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Rostbomben in der Ostsee - Umweltmonitoring der Munitionsaltlasten

26.07.201711:07 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Rostbomben in der Ostsee - Umweltmonitoring der Munitionsaltlasten
Munition im Meer war lange ein verdrängtes Randthema, steht jedoch zunehmend mit hoher Dringlichkeit auf der Agenda von Behörden und Wissenschaft - auch auf der des IOW. (UDEMM/udemm.geomar.de)
Munition im Meer war lange ein verdrängtes Randthema, steht jedoch zunehmend mit hoher Dringlichkeit auf der Agenda von Behörden und Wissenschaft - auch auf der des IOW. (UDEMM/udemm.geomar.de)

(openPR) Ankündigung des nächsten „Warnemünder Abends“ am 27. Juli 2017, 18.30 Uhr

Das Thema ist diesmal besonders 'explosiv', denn IOW-Expertin Anja Eggert nimmt Munitionsaltlasten der Ostsee in den Blick. Sie schildert die Ansätze der Wissenschaft, mit deren Hilfe Umwelteinflüsse giftiger Substanzen aus Kampfmitteln erkannt und eine bestmögliche Strategie für eine effektive Überwachung erarbeitet werden können.



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In Nord- und Ostsee wurden während des Zweiten Weltkriegs und danach große Mengen chemischer Kampfstoffe und konventioneller Munition versenkt, sowohl durch militärische Operationen als auch durch Verklappung. Die Gesamtmenge wird auf 1,8 Mio. Tonnen geschätzt, wovon der größte Teil noch immer am Meeresboden ruht – eine tickende Zeitbombe, weil die Munitionskörper durchrosten und ihre schädlichen Inhaltsstoffe ins Meerwasser abgeben.

Munition im Meer war lange ein verdrängtes Randthema. Wegen anhaltender Munitionsfunde, die Strandbesucher gefährden und bei maritimen Nutzungen – wie beispielsweise dem Bau von Kabeltrassen und Offshore Windparks – horrende Kosten durch notwendige Beräumung erzeugen, drängt die giftige Kriegshinterlassenschaft nun wieder verstärkt ins öffentliche Bewusstsein. Politik, Forschung und Wirtschaft suchen nach Lösungen.

Seit gut einem Jahr ist ein vom BMBF geförderter Forschungsverbund (UDEMM: Umweltmonitoring für die Delaborabtion von Munition im Meer) am Start, dem auch das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) angehört. Hauptziel ist, Umwelteinflüsse, die durch das Austreten giftiger Substanzen bei der Bergung von Kampfmitteln entstehen könnten, zu erkennen und eine bestmögliche Strategie für eine effektive Überwachung zu erarbeiten. Als zweites Hauptziel soll ein Umweltmonitoring von größeren Munitionsvorkommen erarbeitet werden, das auf wissenschaftlich fundierten Methoden und neuesten Erkenntnissen beruht.

IOW-Wissenschaftlerin Dr. Anja Eggert wird am 27. Juli 2017 bei den Warnemünder Abenden in die Problematik der Rostbomben einführen und von ersten Ergebnissen des UDEMM Projektes berichten. Die Veranstaltungen findet im großen Vortragssaal des IOW, Seestraße 15, in Warnemünde statt. Diesen erreichen Sie über den Haupteingang des Instituts am Kurpark. Beginn ist 18:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Wir wünschen einen anregenden Vortragsabend!

Kontakt IOW Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Dr. Barbara Hentzsch, 0381 / 5197 102, E-Mail

Das IOW ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, zu der zurzeit 91 Forschungsinstitute und wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen für die Forschung gehören. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Bund und Länder fördern die Institute gemeinsam. Insgesamt beschäftigen die Leibniz-Institute etwa 18.100 MitarbeiterInnen, davon sind ca. 9.200 WissenschaftlerInnen. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,6 Mrd. Euro. ()

Quelle: idw

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