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Blühende Feldfrüchte für Biene, Hummel & Co. - Leindotter-Initiative stellt sich vor

08.06.201711:00 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) Erstmals stellt sich die im Februar 2017 gegründete Leindotter-Initiative einer breiteren Öffentlichkeit vor. Anlässlich der Öko-Feldtage am 21. und 22. Juni 2017 auf der Hessischen Staatsdomäne in Frankenhausen präsentiert die neu gegründete Initiative die in weiten Teilen der Landwirtschaft noch bisher weitgehend unbekannte Kulturpflanze Leindotter (Camelina Sativa).



Wo finden Blüten besuchende Insekten in der Monotonie der Getreidefelder und grünen Wiesen heute ihre Nahrung? Die meisten landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland sind zu „Nektarwüsten“ geworden. Die stetige Intensivierung der Landwirtschaft hat eine schleichende Verarmung der Landschaft nach sich gezogen. Damit auf landwirtschaftlichen Flächen künftig wieder mehr blühende Feldfrüchte angebaut werden, haben sich 16 Unternehmen, Organisationen und Vereine zusammengeschlossen und das Projekt „Leindotter-Initiative“ ins Leben gerufen. So soll Nahrungsraum für Blütenbesucher geschafft und unsere intensive Agrarlandschaft aufgewertet werden.

Viele Landwirte sehen mittlerweile die Notwendigkeit sich für die Belange von Biene, Hummel & Co einzusetzen. Gerade landwirtschaftliche Flächen bieten viele Möglichkeiten blühende Pflanzen zu fördern, zu kultivieren oder zu tolerieren. Jedoch sind einige wirtschaftliche und produktionstechnische Herausforderungen groß. Die vorherrschende Anbau-Philosophie mit einer Ackerfrucht je Feld, die intensiv gedüngt, gespritzt und gehegt wird, lässt andere blühende Pflanzen gar nicht zu. Untersaaten und Mischfruchtanbau können dies ermöglichen, z.B. mit der sehr alten blühenden Kultur- und Ölpflanze Leindotter.

Die Nutzung von Leindotter hat eine lange Historie, seit der keltischen Besiedlung ist die gelbblühende Pflanze als Nahrungspflanze bekannt. Leindotter ist relativ anspruchslos und hat Standortvorteile auf trockenen Böden und bei der Auswinterung, zudem zeigt er die positive Eigenart sich im Mischanbau an die Hauptfrucht anzupassen und als „Kavalierspflanze“ zu dienen. Dazu kommen ökologische Vorteile der Pflanze durch die rasche Bodendeckung, die das Aufkommen anderer Beikräuter unterdrückt und das Nahrungsangebot für Blüten besuchende Insekten in der Zeit der sommerlichen Trachtlücke. Besonders das Fettsäuremuster des Öls mit seinem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren und die Aminosäuren-Zusammensetzung des Presskuchens machen Samen und Öl für Mensch und Tier zu einem wertvollen Nahrungsmittel.

Jedoch steht dem Mischfruchtanbau noch ein erhöhter technischer sowie planerischer Aufwand in der Fruchtfolge den konventionellen Methoden gegenüber, da in diesen Bereichen seit
Jahrzehnten kaum geforscht wurde.
Die Leindotter-Initiative stellt sich folgenden Aufgaben:
• Sichtung und Versuchsanbau der vorhandenen Leindotter-Sorten auf verschiedenen Standorten
• Monitoring des Insektenbefluges während der Blütezeit auf diesen Standorten
• Überprüfung der Leindotter-Öle an verschiedenen Standorten auf Fettsäuren-Gehalte
• Versuch einen Leindotter-Sortenhonig zu erzeugen
• Start einer Öffentlichkeitskampagne zur Gewinnung weiterer Landwirte für den Anbau

Gleichzeitig sollen positive Lösungsansätze für die Notlage der Bienen und der anderen Blütenbesucher aufgezeigt werden, die Landwirten Mut machen und zum eigenen Handeln anregen.

Auf den 1. Öko-Feldtagen am 21. und 22. Juni 2017 in Frankenhausen (Hessen) ist die Leindotter-Initiative mit einer Beispielfläche und einem Informationsstand vertreten. Neben allgemeinen Informationen wird am Stand des Netzwerk Blühende Landschaft und der Ludwig Bölkow Stiftung (Stand U9, Halle 2) auch die Herstellung von Leindotteröl vorgestellt: www.oeko-feldtage.de

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