Chiemgau. Das erst im Herbst 2005 gegründete Tochterunternehmen der Linde AG brachte im März diesen Jahres einen Sauerstoffgenerator auf den Markt, der Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen ausreichend mit dem lebenswichtigen Gas versorgt. „Gäbe es keine Verluste, dann hätten wir das Perpetuum Mobile erfunden“, schmunzelt Karl-Heinz Hecker, Geschäftsführer der Linde Medical Devices. Der neue „Oxy-Gen lite“ „tankt“ Wasser, das durch Elektrolyse in Wasserstoff und den vom Patienten benötigten Sauerstoff aufgespalten wird. Das „Abfallprodukt“ Wasserstoff betreibt eine PEM-Brennstoffzelle (PEM = Proton Exchange Membrane), die einen Teil des Stroms erzeugt, der für die Elektrolyse benötigt wird. Der Rest kommt aus der Steckdose. Für Lungenkranke, die zum Teil rund um die Uhr zusätzlichen Sauerstoff atmen müssen, bedeutet das neue, sehr geräuscharme Gerät eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität. Es ist mit seinen zehn Kilogramm kleiner, leichter und damit mobiler als seine herkömmlichen Konkurrenten, die den Sauerstoff verdichten. Diese bringen zum Teil satte 30 Kilogramm auf die Waage. Die Deutsche Selbsthilfegruppe für Sauerstoff-Langzeit-Therapie (LOT) e.V. begrüßte die Neuerung bereits enthusiastisch. „Trotzdem: Es gibt noch immer viel zu tun“, sagt Hecker. „Die Patienten wünschen sich ein noch leichteres und leiseres Gerät. Daran arbeiten wir – und darum suchen wir auf der 'f-cell' den fachlichen Austausch.“
Ziel: Erfahrungsaustausch
Auch dem „f-cell“- Kooperationspartner EnBW geht es um den Erfahrungsaustausch mit Herstellern und Lieferanten. Das Unternehmen präsentiert Brennstoffzellen-Heizgeräte für die Hausenergieversorgung, wie sie in dem laufenden groß angelegten Feldtest zum Einsatz kommen. „Wir nutzen den Kongress und die Messe, um unsere Praxiserfahrungen weiterzugeben und Verbesserungspotentiale aufzuzeigen“, sagt Dr. Wolfram Münch, Bereichsleiter Forschung und Entwicklung bei der EnBW. Das Unternehmen setzt Produkte unterschiedlicher Hersteller ein und besitzt dadurch einen sehr detaillierten Einblick in das derzeitige Angebot. „Noch gibt es zum Teil erhebliches Optimierungspotential. Die Systeme müssen vereinfacht werden, ihre Lebensdauer erhöht und die Kosten reduziert werden. Dafür wollen wir unter anderem durch unser Engagement auf der 'f-cell' sorgen.“
Wichtige Unternehmen und Verbände vor Ort
Bei der Peter Sauber Agentur sind bereits die Anmeldungen weiterer wichtiger „Player“ auf dem Brennstoffzellenmarkt eingegangen. Mit dabei sind unter anderem: ANSYS Germany GmbH mit Software zur Strömungsberechnung, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Stuttgart, das unter anderem ein futuristisches BZ-betriebenes Flugzeug („HyFish“) zeigt, das Elektro-Ausbildungszentrum Aalen e.V., das Weiterbildungskonzepte für den Betrieb von mobilen und stationären Brennstoffzellen-Anlagen anbietet, die PEMEAS GmbH aus Frankfurt, die an einer neuartigen Hochtemperatur-Brennstoffzellenmembran arbeitet, die SMART Electronic Development GmbH, Stuttgart, die Geräte zum Messen und Überwachen von Hochleistungs-Brennstoffzellen zeigt, die SMA Technologie AG, welche computerbasierte Regelsysteme für eine dezentrale Energieversorgung präsentiert sowie udomi aus Neuenstein, die eine Brennstoffzellen-Photovoltaik-Hybrid-Stromversorgung vorstellt.
Eine aktuelle Liste der Aussteller ist auf der Homepage der Veranstaltung unter www.f-cell.de zu finden. Dort können sich Interessenten unkompliziert mit einem eigenen Stand anmelden. Weitere Information gibt es bei der Peter Sauber Agentur: 07156 43624-50, E-Mail:
Bereits mit 18 Brennstoffzellenheizgeräten hat die EnBW seit dem Start ihres Brenn-stoffzellenprogramms Erfahrungen gesammelt. Die jüngste Anlage versorgt seit Januar 2006 das Fremdenverkehrsamt in Schiltach/Schwarzwald mit Strom und Wärme. Was heute noch im Probebetrieb getestet wird, kann schon in wenigen Jahren Tausenden bundesdeutscher Haushalte Strom und warmes Wasser liefern. Während des diesjährigen Brennstoffzellen-Kongresses „f-cell“ am 25. und 26. September in Stuttgart berichtet der Energieversorger über seine Praxis-erfahrungen.
Weitere Informationen und die Bilder erhalten Sie bei:
Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse GmbH
Silke Maiwald
Fritz-von-Graevenitz-Straße 6
70839 Gerlingen
Tel.: 07156-43624-50
E-Mail:












