(openPR) BERLIN. „Es gibt viel zu tun, ignorieren wir’s!“ Lautet so etwa das Credo der Werbe- und PR-Agenturen, wenn es um Standortmarketing für Städte und Regionen in Deutschland geht? Das jedenfalls meint der Autor des vor kurzem erschienenen Standortmarketingbuchs „Die Imagefalle“, Volker Remy. Bei der Recherche zum Buch besuchte er Websites von Werbe- und PR-Agenturen, die in ihrem Leistungsspektrum oder ihren Referenzen „Standortmarketing“ angeben. Bei vielen, auch namhaften mittelständischen Agenturen, fand er hingegen keine Hinweise darauf. In einem ersten Resümé stellt der Autor nun fest, dass sich offenbar nur wenige Kommunikationsagenturen für dieses Thema interessieren. „Ich bin über das geringe Interesse gerade regionaler und mittelständischer Werbe- und PR-Agenturen erstaunt. Im Grunde liegt hier ein Geschäftsfeld quasi vor der Haustür, doch es spielt bei der Neugeschäfts-Strategie offenbar nur eine untergeordnete Rolle“, so Volker Remy. Dies ist nach den Worten des Imagefalle-Autors um so unverständlicher, da viele Web-Präsenzen deutscher Städte und Landkreise erheblichen Optimierungsbedarf aufweisen. Der Autor besuchte im Zuge der Buch-Recherche über 700 Websites von Städten und Regionen bundesweit. Dabei offenbarten sich zum Teil drastische Qualitätsunterschiede in den jeweiligen Web-Präsentationen. Volker Remy: „Besonders fielen mir die zum Teil deutlich rückständigen Standards der Homepages von Landkreisen auf. Bei den Städten zeigt sich ein differenziertes Bild. Hier fällt die Umsetzungsqualität bei Einwohnerzahlen unter Fünfzigtausend besonders stark ab. Doch auch bei Großstädten mit über hunderttausend Einwohnern hinken die inhaltlichen und grafischen Standards oft weit hinter her.“ Bei seiner Untersuchung legte der Autor, der bei zahlreichen Standortmarketingaktivitäten als Projektleiter tätig war, gängige Maßstäbe an. Selbst dann konnten viele Websites nicht standhalten: „Mir fiel die thematische Enge der Webinhalte ins Auge, darüber hinaus ein oftmals unschlüssiges Design und eine zu sehr auf die Verwaltungen konzentrierte Themenauswahl.“ Mit seinem Buch „Die Imagefalle“ beleuchtet Volker Remy die zukünftigen Richtungen, die ein wettbewerbsorientiertes Standortmarketing seiner Meinung nach einschlagen sollte. Er stellt dabei den „Imagebegriff“ in Frage und plädiert für einen auf die Identität von Städten und Regionen basierten Marketingansatz. Er nennt die Defizite heutiger Marketingstrategien im Standortwettbewerb und beleuchtet neue Entwicklungen und Trends bei der Vermarktung von Städten und Regionen. Die Quintessenz des Buchs, so der Verlag, stellt die Potenziale der Menschen in den Städten und Regionen in den Mittelpunkt des modernen Vermarktungsgedankens. Nach Angaben des Graco Verlags in Berlin, wird der Autor die Ergebnisse seiner Recherchearbeit der über 700 Websites in einem gesonderten Dossier im September publizieren. Sie können dann über den Verlag bestellt werden. „Vielleicht“, so Volker Remy, „gehen dann bei den Werbe- und PR-Agenturen die Signalleuchten an. Hier liegt viel Arbeit und natürlich auch Umsatz brach.“
Die Imagefalle
Identitätsmarketing für Städte und Regionen
im Zeichen der soziodemografischen Zeitenwende
Graco Verlag Berlin
ISBN 3-00-018462-7
Broschiert, 190 Seiten, 22,95 €
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Graco Verlag Berlin
Marienburger Straße 16
10405 Berlin











